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Havelland 18 000 Radfahrer kamen mit „Charlotte“
Lokales Havelland 18 000 Radfahrer kamen mit „Charlotte“
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07:35 16.02.2016
Radfahrer drängeln sich auf der Fähre „Charlotte“ Quelle: privat
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Ketzin/Havel

Etwa 18 000 Radfahrer benutzten im vergangenen Jahr die Ketziner Fähre „Charlotte“. Die meisten kamen vom Havelradweg auf der Schmergower Havelseite. Übersetzen nach Ketzin ließen sich außerdem knapp 15800 Fußgänger, etwa 23000 Pkw-Fahrer und 2000 Pferdewagen samt Zugtieren. „Charlotte beweist nachhaltig ihre Funktion als Tor zum Havelland und zur Stadt Ketzin/Havel“, sagt Bürgermeister Bernd Lück (FDP).

Nach einigen Jahren mit roten Zahlen spült die Ketziner Fähre mittlerweile Geld in Stadtkasse. Ein Vergleich: Die Einnahmen aus Fährentgelten betrugen 2011 noch rund 107 000 Euro (netto), im Vorjahr waren es knapp 170 000 Euro. Dagegen gerechnet werden müssen die Personalkosten für die drei Fährleute sowie diverse Reparatur- und Instandsetzungskosten, die von Jahr zu Jahr schwanken. 2017 steht wieder ein großer Tüv an. „Inklusive der internen Leistungsverrechnungen weist die Fähre für 2015 ein Ergebnis von 29 600 Euro aus, wobei die Abschreibungen nicht berücksichtigt sind“, sagt Michael Reppin von der Stadtverwaltung. Allein bei den Nutzungsentgelten steht ein Plus von 19300 Euro zu Buche. Das liegt allerdings auch an der Anhebung der Fahrpreise im Vergleich zu 2014. Mittlerweile ist die Fähre nicht nur logistischen Gründen nicht mehr wegzudenken. Mehr und mehr nutzen ortsansässige Firmen das Schiff, um Werbung für sich zu machen. Knapp 1600 Euro nahm die Stadt 2015 auf diese Weise ein. Tendenz steigend.

Ebenso erfreulich aus Sicht der Stadt ist die Nachfrage der Bootsliegeplätze am Stadtsteg an der Havelpromenade. Dort übernachteten im Vorjahr 2007 Wassertouristen in ihren Booten. Zehn Jahre zuvor waren es gerade mal 366. Das wirkt sich natürlich auf der Einnahmenseite aus. Rund 24 000 Euro flossen 2015 in die Kasse der Stadt, 2005 dagegen nur rund 2600. Inklusive der Tages-Wasserwanderer machten am Stadtsteg 2462 Boote fest. Es mache sich bezahlt, so Michael Reppin, dass die Kommune 2014 eine Frischwasserleitung sowie einen Stromanschluss ans Ufer gelegt hat. Das erhöhe die Attraktivität der Steganlage. Außerdem gibt es weniger Meter entfernt vom Wasser eine Touristinformation mit Toilette und Duschen. „Wir würden den Stadtsteg am liebsten verlängern, um mehr Liegeplätze anbieten zu können. Aber aus Naturschutzgründen und wegen der Nähe zur Anlegestelle der Fahrgastschifffahrt wird das schwierig“, so der Bürgermeister.

Obwohl das Ketziner Kultur- und Tourismuszentrum in der Rathausstraße 18 erneut mit der roten i-Marke der Deutschen Tourismusverbandes für guten Service ausgezeichnet wurde, spiegelt sich das bei den Besucherzahlen noch nicht wieder. Zwar gab es 2015 einen Zuwachs gegenüber 2014 um fast 50 Prozent. Aber die Gesamtzahl von 312 lässt noch Wünsche offen. Auch der Vergleich zu 2005: Damals zählte man 635 Gäste. Bei den Ausstellungen im Tourismuszentrum wird eine engere Zusammenarbeit mit dem Tremmener Dorfmuseum angestrebt, um sich nicht gegenseitig die Besucher wegzunehmen. Positives Echo erhielt die Stadt dafür, dass auf dem Besucherparkplatz in Paretz ein Schaukasten der Touristinformation aufgestellt wurde. Nur der für die Ortslage Paretz angefertigte Audio-Guide, der seit 2014 zur Verfügung steht, wird nicht angenommen. Es gab 2015 nur eine Ausleihe.

Von Jens Wegener

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