Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland 19 Firmen auf Berufemarkt an der Oberschule
Lokales Havelland 19 Firmen auf Berufemarkt an der Oberschule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:22 24.11.2017
Dicht gedrängt standen die Schüler an den Ständen, um sich ihre Informationen einzuholen. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Solch ein Gewimmel sieht man gern. In zwei großen Wellen sind am Freitagvormittag die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Premnitz in den Speisesaal eingefallen, um aus dem Berufemarkt das Beste herauszuholen. Einmal im Jahr findet dort diese Veranstaltung statt, die keine Schule sonst im Westhavelland so zu bieten hat. 19 Unternehmen und Einrichtungen aus der Region hatten ihre Informationsstände aufgebaut.

20 waren geplant, einer sagte wegen Krankheit ab. Der Saal war vollgestopft mit Berufsangeboten für die 9. und 10. Klassen. In früheren Jahren waren immer gleich beide Jahrgänge auf die Gäste losgelassen worden. Um für Entspannung im sonst sehr dichten Gewusel zu sorgen, ließ die Schule diesmal erst die 9. Klassen ein und eine gute Stunde später die 10. Klassen folgen.

Nico Streng vertrat die Mittelbrandenburgische Sparkasse. Quelle: Bernd Geske

Wie Heidi Petzold, Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung der Schule, erklärte, sprangen die Mädchen und Jungen aber nicht einfach ins Wasser des Berufemarktes – sie waren vorbereitet. Im Unterricht zuvor hatten sie noch einmal ihre Berufswahlpässe durchgeblättert. Das sind Ordner, in denen sie seit der 7. Klasse all ihre Unterlagen für die Berufsorientierung sammeln.

Sie aktualisierten die schon früher einmal erarbeiteten Erkenntnisse über ihre Interessen, Stärken und Schwächen. Rechtzeitig vorher hatten sie auch Blätter mit den Namen der zu erwartenden Firmen mit nach Hause bekommen, um sich im Zusammenwirken mit Eltern überlegen zu können, wo sie hingehen wollen.

Die Havelland-Kliniken nehmen schon seit vielen Jahren am Berufemarkt teil. Quelle: Bernd Geske

Nicht zuletzt hatte ihnen die Schule A4-große Laufzettel verabreicht, auf denen sie genau aufzuschreiben hatten, was es über die angepeilten Unternehmen so zu wissen gibt. Zum Beispiel Name, Ausbildungsberufe, Bewerbungsfrist, Praktikumsmöglichkeiten, Ansprechpartner und so weiter. Wenigstens vier Info-Stände sollten sie anlaufen, mehr waren auch gerne möglich.

Von der Industrie am Ort waren Domo Engineering Plastics, die EEW Premnitz GmbH, die Märkische Faser und Vogt-Plastic dabei. Aus Premnitz waren weiterhin das Autohaus H & H, die Berufliche Schule für Sozialwesen, die Firma Dührkopp, die Mittelbrandenburgische Sparkasse und die Rampf Bau GmbH vertreten. Aus Rathenow kamen Bäcker Thonke, die Havelbus Verkehrsgesellschaft, MAP GmbH, Ohst Medizintechnik und die Rathenower Optik GmbH. Aus Brandenburg/Havel reisten Heidelberger Druckmaschinen und ZF Friedrichshafen an. Die Havelland-Kliniken waren vertreten, die Karriereberatung der Bundeswehr ging in Stellung und nicht zuletzt war Hüffermann Transportsysteme aus Neustadt/Dosse dabei.

Bäcker Philipp Thonke sorgte bei den Mädchen für gute Laune. Quelle: Bernd Geske

Mehrere Firmen hatten Auszubildende mitgebracht, die zuvor Schüler der Oberschule waren. Die Vogt-Plastic GmbH hatte den 18-jährigen Kevin Raffel dabei, der dort seit August Maschinen- und Anlagenführer lernt. Nach zweimal Ferienarbeit bei Vogt-Plastic, berichtete er, sei für ihn klar gewesen, dass er dort Azubi werden wollte. Ihm war wichtig, seinen nachfolgenden Mitschülern klarzumachen, dass sie genau schauen sollen, was am besten zu ihren Wünschen passt.

Detlef Schulz, Ausbildungsleiter der Maschinen & Apparatebau Produktions GmbH (MAP) in Rathenow, teilte mit, dass sein Unternehmen schon seit längerer Zeit jedes Jahr durchschnittlich zwei neue Auszubildende von der Premnitzer Oberschule nimmt. Acht Ausbildungsplätze seien bei MAP alljährlich zu besetzen. „Wir pflegen sehr gern engen Kontakt zur Premnitzer Schule“, erklärte er, „weil wir sehen, dass sich hier noch viele junge Leute für das Handwerk interessieren.“

Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) erinnerte gleich zu Beginn seiner Eröffnungsansprache daran, dass bei der Zeugnisausgabe der Schule im Sommer dieses Jahres eine erfreuliche Bilanz mitgeteilt wurde: Von den 55 Absolventen der Oberschule hatten 50 einen Ausbildungsplatz. Alle im Saal vertretenen Unternehmen und Institutionen seien aus der Nachbarschaft, teilte er mit. „Ihr habt hier am Standort alle Möglichkeiten“, rief er den Jugendlichen zu: „Ihr müsst nicht weit fort, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Ihr habt gute Chancen, zu Hause einen Job zu bekommen.“

Von Bernd Geske

Bisher gibt es sechs Interessenten für das Bürgermeisteramt in Rathenow. Gewählt wird am 25. Februar kommenden Jahres. Amtsinhaber Ronald Seeger eröffnete den Kandidatenreigen schon im späten Frühjahr. Nun gibt es bei den Bewerbernamen auch eine Überraschung.

24.11.2017

Das Interesse der Künstler an der Weihnachtsausstellung im Kulturzentrum Rathenow, die am Donnerstagabend eröffnet worden ist, war diesmal sehr groß. 28 Kunstschaffende aus der Region konnten teilnehmen. Acht weitere, die nach dem Meldeschluss anfragten, mussten abgewiesen werden, weil kein Platz mehr frei war.

24.11.2017

Mehrere mögliche Standorte für die geplante neue Kindertagesstätte mit 80 Plätzen in Elstal wurden untersucht. Favorit der Wustermarker Verwaltung ist die Fläche am nördlichen Radelandberg gegenüber des künftigen Seniorenpflegeheimes.

26.11.2017