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Lokales Für das zweite Vereinsjahrhundert gerüstet
Lokales Für das zweite Vereinsjahrhundert gerüstet
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05:00 06.06.2016
Die Auswerter des Hegefischens hatten gut zu tun. Quelle: Franziska Mohr
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Wildau

Zum traditionellen Hegefischen fanden sich am Sonntag 110 Angler auf dem Gelände des „Anglervereins Wildau 1916“ in der Friedrich-Engels-Straße ein. Wo auch sonst? Schließlich feiern die Wildauer Angler, die 2015 mit der bis dato gleichfalls im Ort vorhandenen „DAV Betriebsgruppe 1965“ fusionierten, in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.

Seit 1953 wird zu diesem Hegefischen eingeladen. Dabei trägt es seit mehr als 40 Jahren die Bezeichnung „Sechs-Ortsgruppen-Angeln“, weil neben den Wildauer Anglern auch zwei Zeuthener Anglervereine, die „Eiserne Ruhe Niederlehme“ sowie die Angelfreunde ‘47 Königs Wusterhausen mit von der Partie sind. Die Siegertrophäe ging diesmal an Uli Siegmund aus Niederlehme, der 18 Weißfische mit insgesamt 6910 Gramm aus der Dahme holte.

Die Gespräche der Petrijünger drehten sich diesmal aber vor allem um die Vorbereitungen des Vereinsjubiläums, das im August gefeiert wird. Dabei wird mit der Liveband „Scarlett“ über eine Feuershow bis zum Frühschoppen für jeden Geschmack etwas geboten.

100 Jahre Anglerverein Wildau: Dieses Bild entstand zehn Jahre nach der Gründung. Quelle: Verein

Auf dem Geburtstagstisch liegt dann möglicherweise auch schon die Genehmigung des Bebauungsplanes für die etwa 200 Quadratmeter umfassende Erweiterung des Vereinsgeländes. Nach der Fusion mit der Betriebsgruppe benötigen die jetzt 150 Vereinsmitglieder weitere Bootsschuppen sowie einen Anbau an das Vereinshaus mit einem etwa 30 Quadratmeter großen Raum vor allem für die Jugendarbeit. Geht es nach dem Vereinsvorsitzenden Thomas Wilde, so sind diese Bauarbeiten spätestens zum nächsten Stiftungsfest im August 2017 abgeschlossen. Pünktlich zum 100. Geburtstag legt Wilde in wenigen Wochen eine über 150 Seiten starke Vereinschronik auf den Tisch. Fast zehn Jahre hat der Polizeibeamte daran gearbeitet, das Landes- und Kreisarchiv, private Fotoalben sowie die DDR-Fachzeitschrift „Deutscher Angelsport“ gewälzt. Komplettiert wird dies alles durch Gespräche mit alten Anglerfreunden. Als wahrer Schatz erwies sich dabei, dass die Protokolle der Vorstandssitzungen seit 1916 fast ausnahmslos erhalten geblieben sind. Damals noch handschriftlich in Sütterlin verfasst. Die Vereinsgeschichte begann mitten im Ersten Weltkrieg. Während die Postboten Briefe mit Trauerrändern im Ort austrugen, fanden sich 17 Herren im August 1916 in der Gaststätte „Zum grünen Baum“ in der heutigen Friedrich-Engels-/Ecke Freiheitstraße ein, um einen Anglerverein zu gründen. Der Monatsbeitrag betrug 30 Pfennige. Das erste Anangeln fand im April 1917 in der damaligen Wildauer Badeanstalt statt, die sich einst im Bereich des heutigen Vereinsgeländes befand. „Das Angeln und das Vereinsleben diente auch der Erholung …, der Gemeinsamkeit in einem kameradschaftlichen Umfeld. Das macht den Anglerverein Wildau stark“, schreibt der Wildauer Bürgermeister Uwe Malich (Linke) in seinem Grußwort. Und genau dies ist nach Auffassung vieler Angelfreunde das Erfolgsrezept, das den Verein all die Stürme der vergangenen 100 Jahre überstehen ließ, in denen es beispielsweise ab 1937 nur noch einen „Vereinsführer“ geben durfte. Für ein Päckchen an die Wehrmachtskameraden stifteten die Angler 1942 jeder eine Schachtel Zigaretten.

Nach dem Krieg wurden die Angler 1952 Hausherr auf ihrem heutigen Gelände, auf dem sie auch nach der Wende 1989 alle Tücken des neuen Vereinsrechts meisterten. Für das zweite Jahrhundert ist der Verein nach Angaben seines Chefs gut gerüstet. Na dann: Petri Heil!

Von Franziska Mohr

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