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1400 unterschrieben gegen den Verkehrsplan

Rathenow 1400 unterschrieben gegen den Verkehrsplan

Fast 1400 Bürger haben die Rathenower Petition gegen den Landesnahverkehrsplan unterschrieben. Zentrale Forderung: Ein besserer Takt auf der RE 4, der wichtigsten Pendlerlinie des Westhavellandes. Die Petition mit den Unterschriften wurde dem Infrastrukturministerium am Dienstag zugesandt.

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Pendler am Bahnhof Rathenow.

Quelle: Kniebeler, Markus

Rathenow. 1385 Havelländer haben sich mit ihrer Unterschrift gegen den Entwurf des brandenburgischen Nahverkehrsplans gewandt. „Die Liste wurde am 4. Dezember an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung übermittelt“, teilte Daniel Golze, Fraktionschef der Rathenower Linken, am Dienstagmorgen mit.

Die von der Rathenower Stadtverordnetenversammlung verabschiedete Petition gegen den Verkehrsplan, an der sich die Bürger beteiligen konnten, war auf Initiative der Linken am 8. November verabschiedet worden. Seitdem hatten Havelländer die Möglichkeit, sich auf Unterschriftenlisten, die in Geschäften und Büros auslagen, einzutragen. Außerdem bestand die Möglichkeit, sich auf der Internetseite der Stadt Rathenow online registrieren zu lassen.

Der Unmut der Unterzeichner richtet sich gegen den Entwurf des Nahverkehrsplans, der im Oktober vom Infrastrukturministerium veröffentlich worden war. In dem Papier ist dargelegt, wie bis zum Jahr 2022 vor allem der Bahnverkehr im Land Brandenburg verbessert werden soll.

Den Rathenower Unmut ruft die Tatsache hervor, dass das Westhavelland in den Verkehrsplanungen überhaupt keine Rolle spielt. Während auf diversen Strecken die Taktzeiten der Züge erheblich verbessert werden sollen – auf der RE 1 zwischen Berlin und Magdeburg etwa sind drei statt zwei Züge pro Stunde vorgesehen – soll auf den für westhavelländische Pendler wichtigen Linien RE 4 (Stendal – Rathenow – Berlin) und RB 51 (Rathenow – Brandenburg) alles beim Alten bleiben.

In der Rathenower Petition werden mehrere Forderungen erhoben. Zum ersten soll der Takt auf der RE 4 zumindest in den Hauptverkehrszeiten verdichtet werden. Statt einem Zug sollen dann zwei Züge pro Stunde zwischen Rathenow und der Bundeshauptstadt verkehren. Auch die Städte Stendal und Potsdam sollen besser angebunden werden. Und schließlich steht die Forderung nach einem zusätzlichen Nachtzug von Berlin nach Rathenow auf der Wunschliste, um Nachtschwärmern die Möglichkeit zu geben, auch am frühen Morgen nach Hause zu kommen.

Weil der Andrang so groß war, ist die Frist für Stellungnahmen zum Entwurf des Landesnahverkehrsplans verlängert worden. Noch bis Freitag haben Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Verbände die Möglichkeit ihre Eingaben an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung zu schicken. Die E-Mail Adresse lautet: lnvp@mil.brandenburg.de.

Von Markus Kniebeler

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