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Frauengeschichten aus Oberhavel

Netzwerk der Unternehmerinnen bringt Magazin heraus Frauengeschichten aus Oberhavel

Zusammenhalten, von den anderen lernen und selbst Tipps geben – für Frauen, die sich als Unternehmer selbstständig gemacht haben und im Netzwerk der Unternehmerinnen in Oberhavel organisiert sind, kein Problem. Jetzt haben sie ein Frauenmagazin herausgebracht.

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Das erste Exemplar des Frauenmagazins zur 800-Jahr-Feier Oranienburgs bekam Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke , der sich mit Rosen zum Frauentag revanchierte.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Sie sind Künstler, Heilpraktiker, Stilberater, Journalisten, Coach, Steuerberater, Kräuterpädagogin oder Campingplatzbetreiber. Was sie verbindet? Sie sind ausschließlich weiblich und ihr eigener Chef. Rund 35 Frauen, die sich als Unternehmerinnen selbstständig gemacht haben. „Und wir haben natürlich oft dieselben Probleme, müssen Arbeit und Familie unter einen Hut bekommen, uns um Außenpräsentation des Unternehmens kümmern oder, anders als die Männer, bemühen, mehr auch über unsere Erfolge zu reden.“ Und deshalb haben sie 2008 das „Netzwerk Unternehmerinnen in Oberhavel“ gegründet. Ein loser Verbund, der sich regelmäßig trifft, „um Erfolgsstrategien auszutauschen, darüber zu reden, wie man gesund bleibt, wenn keiner das Gehalt weiter zahlt, um Wissen und auch mal Sorgen zu teilen“, so Nicole-Kristina David-Ulbrich.

Vor zwei Jahren hatten die Unternehmerinnen bereits ein Heft mit Porträts herausgebracht. Das ist lange vergriffen. Nicht nur Frauen hätten immer wieder angefragt, ob eine Neuauflage möglich ist. Nun haben die Netzwerkerinnen innerhalb von nur acht Wochen das Heft „Frauengeschichten 2 – Frauengenerationen im Wechselspiel“ anlässlich der 800-Jahrfeiern in Oranienburg, Kremmen und Zehdenick herausgebracht. Das erste druckfrische Exemplar überreichte Mitautorin Dagmar Möbius gestern Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke.

Die Publikation stellten die Frauen am Frauentag in der Naturheilpraxis von Jacqueline Schneider in der Havelstraße 30, der ehemaligen Adlerapotheke, vor. Neben Journalistin Damar Möbius zeichnen Elke Ahrens und Diana Kindler verantwortlich für die Publikation, die in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt und in den Unternehmen kostenlos zu haben ist. 16 Netzwerksfrauen haben sich darin selbst vorgestellt. Zudem gibt es im Heft einen Zeitstrahl zur Geschichte der drei „Geburtstagsstädte“ und Frauen aus der Geschichte werden vorgestellt wie Hildegard von Bingen, Dorothea Christiane Erxleben, Eva Strittmatter oder Hedwig Bollhagen.

Dass er von der „Herzlichkeit und Vertrautheit dieser Frauenrunde, die Erfahrungen und Ideen teilt“, sehr angetan sei, daraus macht Hans-Joachim Laesicke (SPD) keinen Hehl. Das Heft sei nicht nur Bestandsaufnahme des Netzwerkes, sondern dazu angetan, „anderen Mut zu machen, auch diesen Weg zu beschreiten und Unternehmerin zu werden“.

Die freie Journalistin Dagmar Möbius, die ihr Büro im Oranienwerk hat, zieht aus dem Frauennetzwerk „vor allem neu Inspirationen“ und freut sich, dass das Netzwerk „so viel weiterwächst“.

„Das Miteinander, die gegenseitige Motivation und die Tatsache, dass man kein Einzelkämpfer bleibt“, schätzt Christiane Erdmann, die am Großen Wentowsee seit 2012 einen Campingplatz betreibt.

Fast von Anfang an im Netzwerk verankert ist die Chefin des Edener Apfelkräutergartens Diana Reichenbach: „Es hat mir damals geholfen, mich als Unternehmen überhaupt wahrzunehmen.“

Nächster Netzwerktermin ist am Mittwoch, 16. März, ab 19.30 Uhr im Schlossrestaurant „Lieschen und Louise“ in Oranienburg.

Von Heike Bergt

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