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Havelland 100 Gäste feiern das Obstblütenfest
Lokales Havelland 100 Gäste feiern das Obstblütenfest
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10:38 03.05.2017
Günther Schock mit Mara (12), Johanna (9) und Paul (9) Graën (von links) aus Berlin am Kräuterhochbeet   Quelle: Uwe Hoffmann
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Milow

 Am Samstag wurde das mittlerweile 138. Baumblütenfest in Werder/Havel eröffnet. Bis zum 7. Mai werden zum wohl größten Volksfest Ostdeutschlands wieder etwa 500 000 Besucher erwartet. Aber auch in diesem Jahr entschieden sich rund 100 Westhavelländer am Samstag wieder für das Obstblütenfest in Milow. Zum 8. Mal lud der Regionalverband Westhavelland des Naturschutzbundes Deutschland gemeinsam mit der Naturwacht auf die Streuobstwiese der ehemaligen Gärtnerei Kelb ein.

Die späten Apfelsorten blühen gerade auf

Die Birnenbäume stehen dort derzeit in voller Blüte. Die späten Apfelsorten blühen gerade auf. Zum Kaffeetrinken am Nachmittag kamen aber nicht nur Westhavelländer. „Ich war vor drei, vier Jahren hier“, erzählte Günther Schock. „Jetzt wollte ich wissen, wie sich alles entwickelt hat.“ Der Berliner hat in Milow ein Ferienhaus und kam mit den drei Kindern eines Freundes auf die Streuobstwiese. „Im Garten zu Hause will ich selbst so ein Hochbeet für Kräuter wie hier anlegen, aber ich komme nicht dazu“, so Günther Schock weiter. „Wir haben gemeinsam in unserem Garten 20 Obstbäume gepflanzt“, erzählte die zwölfjährige Mara Graën, das älteste der drei Kinder. „Unser Vater hätte gern eine eigene Streuobstwiese.“

Den Garten mit Zierpflanzen, Gemüse und Obst pflegten bis vor drei Jahren Mitarbeiter des Instituts für Kommunikation und Wirtschaftsbildung. Seitdem kümmert sich Naturpark-Rangerin Heike Rothe mit ihrer Arbeitsgemeinschaft der Inge-Sielmann-Grundschule um die aufwendige Pflege. Jeder der acht jungen Naturforscher hat ein kleines eigenes Beet im Garten für sich angelegt. Für die Kinder, wie Mara und ihre Geschwister Johanna und Paul aus Berlin, waren auch die Entdecker-Spiele der Naturwacht, wie die „Duftorgel“ und das Erraten von Tierstimmen interessant. Bereits seit 14 Tagen sind die Zebus aus ihrem Semliner Winterquartier zurück und werden wieder als natürliche Rasenmäher eingesetzt. Das „Buckelrind“ ist eine Unterart des Auerochsen und wurde auf dem indischen Subkontinent als Hausrind domestiziert. Im letzten Jahr war die Kuh Elisabeth trächtig. Jetzt ist das fast einjährige Kalb mit auf der Wiese.

17-jähriger FÖJ-ler aus Vieritz hat einen Zaun für die Zebus gebaut

„Die halten sogar die wilden Brombeertriebe kurz“, sagt Lucas Wustrau. Der 17-jährige Vieritzer hat den Zaun für die Zebus errichtet. Im September hat er nach dem Abschluss der 10. Klasse an der Oberschule Premnitz sein Freiwilliges Ökologisches Jahr im NaturparkZentrum begonnen. Nach dem FÖJ will er eine Ausbildung beim Wasserschifffahrtsamt beginnen. Auch die Landwirtschaft interessiert ihn. Seine Familie züchtet Wollschweine. „Das Fleisch der Tiere wird für den Eigenverbrauch verarbeitet“, so Lucas. Für eigenen Verbrauch und im Nebenerwerb baut die Familie Futter-Getreide an.

Zum 8. Obstblütenfest verkaufte Gabriele Matthies an ihrem Stand unter anderem den Apfelsaft in seinen Varianten mit anderen Säften. Sie beantwortete die Fragen der Gäste und informierte auch zur diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“. Am 12. bis 14. Mai werden die Bürger wieder aufgerufen, innerhalb einer Stunde die höchste Zahl jeder Vogelart, die sie im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachten konnten, zu notieren und zu melden. Weitere Informationen unter www.stunde-der-gartenvoegel.de.

Von Uwe Hoffmann

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