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100 Bilder zur 800-Jahr-Feier Rathenows

Stadtjubiläum 100 Bilder zur 800-Jahr-Feier Rathenows

Der Karl-Mertens-Kunstverein hat am Donnerstagabend im Kulturzentrum seine Ausstellung „Rathenow gestern und heute – Eine Zeitreise in Bildern“ eröffnet. 30 Vereinsmitglieder haben in den letzten drei Jahren rund 60 Bilder mit historischen Stadtansichten gemalt. Das ist ihr Beitrag zur 800-Jahr-Feier der Stadt.

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Mitglieder des Karl-Mertens-Kunstvereins, die Bilder für die Ausstellung „Rathenow gestern und heute“ gemalt haben.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Ein ganz besonderes Geschenk macht der Karl-Mertens-Kunstverein der Stadt Rathenow zur 800-Jahr-Feier. Er nimmt alle Interessierten mit auf einen Kunstspaziergang durch die Geschichte der Stadt. Am Donnerstagabend ist im Kulturzentrum die Ausstellung „Rathenow gestern und heute – Eine Zeitreise in Bildern“ eröffnet worden. Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) gab sich begeistert. Mit 100 Bildern zeige der Karl-Mertens-Kunstverein „unsere schöne Stadt“, lobte er, viele Motive seien sehr eindrucksvoll festgehalten worden. Damit werde die Geschichte insbesondere für die jüngere Generation bewahrt. Er wünsche, dass recht viele Bürger den Weg in die Ausstellung finden und sie genießen.

Mit rund 60 meist farblich kräftigen und historisch genauen Bildern zeigt der Verein im Erdgeschoss des Kulturzentrums die unterschiedlichsten Stadtansichten aus verschiedenen Epochen der Stadt. Weitaus am meisten dargestellt ist die Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Die Gestalter haben alle Bilder mit diesem Motiv nebeneinander platziert, was eine Art Gesamtschau erlaubt. Auch sonst richtet sich die Hängung meist nach räumlicher Nähe der abgebildeten Orte. Nicht selten zeigen die Künstler Ansichten, die es heute nicht mehr gibt. Das Altstädtische Rathaus ist zu sehen, der Postplatz (heute August-Bebel-Platz) noch mit dem Denkmal Heinrich von Rosenbergs, das einstige Rennrestaurant am Vogelgesang und sogar die Gaststätte Wilhelmshöhe feiert ein Wiedersehen. Im 1. Obergeschoss präsentieren die Vereinsmitglieder weitere Arbeiten, die keine Stadtansichten zeigen.

 Die Bilder fanden viele interessierte Betrachter

Die Bilder fanden viele interessierte Betrachter.

Quelle: Bernd Geske

„Sie glauben gar nicht, wie viele Bilder in das Kulturzentrum passen!“, rief die Vereinsvorsitzende Anette Mertens aus und merkte an: Die Ausstellung habe wirklich viel Arbeit gemacht. Es sei die bislang größte Präsentation des Karl-Mertens-Kunstvereins, teilte sie mit. Ausdruck einer Annäherung an die Stadt und einer Identifikation. Vielfältige Themen und Techniken seien in der Ausstellung zu finden. Erfasst werde ein Zeitraum vom Mittelalter bis zur Handy-Ära. „Wussten Sie schon, wo der Seitenbeutel war?“, mit dieser Frage deutete Anette Mertens an, was für jüngere Leute vielleicht schwierig werden kann: Ein Rundgang, der neben dem künstlerischen Wert auch die historische Dimension erschließt, wird nur gelingen mit einer kundigen Person, die entsprechende Erklärungen geben kann.

Sylvia Wetzel vom Kulturzentrum erinnerte daran, dass der stellvertretende Vereinsvorsitzende Detlef Frenkel dem Haus bereits 2013 den Vorschlag machte, zur 800-Jahr-Feier eine Ausstellung „Rathenow gestern und heute“ zu zeigen. „Mich begeistert, dass so viele Menschen über einen so langen Zeitraum diesen Gedanken verfolgt haben“, sagte sie, dadurch sei das alte Rathenow nun wieder lebendig geworden. Bereits vor über drei Jahren hatten sich die Mitglieder des Kunstvereins im Stadtarchiv historische Ansichten beschafft, Postkarten gesichtet und alte Fotos zu Rate gezogen. Sie hatten das erklärte Ziel, die Stadt so zu zeigen, wie sie einmal ausgesehen hat. Aber die einzelnen Malerinnen und Maler sollten schon ein wenig Raum zur künstlerischen Gestaltung haben.

Zu sehen bis zum 11. September

Die Ausstellung „Rathenow gestern und heute – Eine Zeitreise in Bildern“ ist ein Beitrag des Karl-Mertens-Kunstvereins zur 800-Jahr-Feier der Stadt.

Gezeigt wird sie im Kulturzentrum bis zum 11. September.

Geöffnet ist das Haus von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 11 bis 17 Uhr. Nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Seinen Namen hat der Verein nach dem Rathenower Bildhauer Karl Mertens (1903 – 1988), der auch Ehrenbürger der Stadt geworden ist.

Gegründet wurde er am 17. März 2007.

Bis zum 11. September wird die Ausstellung im Kulturzentrum zu sehen sein. Wer die Gelegenheit jetzt nicht nutzt, wird sie nie wieder bekommen. Fast alle Rathenow-Bilder der Ausstellung können gekauft werden, und es besteht kein Zweifel, dass sich reichlich Interessenten finden. Immerhin: Sylvia Wetzel hat mitgeteilt, dass der seit 2009 vom Kulturzentrum heraus gegebene Rathenow-Kalender mit historischen Ansichten der Stadt für 2017 mit Werken der „Gestern und heute“-Ausstellung gestaltet wird. Schon im Oktober wird er erscheinen – die Auflage ist aber eng limitiert.

Von Bernd Geske

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