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Gesucht: Männersachen

Helfer in der Kleiderkammer Gesucht: Männersachen

16 Freiwillige haben am Dienstagmorgen bei einem Großtransport für die Oranienburger Kleiderkammer aus Berlin mit angepackt. Ein 7,5-Tonner wurde am Morgen be- und bis 10.30 Uhr schon entladen. Jede Menge Nachschub, der dringend gebraucht wird.

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Im wahrsten Sinne des Wortes bergeweise sind gestern Spenden eingetroffen.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Der Hilferuf der Oranienburger Kleiderkammer in der MAZ traf auf offene Ohren: 16 Freiwillige packten am Dienstagmorgen in Berlin-Wedding bei Bayer mit an. Es ist eine lange Tradition: Zweimal im Jahr spenden die Mitarbeiter des Konzerns für die Oranienburger Kleiderkammer. Gestern wurde ein 7,5- Tonner voll. Und da waren helfende Hände dringend gefragt. Und die waren so flink, dass sich um 10.30 Uhr nach der Rückfahrt schon alles in den Räumen in der Albert-Buchmann-Straße türmte. „Nun haben wir wieder Arbeit für eine Vierteljahr. Mit Auspacken, sortieren, in die Regale legen und ausgeben“, sagt Birgit Schmeling.

Besonderer Bedarf besteht aktuell an Kindersachen und an Männerbekleidung: T-Shirts, Jeans, Jacken und Schuhe. Von S bis L“. Syrischen Männer seien nicht so groß. Auch Geschirr und Haushaltsgeräte wie Toaster und Kaffeemaschinen würden benötigt, auch Pfannen und Töpfe im „Familienformat“. Die ersten Flüchtlingsfamilien richteten sich ein. Auch für Schulmaterial und Ranzen besteht Bedarf.

Dabei ist jede Spende willkommen. „ Weggeworfen wird bei uns gar nichts“, stellt Birgit Schmeling klar. Die Kleiderkammer gibt donnerstags aus. Alles sorgfältig sortiert, wie in einem Warenhaus. Spenden gehen aber auch ans Frauenhaus Oberhavel, Schlafsäcke einmal im Jahr an die Obdachlosenhilfe am Bahnhof Zoo, jährlich fährt ein Transport zu Hilfsbedürftigen in die Ukraine, Decken bekommt das Tierheim in Tornow und was gar nicht geht, holt einmal die Woche das DRK. Diese Bekleidung wird geschreddert und zu Putzlappen verarbeitet – bis zu zehn Säcke wöchentlich aus Oranienburg.

Rund 80 Prozent der Kleiderspenden seien gewaschen und in einem Zustand, in dem sie mit gutem Gewissen angeboten werden können. Das wünschen sich die Helfer allerdings auch für den Rest: Es komme schon mal was Verschimmeltes aus einer Garage, das auch noch nach Diesel riecht.

Neben den Bekleidungsstücken für Männer sind Kindersachen immer gefragt. Im Transporter befanden sich auch Spielsachen, Fahrräder und ein Skateboard. Das alles wird schnell Abnehmer finden.

Jörn Weimer vom Christlichen Jugendzentrum bedankt sich bei allen, die sich so ganz unkompliziert für die Hilfsaktion gemeldet hatten und gestern Morgen drei Stunden mit angepackt haben. Und Marika Hirsch aus Oranienburg entschied sich zudem, donnerstags bei der Ausgabe jetzt mit zu helfen. Dann steht um 10 Uhr zumeist schon eine lange Menschenschlange vor der Tür.

Auch sind die Räume inzwischen zu klein, aber es muss derweil noch reichen. „Aber Ehrenamtliche, die mitsortieren, sind stets gern willkommen“, so Vereinschefin Angelika Voigt. Ebenso würde sich Jörn Weimer über Leute freuen, die russisch, arabisch oder Farsi sprechen. „Wir müssen manchmal die Regeln rüberbringen und wollen natürlich allen würdig begegnen. Dafür könnten wir Dolmetscher gebrauchen.“ Nicht zuletzt werden Plastik-Tragetaschen gebraucht, damit die Hilfsgüter nach Hause gebracht werden können. Auch sie können Second Hand sein.

Von Heike Bergt

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