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Havelland 200 000 Euro für die Kita Neue Schleuse
Lokales Havelland 200 000 Euro für die Kita Neue Schleuse
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06:50 06.01.2018
Kita-Leiterin Martina Marquart mit drei Kindern vor der Pfütze, die noch am Mittwoch rund drei Mal so groß war.  Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

„Schwimmt nicht zu weit raus!“ ruft eine Erzieherin der Kita Neue Schleuse den Kindern lachend zu, die sich umgezogen haben, um auf dem Außengelände zu spielen. Schwimmen? Der Appell ist scherzhaft gemeint – über ein eigenes Schwimmbad verfügt die Kita in der Semmelweisstraße nicht. Aber wenn man sich die Pfütze ansieht, die nach Regenfällen vor dem Kita-Eingang entsteht, dann kommt einem der Schwimm-Spruch gar nicht mehr so absurd vor. Nach den ergiebigen Regenfällen am Mittwoch etwa war die Wasserfläche so groß, dass man auf normalem Weg nicht mehr trockenen Fußes ins Gebäude gelangen konnte.

Dieser unhaltbare Zustand soll in diesem Jahr endlich beendet werden. Die Stadt Rathenow hat 200 000 Euro eingeplant, um den Mangel in der Kita Neue Schleuse zu beheben. Der Großteil des Geldes – 180 000 Euro – kommt aus dem vor drei Jahren aufgelegten Investitionsförderprogramm für finanzschwache Kommunen. Den zehnprozentigen Eigenanteil der Stadt hat die Kämmerei bereits in den aktuellen Haushalt eingearbeitet.

Von dem Geld sollen nach Auskunft von Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus die alten Betonplatten vor der Kitafront, über die das Wasser in eine kleine Senke fließt und sich dort staut, demontiert werden. Voraussichtlich werde man das Gelände neu profilieren und dann pflastern. Damit das Niederschlagswasser in Zukunft ordentlich abläuft, wird außerdem die Regenentwässerung – also Rohre und Einläufe – instand gesetzt. Die Zeit der ungewollten Seenbildung soll damit dann endgültig der Vergangenheit angehören.

Die alten Betonplatten kommen raus und das Dach wird erneuert.   Quelle: Kniebeler, Markus

Das ist aber nur ein Teil des Sanierungsvorhabens in der Kita Neue Schleuse. Das Gebäude soll nämlich auch noch ein neues Dach bekommen. In den vergangenen Jahren habe es bei ergiebigen Niederschlägen an verschiedenen Stellen zu tropfen begonnen, berichtet Kita Leiterin Martina Marquart. Betroffen gewesen seien der Turnraum, der Flur und weitere Bereiche. „Wir werden Nägel mit Köpfen machen und das gesamte Dach erneuern“, sagt Matthias Remus. Die Planungen seien in vollem Gange, voraussichtlich im Sommer werde man die Arbeiten in Angriff nehmen.

Vom Umfang her handelt es sich um das größte Sanierungsvorhaben in der Kita Neue Schleuse seit 26 Jahren. Nach der Wende waren die alten Kitagebäude um einen Neubau ergänzt worden. Der ist mittlerweile in die Jahre gekommen, an der Erneuerung des Dachs geht kein Weg mehr vorbei. Vor ein paar Jahren war in einigen Räumen der Boden erneuert worden. Auch ein Bad wurde bereits saniert. „Wir freuen uns sehr, dass hier in diesem Jahr was passiert“, sagt Martina Marquart. Die Riesenpfütze habe auf die Kinder zwar einen großen Reiz ausgeübt, aber von einer Trockenlegung würden alle profitieren.

Die Kita in Rathenow-West ist, wie nahezu alle Einrichtungen der Stadt, bis auf den letzten Platz belegt. Um die 75 bis 80 Kinder kümmern sich momentan elf Erzieherinnen und zwei Küchenhilfen. In der Krippe werden derzeit 25 Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren betreut. Die älteren Kinder fühlen sich in den schön eingerichteten Räumen des Kindergartens sichtlich wohl.

Geld für Rathenower Kitas

Aus dem Konjunkturprogramm für finanzschwache Kommunen fließt in diesem Jahr Geld in die Aufwertung von drei Rathenower Kindertagesstätten.

Die Kita Neue Schleuse erhält, wie in neben stehendem Beitrag zu lesen, 200 000 Euro für die Regenentwässerung und die Erneuerung des Daches.

In die Kita Kleine Strolche wird rund eine halbe Million Euro investiert. Von dem Geld soll die Fassade saniert werden. Außerdem wird der Brandschutz im Gebäude auf den neuesten Stand gebracht. Die Aufträge für diese Arbeiten sind bereits vergeben. Mit der Ausführung soll voraussichtlich im Februar begonnen werden.

Die Kita Jenny Marx erhält 350 000 Euro aus dem Bundesprogramm. Mit dem Geld werden vier Gruppeneinheiten saniert. Ab April soll gebaut werden.

90 Prozent der Investitionssumme stammen aus dem genannten Bundesprogramm. Die restlichen 10 Prozent steuert die Stadt aus eigener Kasse bei.

Von Markus Kniebeler

Weil die neue Kita-Satzung der Stadt noch nicht beschlossen ist, müssen Eltern, die ihre Kinder in der Kindertagesstätte „8. März“ haben, bis März dieses Jahres mehr fürs Mittagessen als bisher bezahlen. Darüber herrscht Unverständnis. Der Beschluss zur Satzung wurde verschoben, weil sie erst rechtlich angepasst werden muss.

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