Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland 15 Jahre Falkenseer Tafel
Lokales Havelland 15 Jahre Falkenseer Tafel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 30.09.2015
Regina Schulz, Ilona Helbig und Galina Sahno (v.l.) sortieren Obst und Gemüse. Quelle: Tanja M. Marotzke
Anzeige
Falkensee

Drei Mal in der Woche ist Essensausgabe in der Falkenseer Tafel. Bevor es losgehen kann, sortieren die ehrenamtlichen Helferinnen Regina Schulz, Ilona Helbig und Galina Sahno die Lebensmittel, die der Verein von Supermärkten in Falkensee und Spandau bekommt.

Im Monat kommen etwa 360 Haushalte in den Tafel-Laden in der Heinkelstraße und holen sich gegen einen symbolischen Betrag zusätzliche Lebensmittel, gespendete Kleidung oder Möbel. „Als wir vor 15 Jahren angefangen haben, kamen vor allem Familien mit kleinen Kindern. Das ist jetzt anders – deutlich mehr ältere Menschen nehmen unser Angebot wahr“, sagt Volker Mueller, der Vorsitzende des Humanistischen Freidenkerbunds Havelland, der die Tafel in der Gartenstadt seit dem Jahr 2000 betreibt. „Nachdem die Leute das erste Mal bei uns waren und die Schamgrenze einmal überwunden haben, kommen sie immer wieder. Sie fühlen sich wohl und nehmen die Hilfe gerne an.“ Die ehrenamtlichen Helfer tragen einen entscheidenden Teil dazu bei, denn nicht nur die körperliche Arbeit ist wichtig. Ein nettes Wort und ein offenes Ohr baut Barrieren ab. „Rund 15 Personen arbeiten regelmäßig ehrenamtlich bei uns. Unter ihnen sind auch viele Bedürftige, die dem Verein etwas zurückgeben wollen“, so Mueller. Hinzu kommen zwei finanzierte Stellen sowie zwei Bundesfreiwillige , die mit anpacken. „Trotzdem fehlt es immer an helfenden Händen – vor allem beim Lebensmitteltransport.“

Bereits 1993 betrieb der Freidenkerbund eine Suppenküche in den Falkenseer Räumlichkeiten der heutigen Tafel. „So kamen wir mit den Menschen in Kontakt und sahen den Bedarf “, so Mueller. Hinzu kam der ökologische Aspekt. „Die Idee überschüssige, jedoch noch verwertbare Lebensmittel zu sammeln und an Bedürftige abzugeben, war natürlich bestechend.“ In den ersten fünf Jahren nach der Eröffnung nahm die Anzahl der Menschen, die sich Hilfe holten, stark zu. „Es musste sich ja erst einmal herumsprechen. Seit zehn Jahren sind es mehr oder weniger die gleichen Leute, die regelmäßig einmal in der Woche kommen“, so Volker Mueller. Seit kurzem sind auch immer wieder Flüchtlinge unter ihnen. „Wir sammeln für alle bedürftigen Menschen und natürlich auch für diejenigen, die geflüchtet sind.“

Essen, wo es hingehört

Die Tafeln sammeln überschüssige Lebensmittel ein und verteilen sie an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen gegen einen symbolischen Betrag.

Es existieren über 900 Tafeln mit mehr als 3000 Ausgabestellen und rund 60  000 ehrenamtlichen Helfern bundesweit. Die Zahl der Tafeln und der versorgten Personen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.

Im Havelland gibt es Tafel-Läden in Nauen, Falkensee, Rathenow und Brandenburg an der Havel.

Anlässlich des diesjährigen bundesweiten Tafel-Tags lädt der Verein am Freitag ab 10 Uhr in die Räumlichkeiten in der Heinkelstraße ein. „Jeder ist willkommen, sich unsere Arbeit anzuschauen“, so Mueller. Neben Einblicken in die Kleiderkammer und die Essensausgabe sowie einem kleinen Markt im Innenhof ist das Highlight der Veranstaltung die Übergabe eines neuen Fahrzeugs für die Tafel-Arbeit, das komplett durch Spenden finanziert wurde.

Von Laura Sander

Havelland Falkenseer Großprojekt ist auf den Weg gebracht - Baugenehmigung für See-Carré

Mit 20 000 Quadratmetern Verkaufsfläche soll in Falkensee ein neues Einkaufszentrum entstehen. Für die Shoppingmeile See-Carré liegt nun nach einigen Monaten Verzögerung die Baugenehmigung vor, im Frühjahr 2016 sollen die Tiefbauarbeiten beginnen.

03.10.2015

Das mit dem Feiertag nehmen die Havelländer ganz offensichtlich wörtlich. Am kommenden Wochenende finden in der Region so viele Feste und Feierlichkeiten rund um den Tag der Deutschen Einheit statt, dass es schwer fällt den Überblick zu behalten. Die MAZ geleitet Sie sicher durch das Feiertagsprogramm.

03.10.2015
Havelland Asylbewerber wollen arbeiten - Flüchtlinge bitten Kreistag um Hilfe

Eine Gruppe von Asylbewerbern aus Kamerun hat den Kreistag auf seiner letzten Sitzung um Hilfe gebeten. Sie wollen arbeiten, möglichst eine Ausbildung machen und besser Deutsch lernen. Landrat Burkhard Schröder (SPD) hat zugesagt, dass es mit ihnen in diesem Jahr noch dazu eine Gesprächsrunde geben wird.

03.10.2015
Anzeige