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Havelland 150 Orangenbäume von Rathenow für Gambia
Lokales Havelland 150 Orangenbäume von Rathenow für Gambia
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10:24 16.12.2016
Stolz zeigen diese Jungs aus Kitty eine Orangenbaum, den sie Dank der Spenden der Rathenower pflanzen konnten. Quelle: Hand in Hand e.V.
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Rathenow

Fluchtursachen bekämpfen und Hilfe vor Ort leisten, diese Forderungen sind immer wieder zu hören. Die Mitglieder des Fördervereins Kita „Spatzennest“ in Göttlin haben sich überlegt, wie man diese Forderungen in die Tat umsetzen kann und eine besondere Spendenaktion ins Leben gerufen. Seit Anfang November boten sie den Rathenowern auf verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen die Möglichkeit, für acht Euro einen Orangenbaum für eine Familie in Gambia zu spenden.

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Hand in Hand“ aus Sachsen-Anhalt werden die Bäume vor Ort gekauft und in dem Dorf Kitty gepflanzt. Eine Idee, die in der havelländischen Kreisstadt sehr gut ankam. Mehr als 150 Bäume wurden seit Anfang November gespendet. Die ersten wurden bereits gepflanzt. Jedes der Bäumchen ist mit einem Namensschild versehen, das die Spender persönlich beschriften durften. Darüber freuen sich besonders die Spatzennest-Kinder. Sie haben fleißig „Sonnenkekse“ gebacken und verkauft, um Orangenbäume für ihre Freunde in Kitty zu spenden. Insgesamt 29 Stück, dazu Schilder mit ihrem Namen und einem kleinen Porträtfoto.

Die Vereine aus Göttlin und Bitterfeld arbeiten eng zusammen

Diese hängen nun an den Bäumen in Kitty, wie die Fotos beweisen, die Kerstin Gebhardt, Vereinsvorsitzenden von „Hand in Hand“, gerade geschickt hat. Kerstin Gebhardt hält die Göttliner regelmäßig auf dem Laufenden, schickt Bilder und Briefe per Facebook von ihren Besuchen in Kitty. So zeigt sie den Kita-Kindern nicht nur, wie die Menschen in Gambia leben. Sie können auch unmittelbar sehen, was aus ihrer Spende geworden ist und das erfüllt die Jungen und Mädchen mit Stolz.

Auch die Stadt Rathenow hat einen Orangenbaum für die Familien in Kitty gespendet. Quelle: Hand in Hand e.V.

Seit fast einem Jahr besteht ein enger Kontakt zwischen dem Förderverein der Kita und dem Verein aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt von dem auch die Kita-Kinder profitieren. Bei ihrem letzten Besuch Ende Oktober brachte Kerstin Gebhard unter anderem Erdnusspflanzen mit, ein Geschenk der Kinder aus Kitty. Zudem schickt Kerstin Gebhardt regelmäßig Fotos von ihren Besuchen in Kitty. Natürlich wurden auch längst viele halbe Sonnen für das Vorzeigeprojekt des Göttliner Fördervereins ausgetauscht.

Führungswechsel an der Vereinsspitze

Die Mitstreiter von „Hand in Hand“ sind seit 2014 aktiv und haben unter anderem gemeinsam mit den Menschen in Kitty einen Brunnen gebaut, Beete für jede Familie angelegt und ein Bewässerungssystem installiert. Die Dorfschule wurde zudem mit neuen Bänken ausgestattet und nun wurden die ersten Orangenbäume gepflanzt, für jede Familie ein Baum. Die Einnahmen aus der Ernte sollen zu einhundert Prozent reinvestiert werden, zum Beispiel für Reparaturen, ein Solarpanel oder die Anschaffung von Werkzeug.

Über die enge Zusammenarbeit und den regen Austausch mit Kerstin Gebhardt freut sich auch die neue Vereinsvorsitzende des Göttliner Fördervereins, Katja Dartsch. „Das Orangebaum-Projekt hat den Rathenowern nicht nur die Möglichkeit gegeben, selbst Hilfe vor Ort zu leisten. Es zeigt auch, das vieles möglich ist, wenn man es gemeinsam anpackt“, so Katja Dartsch. Seit Mitte November hat sie den Vereinsvorsitz von René Hill übernommen. Unterstützt wurde die Spendenaktion in Rathenow auch vom Aktionsbündnis „Unser Rathenow“ und der Partnerschaft für Demokratie Westhavelland und Nauen.

Zwei Mädchen aus Kitty präsentieren stolz ihre Erdnuss-Ernte. Viele Kinder in Gambia verkaufen die Nüsse, um so einen Teil zum Lebensunterhalt für die Familie beizutragen. Quelle: Hand in Hand e.V.

Von Christin Schmidt

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