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Havelland 100 Jahre Gymnasium: Abiturienten trafen sich
Lokales Havelland 100 Jahre Gymnasium: Abiturienten trafen sich
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10:42 19.06.2017
Die einstigen Abiturienten hatten sich am Sonnabend viel zu erzählen. Quelle: Norbert Faltin
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Nauen/Paaren im Glien

Erste Liebe, liebe und böse Lehrer, politische Umbrüche – was hat das ehrwürdige Nauener Goethe-Gymnasium in seiner hundertjährigen Geschichte nicht schon alles erlebt. Einen weiteren, aber auch den letzten Höhepunkt der 100-Jahr-Feierlichkeiten bildete das große Ehemaligentreffen, zu dem sich ganze Generationen im MAFZ-Erlebnispark trafen.

Der jüngste Abi-Jahrgang verließ 2014 die Penne, der älteste Jahrgang – der 1953er – wurde von Otto Schmidt alleine vertreten. Der 81-Jährige war extra aus Düsseldorf angereist, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 im Regierungspräsidium arbeitete. Der fröhliche Senior war zugleich der älteste Teilnehmer des Abends. Ein bisschen traurig war er dennoch – musste er doch ganz ohne seine Jahrgangsgenossen feiern. Den Grund konnte Otto Schmidt aber erahnen: „Im September machen wir ein Klassentreffen in Wittenberge an der Elbe – da kommen die bestimmt alle hin“, ist er sich sicher. „Im Jahr 1953 ist ja auch sonst einiges in der Welt passiert, aber davon hat man hier in Nauen nicht allzu viel mitbekommen“, schmunzelt er.

Wolfram Risse (Abi 1991) aus Falkensee nutzte wie viele andere Ehemalige bereits die Mittagsstunden, um der Schule einen Besuch abzustatten. Vieles hat sich verändert. Am Eingang des Schulhofs erzählt Risse: „Ich habe die Wende während meiner Abi-Zeit erlebt. Die Zeit des politischen Umbruchs war schon sehr spannend. Den Anbau gab es damals noch nicht, ebenso wenig die Mensa – und die unschönen Toiletten sind zum Glück verschwunden“, schmunzelt er. Damals hieß die Schule noch EOS „Georgi Dimitrov“ und in Vor-DDR-Zeiten war es das Realgymnasium. „Früher gab es ja auch noch die sogenannte Delegierung, die vorsah, dass nur drei oder vier Schülerinnen oder Schüler zum Abitur zugelassen wurden“, sagte er. Heute sei das Abitur eher inflationär.

Die Freundinnen Franziska Löffler und Manuela Hoffmann (Abi 2004) waren voller Lob ob der vielen Neurungen, mit denen das Gymnasium inzwischen aufwartet: „Das ist alles sehr schön geworden – größer und vor allen heller als damals, prima!“, stelle Franziska Löffler fest.

Schulleiter Wieland Breuer empfing derweil zusammen mit fast allen Lehrern im Gymnasium diejenigen Gäste, die sich von den vielen Neurungen ein eigenes Bild verschaffen wollten. „Der heutige Tag ist ein Highlight, auf das die Schule zu Recht stolz sein kann“ und er verwies auf die Festschrift, an der über hundert Schüler liebevoll mitgewirkt hätten.

Am frühen Abend startete dann die Feier in der Brandenburg-Halle des Erlebnisparks. Angesichts traumhaften Sommerwetters begaben sich die Wiedergefunden jedoch schnell nach draußen, um dort bei Wein oder Bier in Erinnerungen zu schwelgen. Für die gute Organisation, dankte der Leiter des Orga-Teams Udo Folgart. Wären alle 10 000 Ehemaligen erschienen, hätte es wohl noch längere Schlangen an den „Tankstellen“ gegeben, deren Anzahl überschaubar war. Für den reibungslosen Ablauf beim Einlass und bei der Tischzuordnung sorgte eine 25-köpfige Schülergruppe des Gymnasiums.

Winfried Gora, der als ehemaliger Lehrer und jetziger Ruheständler den Förderverein des Gymnasiums anführt, gehört zum achtköpfigen Organisationsteam, das sich seit August um die Vorbereitungen des Ehemaligentreffs gekümmert hat. Das Team stemmte vor zehn Jahren die 90-Jahr-Feier. „Bis gestern Abend hatten sich 1350 Ehemalige aus über 60 Jahrgängen angemeldet – die 1500er-Marke toppen wir bestimmt, erzählte Gora am Mittag in der Schule. Leichte Probleme gab es im Vorfeld dennoch. „70 Teilnehmer haben die Jahrgangsstufe nicht angegeben, wodurch sich bei der Tischzuordnung Schwierigkeiten ergaben“, berichtet er. Außerdem habe man mit rund 150 Teilnehmern gerechnet, die erst am Abend erscheinen würden. „Auf ein Programm haben wir bewusst verzichtet. Bei solch einem Wetter wird sich die Hälfte der Gäste drinnen, die andere Hälfte draußen verlustieren. Die Leute wollen sich ja wiedersehen und vor allem unterhalten“, betonte er. Die Grünefelder Band Sugar Beats sorgte im Abendverlauf dennoch für lautstarke Beschallung.

Von Norbert Faltin

Beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr in Nauen konnten die Besucher am Sonnabend auch spektakuläre Stunts erleben. Bei einer Vorführung wurde eine brennende Person gerettet, zudem stürzte Stuntman Tilo Hase aus großer Höhe auf ein „Kissen“ aus Kartons. Darüber hinaus gab es für die Besucher eine Menge Technik zu sehen.

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