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20 Eigenheime an der Herrenlanke geplant

Rathenow 20 Eigenheime an der Herrenlanke geplant

Das Wohngebiet an der Herrenlanke erfreut sich großer Beliebtheit. 18 Eigenheime sind hier in den vergangenen zehn Jahren errichtet worden. Nun sollen die Weichen für den Bau von 20 weiteren Häusern gestellt werden. Vorher muss allerdings der Bebauungsplan geändert werden.

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Eigenheime mit Wasserblick im Wohngebiet an der Herrenlanke. Davon soll es bald noch mehr geben.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Wer lange nicht an der Rathenower Herrenlanke unterwegs war, der wird das Gebiet westlich der Regionalbahnlinie nach Brandenburg kaum wiedererkennen. Wo nach der Wende ein heruntergekommener Schnäppchenmarkt und marode Hallen sich zu einem trostlosen Gesamtbild zusammenfügten, stehen heute 18 schmucke Einfamilienhäuser mit Wasserblick. Allerdings beschränkt sich die Bebauung auf den südlichen Teil des Grundstücks. Das nördliche Areal Richtung Gasanstalt ist eine Brache.

Das soll sich ändern. Der Grundstückseigentümer beabsichtigt, auch auf dieser Fläche Eigenheime zu errichten. Allerdings muss dazu der Bebauungsplan geändert werden. Denn momentan ist das Areal als Mischgebiet klassifiziert. „Damals ist man davon ausgegangen, dass sich hier neben Eigenheimen auch Kleingewerbe ansiedeln könnte“, erklärt Planer Hagen Roßmann. Doch die vergangenen zehn Jahre hätten gezeigt, dass es in dieser Hinsicht keinen Bedarf gebe. Während ihm nicht eine Nachfrage eines Kleingewerbebetriebs bekannt sei, gebe es ein großes Interesse an einer Wohnbebauung. Dem wolle man nun Rechnung tragen, indem man den B-Plan ändere und das Gelände zum allgemeinen Wohngebiet erkläre.

Was sich so einfach anhört, ist ein aufwändiges Verfahren. Es muss untersucht werden, ob sich das Gebiet für eine Wohnnutzung überhaupt eignet. Dabei geht es vor allem um immissionsrechtliche Fragen. Denn im Norden schließt sich das Gewerbegebiet an der Gasanstalt an. Außerdem führt die B 188-Umgehungsstraße, die ICE-Strecke Hannover – Berlin sowie die Regionalbahnlinie Rathenow – Brandenburg an dem Grundstück vorbei.

Planer Hagen Roßmann vor der Brache, die bebaut werden soll

Planer Hagen Roßmann vor der Brache, die bebaut werden soll.

Quelle: Markus Kniebeler

Man habe bereits eine Lärmuntersuchung in Auftrag gegeben. so Roßmann. Das Ergebnis bestärke den Investor in seinen Plänen. Der Gewerbelärm stelle kein Problem dar, weil die zulässigen Grenzwert eingehalten würden. Beim Bahnverkehr könne es nachts, wenn die Güterzüge rollen, zu problematischen Spitzen kommen. Dem wolle man mit verschiedenen Maßnahmen begegnen. Zum einen soll am Nordrand des Grundstücks ein begrünter Erdwall hergerichtet werden, um die Wohnhäuser von Lärm abzuschirmen. Zum anderen könne mit Schallschutzfenstern und einer Ausrichtung der Schlafräume nach Süden die Lärmbelastung minimiert werden. All diese Dinge werde man in den Bebauungsplan einarbeiten, der den Stadtverordneten im kommenden Jahr zur Abstimmung vorgelegt werden soll.

Roßmann erklärt, dass der B-Plan nicht nur dazu diene, den künftigen Eigenheimbesitzern Planungssicherheit zu verschaffen. Es gehe auch darum, die Gewerbebetriebe am Nordrand des Wohngebietes in ihrer Entwicklung nicht zu behindern. Mit den genannten Festschreibungen im B-Plan werde das gelingen.

Roßmann geht davon aus, dass das B-Plan-Verfahren im kommenden Jahr abgeschlossen werden kann und Ende 2017 Baurecht vorliegen. Ab dann könnte mit Erschließung und Bebauung begonnen werden. Auf dem Gelände ist nach Auskunft des Planers Platz für rund 20 Eigenheime.

Bei der Vorstellung der Pläne im Rathenower Bauausschuss stießen diese auf einhellige Zustimmung. Ohne Gegenstimme wurde der so genannte Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes verabschiedet. Karsten Ziehm (FDP) sagte, die Stadtverordneten sollten sich dafür einsetzen, dass auf der Brache eine ordentliche Wohnbebauung möglich werde. Für die Ansiedelung von Gewerbe gebe es in der Stadt etliche Gebiete, die besser geeignet seien als das Areal an der Herrenlanke. Die endgültige Entscheidung über die Aufstellung des B-Planes treffen die Rathenower Stadtverordneten am 7. Dezember.

Wohnen am Havel-Altarm

Die Herrenlanke ist ein Altarm der Havel, der südlich der ICE-Brücke vom Hauptstrom abzweigt.

Zum Wohngebiet gelangt man, wenn von der Milower Landstraße in die Gustav-Freytag-Straße einbiegt und diese bis zum Ende fährt. Hinter dem Bahnübergang liegen die Grundstücke.

Einige Grundstücke liegen an der Lanke. Andere gruppieren sich um ein künstlich angelegtes Gewässer.

Von Markus Kniebeler

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