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100 Radler bei der Tour der Sympathie

Für den guten Zweck in die Pedale getreten 100 Radler bei der Tour der Sympathie

Durch die grünen Felder des Havellands und entlang uralter Baumalleen führt die Tour de Sympathie von Nauen nach Spandau. Bei der diesjährigen 13. Auflage der Fahrradveranstaltung starteten 100 Radler zwischen sieben und 89 Jahren.

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Am Bahnhof Nauen brachen die Radfahrer zur Tour de Sympathie in Richtung Spandau auf.

Quelle: Wolfgang Balzer

Nauen/Spandau. Am Sonntagvormittag war der Nauener Bahnhofsvorplatz voller Fahrradfahrer. Sie bereiteten sich auf die bereits 13. Tour der Sympathie von Nauen nach Spandau vor, die offensichtlich nichts von ihrer Attraktivität verloren hat. „Mindestens zehn Mitglieder unserer Seniorensportgruppe vom TSV Falkensee haben an allen Touren teilgenommen. Es ist immer wieder ein sportliches Gemeinschaftserlebnis“, erzählte Kurt Krause vor dem Start.

Organisator Hartmut Siegelberg vom Förderverein des Nauener Lions-Clubs gab derweil noch einige organisatorische Hinweise und blättert dabei sicherheitshalber noch einmal in der immerhin zwölfseitigen Genehmigung des Landkreises für die Tour mit den entsprechenden Auflagen. Spandaus Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) scherzte über den Amtsschimmel. Da wusste er noch nicht, dass Siegelberg nächste Jahr zusätzlich für die Genehmigung auch noch alle Kreuzungen fotografieren soll.

Von alledem ahnte Henrik Kloppschech (7) aus Spandau nichts. Er nahm als Jüngster gemeinsam mit Mutter Nicole an der rund 40 Kilometer langen Tour teil. Knapp drei Stunden später am Ziel war er stolz, es geschafft zu haben, und freute sich über das Präsent für den jüngsten Teilnehmer, hochwertiges Zubehör für das Fahrrad.

Ulrich Bechplatt aus Wustermark gehört zu den Urvätern der Tour. 1988 stimmte er als damaliger Nauener Stadtverordneter für den Vertrag über die Städtepartnerschaft von Nauen und Spandau, in diesem Jahr nahm er nun bereits das neunte Mal aktiv an der Tour teil.

Zum Start um kurz nach 10 Uhr schwang sich auch Michael Junge mit seinem Nachwuchs Daniel (8), Elisabeth (11) und Johannes (13) auf das Rad. Für sie war die Tour de Sympathie eine Art Generalprobe für den Sommer. Dann wollen sie zusammen mit der Mutter vom westfälischen Münster aus über den Europaradweg R1 zwei Wochen lang die 700 Kilometer bis Falkensee radeln.

Helmut Kleebank freute sich über das große Starterfeld und die vielen sportlichen „Wiederholungstäter“, wie er sagte. „Für uns Spandauer ist die Partnerschaft mit Nauen eine besondere, die gepflegt werden muss. Sie ist auch das Vermächtnis des langjährigen Bürgermeisters Werner Salomon.“

Die Tour der Sympathie ist alles andere als ein Radrennen. In kleinen Gruppen, einzeln oder in Familie, wird gestartet und geradelt, kilometerlang ist das Fahrerfeld. Durch grüne Felder und durch uralte Baumalleen radeln sie von Nauen in Richtung Kienberg und weiter über Paaren im Glien zunächst nach Pausin, wo am Versorgungspunkt Bananen und Getränke gereicht werden. Die Ersten hatten nach rund zwei Stunden das Ziel in Spandau erreicht, die etwas Langsameren genossen die Tour eine Stunde länger. Medaillen für die Zeitschnellsten gibt es ohnehin nicht, aber eine Urkunde und jede Menge Präsente. Die Teilnahmegebühr kommt einem guten Zweck zugute; im vergangenen Jahr konnte mit diesen Startgeldern Kindern, denen finanziell mit ihren Eltern keine große Reise möglich war, mit dem Besuch im Potsdamer Kletterwald ein besonderes Erlebnis beschert werden. Die Verwendung in diesem Jahr ist noch nicht festgelegt.

Am Ziel war Hartmut Siegelberg sehr erfreut über die gelungene Tour. Sein Fazit: „Es war für alle, für die Havelländer ebenso wie für die Spandauer, wieder ein sportliches Gemeinschaftserlebnis.“ Er dankte dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) für die ehrenamtliche medizinische Begleitung. Glücklicherweise hatten die Sanitäter einen einsatzfreien Vormittag.

Von Wolfgang Balzer

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