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Havelland 10. Krimidinner im Saal des Kulturzentrums
Lokales Havelland 10. Krimidinner im Saal des Kulturzentrums
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19:10 09.10.2016
Turbulent wird’s wieder für Inspektor Hinkemüller (Stefan Schulz), hier mit Dörte Radicke als Schauspielerin Cornelia von Tulendorf. Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

Bei seinem zehnten Fall sieht sich Inspektor Hinkemüller einem ziemlich komplizierten Geschehen gegenüber. Den Mord im Jubiläums-Krimidinner „Verliebt. Verlobt. Vergiftet.“ kann Hinkemüller (Stefan Schulz) nur mit einer besonderen List lösen. Aber auch zum 10. Krimidinner des Theaters Lichtblick schafft es der Inspektor, den Schuldigen auf die Spur zu kommen. Denn jeder ist verdächtig, den Vater des Bräutigams auf dem Gewissen zu haben.

Und „keiner stirbt so schön“, wie Stefan Schulz meinte, wie Michael Schleue. „Das ist meine dritte Krimidinner-Rolle und ich bin zum dritten Mal die Leiche“, so der Schauspieler. Im Jubiläum-Dinner stirbt plötzlich und unerwartet der Vater des Bräutigams. Aber die Standesbeamte Katharina Dannenberg (Franka Gutmacher) kann das Brautpaar Sandy Ahrendt (Franziska Rahn) und und Kevin-Justin Schwenkoff (Martin Rißmann) ohnehin nicht trauen. Die feierliche Zeremonie wird durch die Soap-Schauspielerin Cornelia von Tulendorf (Dörte Radicke) jäh unterbrochen. Ein Desaster für die Wedding-Planerin Mareike Einstein (Julia Strehmel). So nehmen die vielschichtigen Verwicklungen ihren Lauf...

Stefan Schulz hat die erste Doppelrolle seiner Krimidinner-Karriere

Natürlich hat das Ensemble-Mitglied mit der „einprägenden Stimme“, wie Stefan Schulz liebevoll meinte, Nanett Strehmel, als Brautschwester eine Glanzrolle. Als Wahrsagerin hatte sie Komplikationen bei der Hochzeit angekündigt. Die Braut Franziska Rahn tritt in ihrem persönlichen Brautkleid auf. Sie heiratete nämlich vor wenigen Wochen auch im wahren Leben. Das aber mit eindeutig weniger Komplikationen und ohne Leiche. Stefan Schulz hat in dem Stück „Verliebt. Verlobt. Vergiftet.“ die erste Doppelrolle seiner Krimidinner-Karriere.

Das Opfer ist diesmal der Vater des Bräutigams (Michael Schleue). Quelle: Uwe Hoffmann

Zum Dreigängemenü servierte das „Harlekin“-Team des Kulturzentrums passender Weise Hochzeitssuppe im ersten Gang. Das Publikum wurde natürlich auch beim 10. Krimidinner wieder in das Spiel mit einbezogen. Diese Szenen erheitern das Publikum stets besonders. Dabei improvisieren die Schauspieler jedes Mal. Dafür gibt es reichlich Szenenapplaus. Das Theater Lichtblick führte mit „Tod der Opernsängerin“ 2007 sein erstes Krimidinner auf. Begonnen wurde im „Harlekin“-Restaurant des Kulturzentrums. Aber schon bald musste man aus Kapazitätsgründen in den größeren Blauen Saal umziehen.

Alle vier Aufführungen von „Verliebt. Verlobt. Vergiftet.“ ausverkauft

Der neue Fall des Inspektors Hinkemüller hat mit jeweils zwei Aufführungen im Oktober Premiere und wird an zwei Tagen im Februar erneut aufgeführt. „Es ist immer etwas anstrengend. Die Proben zum Krimidinner überschneiden sich immer mit denen zum Weihnachtsmärchen“, sagt Stefan Schulz. Der Lichtblick-Leiter schreibt die Fälle seines Inspektors Hinkemüller und führt Regie. „Angefangen hat Hinkemüller nicht in Polizeiuniform, sondern im Trenchcoat“, so Schulz.

Das elfköpfige Krimidinner-Ensemble schaffte es, die 120 Gäste im Blauen Saal auch zum 10. Krimidinner vorzüglich zu unterhalten. Beide Vorstellungen, am Freitag und Samstag waren, ebenso wie die Termine am 17./18. Februar 2017 ausverkauft. Der Kartenverkauf für das Weihnachtsmärchen hat schon begonnen. Das Theater Lichtblick zeigt am 11. Dezember, 15 Uhr, und am 12. Dezember um 9 und 11 Uhr „Aladin und die Wunderlampe“.

Von Uwe Hoffmann

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