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Havelland 200 Gäste feiern Richtfest am neuen Zentrum
Lokales Havelland 200 Gäste feiern Richtfest am neuen Zentrum
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19:21 10.06.2016
Der wichtigste Akt beim Richtfest: Bauherr Josef Rampf schlägt den letzten Nagel in den Dachstuhl ein. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Sie hat ein bisschen klein ausgesehen, die Richtkrone, als sie da am Freitagmittag hoch droben über dem Dachstuhl des neuen Premnitzer Gesundheits- und Familienzentrums schwebte. Dabei hatte sie Bauherr Josef Rampf schon eine Nummer größer als üblich genommen. Doch bei dem gewaltigen viergeschossigen Haus, und dann noch für alle rund 200 Gäste vom Erdboden aus - da konnte das grüne Schmuckstück mit den bunten Bändern dran nur wie eine Miniaturausgabe wirken.

„Egal, wer es gebaut hätte“, begann Josef Rampf seine Rede, „jeder hätte es immer so groß gebaut.“ Premnitz habe früher kein Stadtzentrum gehabt, erinnerte er. Als Premnitzer freue er sich nun sehr, mit diesem wichtigen Gebäude zur Ausgestaltung des neuen Stadtzentrums beitragen zu können.

„Das ist ein toller Tag für Premnitz“

„Das ist ein toller Tag für Premnitz“, befand Burkhard Schröder (SPD), seit 1. April Landrat im Ruhestand, der während seiner aktiven Dienstzeit die Entscheidungen für das neue Gesundheitszentrum maßgeblich mit beeinflusst hatte. Das sei ein gewaltiges Gebäude, das die Ortsmitte künftig mitbestimmen werde. Er sei sicher, dass der Bauherr das Vorhaben termingerecht fertigstellen werde und wünsche ihm alles Gute. Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos), der am 1. September seinen Ruhestand antreten wird, erinnerte an die „blühenden Landschaften“ des Buga-Eingangsbereiches, die sich noch vor einem Jahr an genau der gleichen Stelle befunden hatten. Er sei stolz, jetzt diesen Tag des Richtfestes erleben zu können.

In nur fünf Monaten Bauzeit sei das Objekt bis zum Richtfest vorangebracht worden, teilte Josef Rampf mit. Damit liege man gegenwärtig sechs Wochen vor dem ursprünglichen Terminplan. Dazu merkte er aber gleich an, dass der Innenausbau eine komplizierte Angelegenheit ist. Das sei begründet durch die umfangreiche Technik, die installiert werden muss. Der Baufortschritt sei aber so gut, dass das Gebäude ganz sicher geschlossen ist, wenn die kalte Jahreszeit kommt. Alle Aufträge sind in der Region Rathenow/Premnitz und Brandenburg/H. vergeben worden, hat Josef Rampf betont. Die gesamte 2350 Quadratmeter große Nutzfläche des Gebäudes sei vergeben. 75 Prozent seien verkauft, die verbleibenden 25 Prozent würden vermietet.

Ein Objekt für sieben Millionen Euro

Die Investitionssumme für das neue Premnitzer Gesundheits- und Familienzentrum beträgt sieben Millionen Euro.

Die Grundlage für das Vorhaben ist ein Vertragspaket, das die Stadt Premnitz, die Havelland-Kliniken und der Landkreis Havelland im März 2014 unterzeichnet haben.

Eine Reihe von Maßnahmen wurde dabei festgelegt, um die medizinische Versorgung von Premnitz und Umgebung fit für die Zukunft zu machen. Die wichtigste ist der Bau des neuen Gesundheitszentrums.

Von Anfang an klar war dabei, dass das Gebäude von einem privaten Investor errichtet werden sollte. Im Ergebnis eines deutschlandweiten Markterkundungsverfahren erhielt die Rampf Bau GmbH in Premnitz das Vertrauen.

Vor dem Haupteingang des neuen Gesundheits- und Familienzentrums, der in Richtung Bundesstraße liegt, wird es 60 Parkplätze geben. Das Gebäude soll zwei Fahrstühle bekommen. Man wird es auch von seiner rückwärtigen Seite betreten können, die zur Friedrich-Wolf-Straße weist. Der Zaun, der das Grundstück jetzt noch umgibt, wird später verschwinden. Er ist nur zur Sicherung der Baustelle aufgestellt worden. Im nächsten Jahr zur gleichen Zeit soll dann die Einweihung des Neubaus gefeiert werden. Die Verträge für das alte Gesundheitszentrum an der Friedrich-Engels-Straße sind zum 30. Juni 2017 gekündigt worden.

Im Dezember 2015 begannen die ersten Arbeiten auf dem Grundstück an der Gerhart-Hauptmann-Straße, wo sich zwei Jahre zuvor noch ein nur mäßig schöner Garagenkomplex befunden hatte. Am 25. Februar dieses Jahres war die feierliche Grundsteinlegung für das neue Gesundheits- und Familienzentrum. Am 14. März machte dann Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dort eine Visite.

Er bezeichnete das Projekt als „wichtiges Signal“ für Premnitz und Umland, dass die medizinische Versorgung dort weiterhin gesichert sei. Dessen Verwirklichung sei eine wesentliche Grundvoraussetzung dafür, dass die Menschen so lange wie möglich in ihrem Wohnumfeld bleiben können.

Von Bernd Geske

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