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Havelland 19-jähriger Intensivtäter wandert in den Knast
Lokales Havelland 19-jähriger Intensivtäter wandert in den Knast
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00:20 21.01.2018
Das Amtsgericht. Quelle: Ch. Schmidt
Rathenow

Schwere Körperverletzung, Sachbeschädigung, Diebstahl, Raub, Erpressung, Einbruch und diverse andere Delikte – die Liste der Vorstrafen, die in der Akte des 19-Jährigen Phillip M. steht, ist lang. Erst vor sechs Wochen hatte ihn das Amtsgericht Rathenow zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Nun saß der junge Rathenower wieder auf der Anklagebank, gemeinsam mit Julian F., ebenfalls aus Rathenow.

Die beiden mussten sich wegen gemeinschaftlich begangener schwerer Körperverletzung verantworten, weil sie am 6. Mai 2017 mit weiteren Tätern Patrick J. geschlagen und mit Füßen getreten hatten. Das Opfer erlitt ein Schädelhirntraum sowie Prellungen und wurde drei Tage stationär behandelt.

In Handschellen wurden Phillip M. und Julian F. am Donnerstag dem Richter vorgeführt. F. sitzt derzeit in Untersuchungshaft, M. verbüßt bereits eine Strafe. „Ich habe J. allein niedergeschlagen und getreten“, erklärte Phillip M. dem Gericht. Julian F. gab zu, dabei gewesen zu sein, er habe aber nicht zugeschlagen. „Das konnte ich gar, ich trug zum Tatzeitpunkt eine Armschiene. Damit hatte ich das Opfer zu Boden gebracht, aber nicht auf ihn eingetreten“, so der Angeklagte.

Drei Zeugen hatte das Gericht geladen, um den Tathergang aufzuklären. Das Opfer berichtete, die beiden Angeklagten hätten nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung auf ihn eingeschlagen. Kurz darauf ging er zu Boden. Wer auf ihn eintrat, konnte er nicht sehen.

Sein Cousin, Steven G., der ebenfalls dabei war, bestätigte diese Aussage. Auch die 16-Jährige Lucy F. schilderte den Tathergang übereinstimmend mit den beiden anderen Zeugen. Außerdem erwähnte Lucy F. drei weitere Täte, allerdings konnte nur einer davon identifiziert werden. Er saß ebenfalls im Gerichtssaal und verfolgte die öffentliche Verhandlung vom Zuschauerraum aus. Demnächst muss er sich selbst dafür vor Gericht verantworten.

Nachdem das Gericht die Tat vom 6. Mai 2017 verhandelt hatte, folgte Teil Zwei. Phillip M. hatte am 19. September gegen 2 Uhr den 17-Jährigen Maximilian G. mit einem Messer bedroht und sein Smartphone geklaut. „Ich sagte, er soll mir Speed geben. Er hatte aber keins und gab mir stattdessen sein Handy“, so der Angeklagte. Ein Messer habe er nicht dabei gehabt.

Das Opfer, Maximilian G., bestätigte vor Gericht, mit einem Messer bedroht worden zu sein. Ein weiterer Zeuge, der 16-jährige Bryan H., stritt zunächst ab, etwas gesehen zu haben – aus Angst vor Phillip M., wie er schließlich zugab. Auf weitere Nachfragen des Richters kehrte er zu seiner ursprünglichen Aussage gegenüber der Polizei zurück. „Ich habe gesehen, dass M. Max mit dem Messer bedrohte.“

Nach vier Stunden Verhandlung und diversen Beleidigungen die Phillip in Richtung des Staatsanwalts und der zeugen schleuderte, verurteilte das Jugendschöffengericht M. zu fünf Jahren Haft. Julian F. muss eine Gesamtstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verbüßen. „Dass Rathenow Angst vor Ihnen hat, das haben Sie sicher gemerkt. Wahrscheinlich sind Sie darauf auch noch stolz. Ich hätte Ihnen gewünscht, dass Ihnen jemand begegnet, der Ihnen Ihre Grenzen aufzeigt“, schloss Richter Axel Teckemeyer die Verhandlung.

Von Christin Schmidt

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