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Havelland Gemeinde feiert 10 Jahre Kirchenneubau
Lokales Havelland Gemeinde feiert 10 Jahre Kirchenneubau
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10:46 06.04.2018
Vor zehn Jahren wurde die neue Heilig-Geist-Kirche eingeweiht. Das soll jetzt gefeiert werden. Quelle: Konrad Radon
Falkensee

 In einer Prozession waren vor zehn Jahren Kreuz, Altarbibel, Altarleuchter, Taufschale und Abendmahlskelch von der alten in die neue Kirche getragen worden. Die Falkenseer Kirchengemeinde Heilig Geist bezog damals ihr neues Gemeindezentrum, ihren neuen Kirchenbau. Das soll nun am Wochenende mit einem Fest erneut gefeiert werden.

Schlichter Bau mit anregender Raumwirkung

Mit etwa 2300 Mitgliedern ist Heilig Geist die größte Kirchengemeinde der Stadt Falkensee. Die 1951 eingerichtete Notkirche aus alten Barackenteilen war längst zu klein geworden, mühsam rang die Kirchengemeinde den zuständigen kirchlichen Behörden die Genehmigung zu einem Neubau ab. Pfarrer Wolfram Fromke gehörte damals zu denen, die nicht aufgaben. Architekt Hans Albershagen gelang es, dem schlichten Betonbau eine anregende Raumwirkung zu geben – mit schrägen Wänden, hohen Fenstern und beweglichen Wänden. Mehr als 80 000 Euro hatte der Kirchbauverein gesammelt und bei einer Gesamtbausumme von 450 000 Euro beigesteuert.

Ein Ort des Zusammenwachsens

Der neue Innenraum bot mehr als 300 Menschen Platz, am Tag der Einweihung vor zehn Jahren war Steffen Schumann noch nicht dabei. Er kam vor knapp fünf Jahren nach Falkensee und übernahm die Pfarrstelle. Er hat seitdem die Gemeinde als eine erlebt, die wächst und zusammenwächst. Alt- und Neu-Falkenseer kommen zusammen, auch drei Senioreneinrichtungen im Stadtteil Falkenhöh werden von der Heilig-Geist-Gemeinde betreut.

Ein Haus für alle

„Hier wohnen viele Leute“, sagt Steffen Schumann, mit „hier“ meint er gewissermaßen „hinterm See, kurz vor dem Wald“. An der Falkenseer Stadtgrenze gibt es keine Einkaufsmöglichkeit oder öffentliche Einrichtung, gerade mal eine Kita und eben die Kirche sind in dem Wohngebiet zu finden. Und so ist die Kirche mehr als ein sakraler Bau, das Gebäude hat mehrere Funktionen. „Im Ansatz verstehen wir uns als Haus für alle“, sagt der Pfarrer. Ob christlich oder nichtchristlich – hier können viele Menschen zusammenkommen.

Der neue Betonbau wurde von den vielen Besuchern mit Leben erfüllt. Und mit vielen soll das am Wochenende gefeiert werden. Der Festgottesdienst am Sonntag und das anschließende Kirchencafé gehören dazu.

The Singers und Harmonics

Bereits am Samstagabend ist das Falkenseer Gospelquintett The Singers zu hören. Antje Knobl gehört dazu – zu den Singers und zur Heilig-Geist-Gemeinde. Die Falkenseerin ist in Falkenhöh aufgewachsen, ist in der Heilig-Geist-Kirche getauft und konfirmiert worden. Da bestehen enge familiäre und musikalische Bindungen zur Kirche.

Singen, beten, feiern

Festkonzert 7. April um 18 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche, Brahmsallee/Ecke Webernallee: The Singers und Harmonics mit Gospel und anderen Songs

Festgottesdienst am 8. April ab 10.30 Uhr zum 10. Geburtstag der neuen Heilig-Geist-Kirche

Kultur und Heilig Geist mit weiteren Veranstaltungen: 21. April Konzert des Kammerchores Falkensee,

22. April Konzert der Musikschüler von Frau Weuda, 12. Mai Barockmusik und 15. September Gitarrenherbst

„Mein Vater hat das Anliegen des Kirchenneubaus unterstützt und über seine Kontakte zur Komischen Oper Sänger und Musiker hierher geholt“, erzählt sie. Und auch „The Singers“ sind hier schon mehrmals zu Benefizkonzerten aufgetreten. Am Sonnabend werden die Sänger unterstützt vom musikalischen Nachwuchs, dem Vocalensemble Harmonics.

Die Sache mit den Benefizkonzerten war nach dem Abschluss der Bauarbeiten nicht zu Ende. Auch der Kirchbauverein hat seine Arbeit nicht eingestellt. Jahrelang hatte Wolfgang Levin den Verein mit Beharrlichkeit, Freundlichkeit und Fantasie geleitet. Jetzt führt Ditmar Lümmen die Geschicke des Vereins mit seinen 90 Mitgliedern.

„Wir planen den nächsten Neubau“, sagt er, die Planungen für ein Kinder- und Jugendhaus nördlich der Kirche liegen vor. Wieder sollen auf vielfältige Weise Spendenmittel für das Projekt gesammelt werden. Er hofft dabei wieder auf das große Gemeinschaftsgefühl und die Freude darüber, etwas bewegt zu haben.

Von Marlies Schnaibel

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