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Entspannte Feier auf der Streuobstwiese

100 Besucher beim Milower Obstblütenfest Entspannte Feier auf der Streuobstwiese

Das Milower Obstblütenfest hat schon eine gewisse Tradition. Zum bereits siebten Mal trafen sich am Samstag rund 100 Besucher unter blühenden Apfel- und Birnbäumen, um bei sonnigem Wetter Kaffee, Kuchen und selbst gekelterte Säfte zu genießen.

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Unter blühenden Apfel- und Birnbäumen ließen die Besucher es sich gut gehen

Milow. „Besucher und Touristen kaufen in unserem kleinen Shop im NaturparkZentrum gern regionale Produkte“, sagt Gabriele Matthies. „Dazu gehört auch der schonend gepresste Apfelsaft von den Bäumen unserer Streuobstwiese in Milow.“ Bereits zum siebten Mal luden der Regionalverband Westhavelland des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu), das NaturparkZentrum und die Naturwacht zur Baumblüte zum Obstblütenfest auf die Streuobstwiese auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Kelb ein. In diesem Jahr kamen wieder rund 100 Gäste, um Kaffee und Kuchen unter den blühenden Apfel- und Birnenbäumen zu genießen. Der Samstag war der erste warme sonnige Tag nach mehreren kühlen, windigen Apriltagen, zuletzt auch mit Graupel. In der zweiten und dritten Septemberwoche werden die Früchte geerntet und teilweise sortenrein als naturtrüber Saft angeboten. Zu den im NaturparkZentrum angebotenen regionalen Produkten gehört auch Honig aus dem Naturpark Westhavelland. Im letzten Jahr hatte Hobbyimker Karsten Batsch drei seiner Bienenvölker auf der Wiese im Einsatz. „Der Aufwand für den Imker aus Kützkow war immer recht groß“, sagt René Riep, Geschäftsführer des Nabu-Regionalverbandes, der die Wiese gepachtet hat. „Seit 14 Tagen haben wir drei neue Bienenvölker des Jungimkers Jörg Wittstock aus dem Milower Gemeindeteil Wilhelmienthal auf der Wiese.“ So können die rund 150.000 Bienen fleißig Nektar sammeln, damit im Herbst wieder eigener Streuobstwiesenhonig angeboten werden kann. Seit wenigen Tagen gibt es eine weitere Neuerung auf der Wiese. Drei Zebu-Rinder werden als natürliche Rasenmäher eingesetzt. Bereits in früheren Jahren waren Zebus, aber lediglich zum Obstblütenfest, auf der Wiese. „Wir haben die Tiere von Hartmut Deichsel aus Steckelsdorf“, so René Riep. „Wir wollen die drei Zebus kaufen, um sie hier ständig einzusetzen, um das Gras niedrig zu halten. Drei weitere Tiere stehen auf der Streuobstwiese in Rathenow-West.“

Schon zum Obstblütenfest fragten einzelne Besucher um Rat und Hilfe bei der Bestimmung alter Apfelbäume, die noch in einigen Gärten stehen. Pomologin Urte Delft aus Kyritz wird auch zum Apfeltag auf der Streuobstwiese am 24. September wieder alte Apfelsorten bestimmen. „Wichtig für die Bestimmung ist, dass noch der Stiel und möglichst ein, zwei Blätter am Apfel sind“, antwortete René Riep dem Besucher, der einen zirka 100 Jahre alten Apfelbaum in seinem Garten hat.

Für die kleinen Gäste gab es lehrreiche Spiele, die Naturschutzjugend-Mitglied Sandra Rothe betreute. Sie konnten unter anderem Tierstimmen und Gerüche der Natur erraten.

Von Uwe Hoffmann

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