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15 Millionen Euro für den ländlichen Raum

Ribbeck 15 Millionen Euro für den ländlichen Raum

Nicht im fernen Brüssel, sondern direkt vor der eigenen Haustür: Für die Entwicklung des ländlichen Raums im Havelland stehen für den Zeitraum 2014 bis 2020 rund 15 Millionen Euro zur Verfügung. Was mit dem Geld alles umgesetzt wird, hat Josephine Lenk vom Regionalmanagement Havelland jetzt in Ribbeck vorgestellt.

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Schönwalde-Glien hofft auf Mittel fürs Strandbad.

Quelle: Philip Häfner

Ribbeck. Es gibt ja immer mehr Menschen, die davon überzeugt sind, die EU kümmere sich nur um Gurkenverordnungen und anderen bürokratischen Unsinn. Da ist es manchmal ganz schön, wenn man sieht, dass die Union auch ein paar gute Sachen macht. Nicht im fernen Brüssel, sondern direkt vor der eigenen Haustür: Für die Entwicklung des ländlichen Raums im Havelland stehen für den Zeitraum 2014 bis 2020 rund 15 Millionen Euro zur Verfügung.

58 Projekte ausgewählt

Was mit dem Geld alles umgesetzt wird, hat Josephine Lenk vom Regionalmanagement Havelland am Mittwochabend in Ribbeck vorgestellt. Anlass war die Mitgliederversammlung des LAG Havellandes. „Bislang haben wir 58 Projekte ausgewählt, 4,5 Millionen Euro Fördermittel wurden bereits bewilligt“, sagte Lenk gegenüber der MAZ. Ein Projekt, das kurz vor dem Abschluss steht, ist die Dorfkirche Pessin. Dort wird nicht nur der marode Turm saniert. Es entstehen auch Sanitäranlagen und eine Aussichtsplattform im Turm.

Touristen, die auf dem Havelradweg durch Pessin fahren, haben so gleich mehrere gute Gründe, eine Pause im Dorf einzulegen. Gefördert werden können Vorhaben, die die ländliche Region wirtschaftlich oder sozial stabilisieren: So bekommt der Sportverein in Schönwalde einen neuen Kunstrasenplatz und Perwenitz durch den Umbau der Feuerwehr ein Dorfgemeinschaftshaus. In Schönwalde-Siedlung will die Gemeinde die ehemalige Gaststätte am Strandbad wieder herrichten und hofft auf die Bewilligung der Fördermittel.

Aktiv im Westhavelland

Auch im Westhavelland ist das Regionalmanagement aktiv Ein interessantes touristisches Projekt in Ferchesar ist gerade bewilligt worden: Eine große Garage, in der früher Trecker und andere landwirtschaftliche Maschinen untergestellt wurden, soll zum Café umgebaut werden, Außerdem sollen in dem großen Bau Seminarräume angeboten werden. Auch der Ausbau der Premnitzer Kita „Flax und Krümel“ wird mit Mitteln des Leader-Programms unterstützt. Genügend Kita-Plätze tragen sicherlich dazu bei, junge Familien im ländlichen Raum zu halten.

Bislang sind rund 8,5 Millionen Euro für Projekte verplant. 6,5 Millionen Euro sind noch im Topf. Die Chancen für eine Förderung sind also gar nicht so schlecht. Natürlich erst, nachdem das Konzept gründlich auf Stimmig- und Sinnigkeit abgeklopft worden ist und der Eigenanteil steht. „Wie helfen bei der Entwicklung des Konzepts und bei der Antragstellung“ sagt Lenk.

Weiteres zur Arbeit des Regionalmanagements im Netz unter www.lag-havelland.de.

Von Ralf Stork

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