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Lokales Filmsfans drehen Krimi
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08:11 27.07.2017
Der Mädchen und Jungen drehen zurzeit ihren ersten eigenen Film in Hennickendorf. Filmemacher James Griffin leitet den Workshop. Quelle: Foto: Margrit Hahn
Hennickendorf

„Ihr müsst richtig laut schreien“, fordert Filmemacher James Griffin die Mädchen auf. „Was? Das soll alles gewesen sein. Na, das war noch nicht überzeugend. Das könnt ihr besser“, animiert er sie. Und die Mädchen schreien, was das Zeug hält. Ein Nicken zeigt, dass Griffin zufrieden ist. „Der Fluch von Hennickendorf“ lautet der Titel des Krimis, der in dieser Woche in Hennickendorf gedreht wird. Dazu gehören auch die Schreie.

Es geht um einen Mord, und der Pfarrer steht im Verdacht, ihn begangen zu haben. Doch was hat es mit dem Klingelbeutel auf sich? Ein solcher wurde vor einigen Jahren tatsächlich beim Renovieren der Hennickendorfer Kirche gefunden. Die Kinder fanden das so spannend, dass der Klingelbeutel unbedingt in die Geschichte einfließen musste. Eine Woche lang treffen sich zwölf Kinder aus der Gemeinde Nuthe-Urstromtal und aus Luckenwalde täglich im Dorfgemeinschaftshaus in Hennickendorf zum Filmworkshop. Sie sind von Anfang an dabei – von der Idee bis zum fertigen Film, entweder als Darsteller oder hinter der Kamera.

James Griffin hat das Drehbuch geschrieben. Die Mädchen und Jungen müssen ihre Texte lernen, dazu die richtige Betonung und die passenden Gesten achten. Gedreht wird unter anderem auf der Straße, in der Kirche, im Glockenturm und am Teich. Und während die Kinder kaum erwarten können, endlich ihren eigenen Film fertig zu stellen, kümmert sich Gudrun Pezenburg um das leibliche Wohl. Pünktlich um 12.30 Uhr steht täglich das Mittagessen auf dem Tisch. Anschließend gehe die Dreharbeiten weiter. Um 17 Uhr ist Feiereabend. Dann werden die jungen Filmemacher von ihren Eltern abgeholt. James Griffin hat sich für diese Woche ein Zimmer in Hennickendorf gesucht und erspart sich so die tägliche Fahrt nach Berlin.

Am morgigen Freitag zum Ende des Workshops werden alle Werke auf der großen Leinwand präsentiert. Zur Filmpremiere um 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus sind nicht nur die Eltern, sondern auch interessierte Besucher eingeladen. „Wie lang wird denn der Film?“, will Fee Radtke wissen. Die zehnjährige Woltersdorferin spielt die Kommissarin. „Es werden keine zehn Minuten“, schätzt der Fachmann ein. Letztendlich gehe es auch nicht um einen langen Film. Die Kinder erfahren, wie ein Film entsteht, was man dazu benötigt und das Filmemachen eine Kunst ist, die gelernt sein will.

Veranstaltet wird der Talentcampus Ferien von der Volkshochschule Teltow-Fläming in Kooperation mit der Gemeinde Nuthe-Urstromtal und dem Young Images Verein für Medien und Bildung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit seinem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ das Projekt.

„Ihr braucht den Kirchenschlüssel, wenn wir jetzt zum Dreh rausgehen“, sagt der selbstständige Filmemacher Griffin. Rasch schlüpfen die Kinder in ihre Kostüme. „Und vergesst die Requisiten nicht“, mahnt er, bevor er das Dorfgemeinschaftshaus verlässt. Das wichtigste neben Kostümen, Kameras und Requisiten war an den vergangenen Tagen aber der Regenschirm. „Aufpassen, dass das Objektiv nicht nass wird“, sagt Griffin. Und: „Action!“

Von Margrit Hahn

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