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Havelland 1300 Asylbewerber bis Jahresende
Lokales Havelland 1300 Asylbewerber bis Jahresende
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02:16 03.08.2015
So ähnlich wird es bald in der Turnhalle des OSZ in Nauen aussehen. Quelle: dpa
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Havelland

1300 Flüchtlinge und Asylsuchende werden bis zum Ende des Jahres im Landkreis Havelland unterzubringen sein. Derzeit gibt es aber nur Platz in Heimen und Wohnungen für 900 Asylbewerber. „Es klafft eine Lücke von 400, die wir so schnell wie möglich schließen müssen“, sagte Kreisbaudezernent Jürgen Goulbier jetzt vor der Presse. Deshalb habe der Landkreis jetzt zusätzlich zur Turnhalle im Oberstufenzentrum Havelland am Standort Nauen eine zweite Notunterkunft für Flüchtlinge vorgesehen. Es betrifft die leer stehenden Gebäude der Firma Essilor im Rathenower Hasenweg. Laut Goulbier soll der Umbau in den kommenden Wochen erfolgen, ein entsprechender Vertrag sei mit dem Eigentümer der Liegenschaft geschlossen worden. Bereits am 1. September würden etwa 100 Flüchtlinge die umgebauten Räume im Rathenower Norden wie auch in die Turnhalle in Nauen beziehen. In beiden Fällen handele es sich um Übergangslösungen, die auf ein Jahr befristet seien. Die Unterbringung in Notunterkünften ist nötig, weil die laufenden Bauvorhaben im Kreis zur Unterbringung von Asylbewerbern nicht rechtzeitig fertig werden.

Im Moment gibt es im Landkreis sechs große Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber: zwei in Friesack, zwei in Rathenow, eine Premnitz und eine in Falkensee. Insgesamt finden dort 650 Menschen Platz. Hinzu kommen 250 Plätze in Wohnungen.

Weitere Unterkünfte entstehen in Nauen und in Falkensee. Dazu sollen Containerdörfer bis Jahresende n Dallgow-Döberitz im Artilleriepark (194 Plätze) und in Schönwalde-Glien (400) im Erlenbruch entstehen. „Für Schönwalde deutet sich in den nächsten 14 Tagen eine Lösung an, dass der Landkreis das Grundstück kostenfrei nutzen kann“, sagte Goulbier. In Dallgow sollen die Verträge zwischen Gemeinde und dem Landkreis jetzt zügig ausgehandelt werden.

Noch unklar ist der Standort des Asylbewerberheimes in Wustermark. Zwar hat der Landkreis vor wenigen Tagen die Gemeindevertreter über den Stand der Dinge informiert, allerdings in nicht öffentlicher Runde, weil es die Gemeinde Wustermark so wollte, so Goulbier. Vier mögliche Grundstücke sind im Rennen. Zwei gehören der Kirchengemeinde, darunter das bereits öffentlich diskutierte in der Bahnhofstraße. Das von den Gemeindevertretern vorgeschlagene Areal in der Potsdamer Straße in Wustermark werde bis Ende Oktober geprüft, habe aber wenig Chancen, so der Baudezernent.

Auch in Brieselang steht noch nicht fest, wo eine Flüchtlingsunterkunft entstehen wird. „Wir haben uns gemeinsam mit der Gemeinde einige Grundstücke angesehen. Die kommen alle nicht in Frage“, sagte Goulbier. Jetzt gebe es aber ein Angebot von einem Privaten, das in den nächsten Tagen geprüft werde. Bislang noch gar nicht in der Planung ist die Stadt/Ketzin Havel. Aber auch dort wird es früher oder später eine Unterkunft geben.

Landrat Burkhard Schröder (SPD) sprach sich unterdessen dafür aus, den von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) unterbreiteten Vorschlag zur Einführung von Sachgutscheinen statt Bargeld für Flüchtlinge aus der Balkanregion „wenigstens zu prüfen und gleich vom Tisch zu wischen“. Wenn 25 Prozent der Flüchtlinge aus wirtschaftlichen Gründen zu uns kommen, die keine Chance auf eine Bleiberecht haben, dann muss man den Anreiz für das Kommen reduzieren“, sagte Schröder.

Von Jens Wegener

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