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Havelland 22. Antaris – Bass, Bass, Bass
Lokales Havelland 22. Antaris – Bass, Bass, Bass
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17:27 17.07.2016
Mit Blumen im Haar und Hula-Hoop tanzt diese junge Frau glücklich auf der 22. Antaris. Quelle: Ch. Schmidt
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Stölln

Wenn einem mitten im Rhinower Ländchen auf einem Acker ein Elch entgegen kommt oder besser gesagt, ein Mensch in einem Elchkostüm, dann hat man – wahrscheinlich – nicht zu lange in der Sonne gelegen oder zu tief ins Glas geguckt. Man ist einfach nur an der Apfelchaussee zwischen Stölln und Schönholz links abgebogen und auf dem größten Festival gelandet, das die Region zu bieten hat: Antaris. Zum 22. Mal rief Veranstalter Uwe Siebert seine Jünger zusammen und sie kamen wieder zu Tausenden, um von Freitag bis Montag sich dem Bass und elektronischen Klängen hinzugeben.

Mit einer kurzen Ansprache hatte Siebert das Tanzspektakel am Freitagabend gegen 20 Uhr eröffnet und die große Tanzfläche zum gemeinschaftlichen Stampfen freigegeben. „Unser Herz ist bei Frankreich“, erklärte Siebert in Erinnerung an die Anschläge von Nizza und die Masse unterstrich mit Applaus, dass sie ganz seiner Meinung ist. Das dürfte die Musiker des ersten Live Acts „Highlight Tribe“ gefreut haben, von denen viele aus Frankreich kommen. Mit Didgeridoo, Gitarre und Bass, Congas und Djemben sowie Saiten- und Percussion-Instrumenten aus aller Welt begeisterten sie einmal mehr das Publikum auf dem Stöllner Acker. Ihr live gespielter elektronischer Instrumentalsound, den die Band als Natural Trance bezeichnet, gehörte zu den spektakulärsten Auftritten des Festivals.

Tausende Besucher kamen zur diesjährigen Auflage des Antaris-Spektakels auf den Stöllner Flugplatz, um vier Tage lang ausgelassen zu tanzen.

Da da die Temperaturen selbst am frühen Freitagabend unter der 20-Grad-Marke lagen, blieb den Gästen nichts anderes übrig, als sich zu bewegen und sich dem Bass der Musik hinzugeben, dazu waren sie ja ohnehin gekommen. Mit Tierkostümen – man sah neben Elchen auch Wölfe und sogar Supermann – und Ganzkörperanzügen schützten sich clevere Antarianer vor der kühlen Luft, andere holten die Fell- oder Kosakenmütze raus und ganz Hartgesottene tanzten die Nacht barfuß durch. Wie immer boten viele Festivalgäste mit ihren außergewöhnlichen Outfits und die fluoreszierende Dekoration besondere Reize fürs Auge, während die Musik das Trommelfell massierte.

Anders als im letzten Jahr, als bei Temperaturen um die 40 Grad mehr Menschen als sonst ins Rettungszelt gebracht wurden, war die Lage dieses Mal für die Einsatzkräfte recht entspannt. Wie Notfallsanitäter Rayk Sommer berichtete, gab es bis Sonntagfrüh 400 Hilfeleistungen, aber keine lebensbedrohlichen Zwischenfälle. „Für eine Veranstaltung dieser Art ist das ganz normal. Gerade einmal drei Patienten mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden“, so Sommer. Alle anderen Einsätze konnten ambulant im voll ausgestatteten Medizinzelt am Rande des Festivalgeländes abgearbeitet werden.

Die Sanitäter kamen einen Tag früher und bleiben einen Tag länger

„Das lange erarbeitete Sicherheitskonzept funktioniert wunderbar. Wir sind in diesem Jahr mit mehreren Einsatzfahrzeugen, zwei modern ausgestatteten Versorgungszelten und 26 Mitarbeitern, davon drei Notärzte, vor Ort“, erklärte Sommer, der seit Jahren auf der Antaris den Einsatz der Sanitäter leitet. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr waren die Einsatzkräfte erstmals bereits am Donnerstag, also einen Tag früher als bisher, im Einsatz. Und sie werden einen Tag länger bleiben und dieses Mal bis Dienstag die medizinische Versorgung der Besucher sicherstellen.

Auf dem Platz selbst war auch in diesem Jahr von der Arbeit hinter den Kulissen kaum etwas zu spüren. Hier tanzen sich die Massen noch bis Montagabend in Trance oder lassen sich von der „Infinite Bliss Machine“, der „unglaublichen Glücksmaschine“ und anderen spirituellen Erfindungen in wundersame Sphären beamen und das Herzchakra öffnen – das zumindest versprechen die bunten Werbetafeln.

Auch nach der 22. Antaris, der 12. in Stölln, wird für viele Besucher feststehen: „Ich komme wieder.“ Das sieht auch Mei aus Japan so. Zum siebenten Mal kam die junge Frau, die in Berlin lebt, nach Stölln, weil ihr die Atmosphäre hier einfach besonders gut gefällt.

Von Christin Schmidt

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