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Lokales Stolz auf die neue Feuerwache
Lokales Stolz auf die neue Feuerwache
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11:11 07.03.2018
Die Ausstattung der neuen Feuerwache ist vom Feinsten. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

„Eine neue Feuerwache in Betrieb zu nehmen, das geschieht sicherlich nicht alle Tage, und manch einer wird einen solchen Tag nie erleben“, sagte Stadtbrandmeister Daniel Brose zu den Kameraden. Dann begann der Umzug vom alten ins neue Haus.

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Umzug der Feuerwehr in die neue Wache.

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit zog am Freitagabend die Falkenseer Feuerwehr in die neue Feuerwache und nahm sie in Betrieb. Rund sechs Millionen Euro hat der Neubau gekostet, den Löwenanteil hat die Stadt alleine gestemmt. Rund 600 000 Euro steuerte der Landkreis dazu.

Kameraden meldeten die Dienstaufnahme

Alles, was sich Feuerwehr nannte – Jugendfeuerwehr, Ehrenabteilung und schließlich die Einsatzabteilung – stellte sich vor der neuen Wache auf, nachdem der Konvoi aus sechs Feuerwehrfahrzeugen im Rückwärtsgang in den Fahrzeughallen verschwunden war. Mit dem nötigen Schneid meldeten sodann die Feuerwehrleute dem Bürgermeister ihre Dienstaufnahme im Neubau in der Schönwalder Straße 14 an. Ab sofort rücken sie von dort zu Einsätzen aus.

Der Auszug aus dem alten Gebäude, das übrigens erhalten bleibt, wurde zuvor minutiös geprobt. Genau dreieinhalb Minuten benötigte der Löschzug – natürlich mit Blaulicht und Signalhorn – für die Strecke vom alten Depot in der Marwitzer Straße über die Falkenhagener Straße – am Rathaus vorbei –, um dann auf dem Vorplatz der neuen Wache ein Spalier zu bilden. In der Abenddämmerung war dies natürlich ein Spektakel der besonderen Art.

Viele Falkenseer schauten zu

Auf der anderen Straßenseite versammelten sich derweil zahlreiche Zuschauer. Sie ließen sich bei minus fünf Grad Celsius sowohl den eisigen Nordostwind als auch den atemberaubenden Lärm der Signalhörner um die Ohren blasen. So, wie der dreieinhalbjährige Tristan Artymiak aus Falkensee, der sich das Konzert auf den Schultern von Vater Christoph anschaute. Gemeinsam mit Kita-Kumpel Maximilian war man schwer beeindruckt von dem Aufmarsch. „Die Kolonne mit dem Blaulicht war absolut mitreißend und das neue Feuerwehrgebäude ist ebenfalls sehr beeindruckend“, meinte der Vater.

Auch der Falkenseer Heinz Ziesecke gesellte sich mit seiner Gattin zu den Zuschauern. „Großartig! Dass die Stadt das so hinbekommen hat!“, lobte der Senior die Stadtverwaltung. Karin Bartoszak wohnt gleich neben der neuen Feuerwache und freute sich ebenfalls. „Das ist natürlich ein ganz schöner Koloss. Aber es wird auch Zeit, dass die Männer und Frauen der Feuerwehr endlich eine neue Unterkunft bekommen“, bekräftigte sie.

Künftig geht’s an der Rutschstange zum Feuerwehrauto

Mit gemischten Gefühlen sieht die 17-jährige Angelika Müller den Umzug. Seit 2016 ist sie bei der Feuerwehr und hat kürzlich ihre Prüfung zum „Truppmann“ gemacht. „Klar freue ich mich auf das neue Gebäude, aber ich habe ein wenig Angst, wenn ich daran denke, dass ich demnächst die Rutschstange hinunter sausen muss. So etwas gab es ja im alten Depot nicht.“

Egal, wen man traf in der neuen Feuerwache – alle hatten sich herausgeputzt, sogar Bürgermeister Heiko Müller (SPD) sah man in der Ausgehuniform der Feuerwehr. „Ein großer Tag ist heute. Die Feuerwehr läutet damit eine neue Epoche ein, die künftig von einem 24-Stunden-Betrieb geprägt sein wird mit modernen Rahmenbedingungen für die Feuerwehr, die sie auch verdient haben, denn die Kameradinnen und Kameraden leisten sehr, sehr viel für die Stadt“, sagte Müller vor der neuen Brandwache, während die Feuerwehrleute im Inneren bereits ihre Spinde einräumten.

Bis zum neuen Haus war es ein langer Weg

Der Bürgermeister zeigte sich froh darüber, dass der Bau endlich fertig ist. „Schließlich war es auch eine sehr lange Diskussion darüber – die ersten Entwürfe gab es bereits 2010“, sagte er. „Im Planungsprozess wurde dann aber festgestellt, dass eine Erweiterung des alten Standortes so nicht ausreichen würde. Deswegen haben wir jetzt die neue Feuerwache. Und ich glaube, dass wir darauf ein Stück stolz sein können“, betonte Müller.

Unter den Gästen fand man auch Ines Jesse (SPD), Staatssekretärin im Infrastrukturministerium. „Natürlich sind sowohl hauptberuflich als auch ehrenamtlich Tätige gleich wichtig, aber ohne Ehrenamtliche könnten wir die Einsatzbereitschaft gar nicht sicherstellen“, unterstrich sie.

Einweihung erfolgt im Frühjahr

Die Einweihungsfeierlichkeiten indes lassen noch ein Weilchen auf sich warten. „Die offizielle Einweihungsfeier findet in diesem Frühjahr statt“, sagte Stadtbrandmeister Brose auf Anfrage.

Von Norbert Faltin

Carsten Driefert ist Elektroinstallateurmeister und hat seinen Meisterausbildung vor 25 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Derzeit hat das Unternehmen im Woltersdorfer Gemeindezentrum zu tun.

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