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Havelland 18-Jähriger beraubt 12-Jährige wegen Geldnot
Lokales Havelland 18-Jähriger beraubt 12-Jährige wegen Geldnot
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21:34 27.09.2016
Der 18-Jährige musste sich vor dem Jugendschöffengericht verantworten. Quelle: dpa
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Falkensee/Nauen

Weil er unter Vorhalten eines Messers einer 12-Jährigen auf einem Falkenseer Spielplatz das Handy raubte, musste sich der 18 Jahre alte Steven Jaschke (Name geändert) vor dem Nauener Amtsgericht verantworten. Aufgrund der Schwere des begangenen Verbrechens, seines Aggressionspotenzials und seiner Perspektivlosigkeit wurde der Falkenseer, der seit dem Vorfall im Juli in einer Justizvollzugsanstalt (JVA) sitzt, nach Jugendstrafrecht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt – er wurde nicht nur wegen des Raubs verurteilt sondern auch wegen Körperverletzung. Monate vor dem Raub hatte der 18-Jährige seine Mutter geschlagen.

Trotz ihrer Angst reagierte die überfallene 12-Jährige richtig

Dass er die Tat begangen hat, um Geld für Schulden aufzutreiben, bestritt der Angeklagte nicht. „Ich hatte an diesem Nachmittag bereits Amphetamin genommen und zwei bis drei Bier getrunken. Ich bin mit dem Vorsatz, Geld zu beschaffen, durch Falkensee gelaufen“, so der 18-Jährige, der zu diesem Zeitpunkt bei Bekannten untergekommen war, nachdem ihn seine Mutter wegen vielfacher Gewaltausbrüche und Partyexzesse aus ihrer Wohnung geworfen hatte. Als er den Spielplatz im Falkenseer Wachtelfeld passierte, bemerkte er die 12-jährige Janine Schmidt (Name geändert), die auf einem Vorsprung saß und Nachrichten in ihr Smartphone tippte. „Ich war eigentlich schon fast auf dem Weg nach Hause, als ich den jungen Mann bemerkte“, so die Schülerin mit zittriger Stimme. „Dann forderte er mich auf, ihm das Telefon zu geben. Als ich nicht reagierte, sah ich aus dem Augenwinkel eine Messerklinge aufblitzen und habe ihm das Handy natürlich sofort überlassen“, so Schmidt, die seit dem Vorfall das Haus ihrer Eltern nicht mehr alleine verlässt und psychologisch betreut wird. „Ich bin noch kurz sitzen geblieben, weil ich Angst hatte, dass er zurückkommt. Dann bin ich mit meinem Fahrrad nach Hause gefahren – meine Mutter hat sofort die Polizei verständigt.“ Die Beamten konnten Steven Jaschke noch in der Nähe des Tatortes stellen.

Im März drückte der 18-Jährige seine Mutter gegen ein Wand und boxte sie

„Ich weiß, dass mich Drogen und Alkohol zu einem aggressiven und bösen Menschen machen. Derzeit konsumiere ich keine Drogen und habe in der JVA eine Ausbildung zum Holzverarbeiter begonnen – ich kann mir auch vorstellen in dem Beruf zu arbeiten“, so der 18-Jährige, der im März dieses Jahres die Hand gegen seine eigene Mutter erhoben hat. „Er wollte einige Sachen aus seinem alten Zimmer holen, durfte jedoch nicht in die Wohnung. Im Treppenhaus rastete er dann aus, drückte mich gegen die Wand und boxte mich gegen die Schulter“, sagte Jaschkes Mutter aus. „Er war nie ein einfaches Kind, hatte kaum Freunde und Probleme mit Lehrern. Er hat viele Therapien gemacht“, so die Falkenseerin weiter. Nach dem Rauswurf aus der mütterlichen Wohnung habe er bei Freunden übernachtet und sei einige Zeit bei seinem alkoholkranken Vater untergekommen. Wohin er könnte, sollte er jetzt aus der Haft entlassen werden, weiß der 18-Jährige nicht. Die positive Prognose, die für eine Bewährungsstrafe erforderlich wäre, erfüllt er nicht.

Von Laura Sander

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