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Havelland 18-Jährige zeigt beeindruckende Werke
Lokales Havelland 18-Jährige zeigt beeindruckende Werke
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20:15 20.09.2016
Saskia Klee mit ihrem neusten Bild, das „Unter dem Regenbogen“ heißt. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Das Kulturzentrum in Rathenow gibt erstmals einer jungen Künstlerin im noch jugendlichen Alter von nur 18 Jahren die Gelegenheit, eine Auswahl ihrer Arbeiten in einer Einzelausstellung zu präsentieren. Unter dem Titel „Die Welt in meinen Augen“ zeigt Saskia Klee aus Bamme ab Mittwoch im 1. Obergeschoss des Hauses 63 Werke, die ihr ganzes Schaffen widerspiegeln. Immerhin malt sie schon seit zehn Jahren – also mehr als ihr halbes Leben.

Gegenständliche Bilder und abstrakte Werke

Saskia Klee, die in die 13. Klasse der Gesamtschule Bruno H. Bürgel geht, arbeitet mit sehr unterschiedlichen Techniken. Sie verwendet Gouachefarben, Acryl, Öl, Ölkreide, Pastellkreide, Rötelkreide, Kohlestifte, Wasserfarben und verschiedene Mischmethoden. Sie zeigt einerseits gegenständliche Bilder von Tieren, Pflanzen und Städten. Andererseits bringt sie abstrakte Werke, tupft Pünktchen-Bilder und stellt eine Halbplastik vor. Gegenwärtig greift sie bevorzugt zu grauer Acrylfarbe und gibt sich nachdenklich.

„Ich beneide sie um ihre Fähigkeiten“, schwärmt ihre Mutter Peggy Weniger. „Es ist faszinierend, was Saskia kann.“ Sie finde es sehr gut, dass es jetzt die Ausstellung im Kulturzentrum gibt. Ihre Tochter habe sich mit öffentlichen Präsentationen bisher zurückgehalten, teilt die Mutter mit. Sie zeige ihre Bilder bei passender Gelegenheit zwar durchaus gern, dann aber stelle sie am liebsten alles wieder weg, um es zu behalten.

Sylvia Wetzel, Kulturzentrum: „Ich war sofort begeistert“

Für die Ausstellung entdeckt und angeworben wurde Saskia Klee von Sylvia Wetzel vom Kulturzentrum. „Bei unserer letzten Weihnachtsausstellung hat Saskia ein paar Bilder gezeigt“, berichtet sie, „ich war sofort von ihren Arbeiten begeistert.“ Dass eine Schülerin aus Rathenow so etwas könne, sei toll. Und in ihrem Hause sei man sowieso der Meinung, dass gerade jungen Künstlern im Kulturzentrum öfter mal eine Bühne geboten werden sollte.

Als kleines Kind malte Saskia so, wie andere Mädchen und Jungs es meistens tun. Warum auch immer, ihre Großeltern Luise und Wolfgang Klee schenkten ihr, als sie gerade einmal acht Jahre war, ein einwöchiges Malcamp für Kinder in Gollwitz mit der Künstlerin Christine Klemke. Die entfachte in der kleinen Saskia plötzlich ein kreatives Feuer, das in ihr bis heute weiter brennt. Über all die Jahre ist Christine Klemke ihre Lehrerin geblieben. Zweimal im Jahr nimmt Saskia bei ihr an einem einwöchigen Workshop in Strodehne teil und einmal im Monat hat sie bei ihr in einem Kurs mit anderen einen schönen langen Malsamstag in Premnitz. Ihre Mutter berichtet von ihrem Hang zum Perfektionismus und großer Liebe zum kleinsten Detail.

Zu sehen bis 6. November

Die Ausstellung „Die Welt in meinen Augen“ ist im 1. Obergeschoss des Kulturzentrums zu sehen von Mittwoch, 21. September, bis Sonntag, 6. November.

Gezeigt werden 63 Bilder, eine Veranstaltung zur Eröffnung gibt es nicht.

Saskia Klee ist seit ihrem achten Lebensjahr eine Schülerin von Christine Klemke, der Tocher von Werner Klemke.

Kontakt zu Saskia Klee über das Kulturzentrum unter 03385/51 90 42.

„Das Malen spielt eine große Rolle für mich“, erklärt Saskia Klee, „es macht mir Spaß, ich mache es gern.“ Es sei eine Ehre und Herausforderung für sie, nun im Rathenower Kulturzentrum ausstellen zu dürfen. Wenn sie male, dann tue sie das eigentlich nur für sich. Für die Präsentation ausgewählt habe sie nun Werke, die sie selbst am besten finde und welche, die nach ihrem Empfinden anderen Menschen gut gefallen könnten. Bei solchen Dingen hat sie offenbar ein glückliches Händchen. Schon mehrfach hat sie für Verwandte und gute Bekannte nach deren Wünschen bestellte Bilder gemalt: mal Blumen fürs Wohnzimmer oder ein Früchte-Stillleben für die Küche, auch ein paar Porträts zum Verschenken.

Gegenwärtig arbeitet Saskia in einer Scheune gerade an ihrer größten Auftragsarbeit. Ein älterer Herr aus Ferchesar hat bei ihr ein drei mal 1,50 Meter großes Werk auf einer feste Holzplatte für draußen bestellt: die Kirche soll unbedingt drauf sein, ein Angler (wie er selbst) und der Ferchesarer See natürlich auch.

Von Bernd Geske

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