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1000 Stimmen gegen Massentierhaltung

Volksbegehren erfolgreich 1000 Stimmen gegen Massentierhaltung

So viele Westhavelländer wie nur selten unterstützen das Volksbegehren gegen riesige Mastanlagen für Geflügel und Schweine in Brandenburg. Vor allem in den letzten Tagen vor dem Abstimmungsende am Donnerstag eilten noch zahlreiche Havelländer in die Rathäuser und Amtsstuben, um ihre Unterschrift abzugeben.

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Quelle: dpa

Westhavelland.  Seit Donnerstagnachmittag ist klar, der Landtag in Potsdam muss sich mit dem Thema Massentierhaltung beschäftigen. Rund 104 000 Märker unterschrieben das Volksbegehren gegen Massentierhaltung, davon kamen rund 1100 Stimmen aus dem Westhavelland. Allein der Kreisstadt beteiligten sich 648 Bürger, das sind rund drei Prozent aller Wahlberechtigten. „Für Rathenow ist das erstaunlich viel“, sagt Heidelinde Ahrensdorf, Leiterin des Sachgebiets Bürgerservice in der Stadtverwaltung Rathenow.

Sie und ihre Kollegen hatten in dieser Woche alle Hände voll zu tun, denn kurz vor dem Abstimmungsende am 14. Januar um 16 Uhr wollten zahlreiche Bürger noch unterschreiben. „Der Ansturm war zum Teil so groß, dass wir kaum hinterhergekommen sind“, berichtet Ahrensdorf. Auch im Amt Nennhausen interessierten sich viele für das Thema. „Sonst waren Volksbegehren bei uns kaum von Bedeutung. Dieses Mal war das aber anders“, sagt Wahlleiterin Heike Schmunk. 176 Unterschriften hat sie für das Amt Nennhausen registriert. Eine so große Beteiligung habe sie in 18 Jahren im Amt noch nicht erlebt. Wie sie sich das große Interesse erklärt? „Es geht dabei um Lebewesen und das Thema rückt immer mehr in den Fokus.“

Nächstes Volksbegehren läuft bereits

Im Amt Rhinow wurden 189 Unterschriften gezählt. „Das sind rund fünf Prozent aller Wahlberechtigten“, wie Wahlleiterin Silvia Dahms erklärt. Allein am letzten Tag kamen noch neun Bürger um zu unterschreiben, so viele wie sonst in einer ganzen Woche.

In der Gemeinde Milower Land kamen insgesamt 89 Stimmen für das Volksbegehren gegen Massentierhaltung zusammen. In allen Amtsstuben war vor allem am Anfang und am Ende der Abstimmungsphase ein großer Zulauf zu verzeichnen. „Und wenn in der Presse berichtet wurde, war ein deutlicher Schub zu spüren“, so Heike Schmunk. Insgesamt wurden für das Westhavelland 1102 Unterschriften registriert. Teilnehmen konnten alle Wahlberechtigten ab 16 Jahren.

Seit 7. Januar können Brandenburger außerdem „für größere Mindestabstände von Windrädern und gegen Windräder im Wald“ unterschreiben. In Rathenow haben das bereits 47 Bürger getan. Auch im Amt Rhinow und im Milower Land liegen bereits erste Unterschriften vor.

Von Christin Schmidt

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