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Garnisonschau des Geschichtsvereins Jüterbog

St. Barbara präsentiert technische Raritäten Garnisonschau des Geschichtsvereins Jüterbog

Wer sich für historische Militärtechnik interessiert, für den ist ein Besuch der Garnisonschau des Jüterboger Geschichtsvereins St. Barbara ein Muss. Auch Gäste anderer militärhistorischer Vereinigungen reisten eigens an.

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Mitfahrten auf den Panzerfahrzeugen waren der Renner beim Publikum.

Altes Lager. Motoren dröhnten, Ketten schepperten, historische Fahrzeuge pflügten den sandigen Übungsparcours immer wieder um, Staubwolken lagen über dem Areal. Dieses Flair gehört einfach zur traditionellen Garnisonschau des Geschichtsvereins St. Barbara Jüterbog dazu. Genauso wie die Scharen von Besuchern, die Technik-Freaks, Military-Händler und das Camp im märkischen Sand und Kiefernwald auf dem Vereinsgelände um die Barbara-Halle in Altes Lager. Kein Weg ist den Interessenten zu weit, das Treffen hat inzwischen einen sehr guten Ruf in weiten Teilen Deutschlands und den Nachbarländern.

Es geht bei der Schau nicht um die Glorifizierung von Krieg und Gewalt, das betonen die Veranstalter immer wieder. Wer sich nicht an die „Spielregeln“ hält oder verfassungsfeindliche Symbole präsentiert, der wird ohne Diskussion des Platzes verwiesen.

Sowjetische Militärmütze oder Uniform gefällig

Sowjetische Militärmütze oder Uniform gefällig? Die Auswahl war groß.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Für die Enthusiasten überwiegend historischer Militärtechnik ist St. Barbara ein Muss. Man trifft alte Bekannte und Freunde, kommt ins Gespräch und fachsimpelt. Für viele ist die Himmelfahrtswoche einfach eine feste Größe in der Urlaubsplanung. So wie beispielsweise für die Freunde der S.F.O.R.-Gruppe aus der Region Annaburg im benachbarten Kreis Wittenberg. S.F.O.R. steht dabei für „Special Forces of Roedler“. Namensgeber Toni ist Military-Fan mit Leib und Seele. Er brachte zwei Kettenfahrzeuge auf Tiefladern an den Haken schwerer tschechischer Lkw Tatra 815 mit. Vergangenen Montag rollte die S.F.O.R-Gruppe mit rund 20 Fahrzeugen an. „Das ist unser Jahresurlaub“, sagte Christian Burkhardt, stellvertretender Vereinsvorsitzender.

Dicht gedrängt freuten sich hunderte Besucher auf die große Parade an der Barbara-Halle. Mit großer Sachkenntnis und wie immer ohne Manuskript stellte Wolfram Arndt aus luftiger Höhe jedes einzelne Fahrzeug vor. Mit dabei waren unter anderem Regulierfahrer auf Krädern der ehemaligen Nationalen Volksarmee, Seitenwagengespanne mit Maschinengewehren aus dem Zweiten Weltkrieg, Krankentransporter und viel russische Technik.

Zu den ganz besonderen Stücken zählte ein Jagdpanzer vom Typ „Hetzer“ aus den 1940er Kriegsjahren, 20 000-mal wurde er damals gebaut. Es ist wohl das Lebenswerk des Jüterboger St. Barbara-Mitglieds Mario Scheunemann. Rund 15 Jahre opferte er viel Freizeit und Geld, bis das Kettenfahrzeug endlich fahrbereit war. Aufgebaut hat es Mario Scheunemann aus Schrottteilen, die er in vielen europäischen Ländern aufspürte. Das zerschossene Wrack fand er in Deutschland, die Ketten in Frankreich und die Laufrollen in Polen. Das Geschützrohr fand der engagierte Bastler in Halbe, es diente dort als Wäscheständer.

Von H.-Dieter Kunze

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