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24 Stunden Drachenbootrennen im Dauerregen

Rathenow 24 Stunden Drachenbootrennen im Dauerregen

Die „Monsterdrachen“, das Drachenbootteam des Vereins Red Eagles, haben auf der Rathenower Stadthavel ein 24-Stunden-Dauerrennen organisiert. Immer wieder von Regenschauern geplagt, nahmen zwölf Teams teil. Insgesamt kam eine Spendensumme von 635,20 Euro herein.

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Die „Monsterdrachen“ vom Verein Red Eagles starteten am Sonnabend um 18.30 Uhr zur letzten Fahrt der 24-Stunden-Veranstaltung.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. „Die Fahrt hört so auf, wie sie begonnen hat – im Regen“, so Ingolf Bahr aus Warnau, einer der beiden Steuermänner der „Monsterdrachen“, des Drachenbootteams der Red Eagles. Seit November 2016 gehören die „Monsterdrachen“ zur neu gegründeten Abteilung „Drachenboot“ mit Teamkapitän Ronny Kraatz. Am Samstag veranstalteten die Rad Eagles auf dem Edwin-Rolf-Platz ihr diesjähriges Sommerfest. Dazu hatten sich die Drachenbootsportler etwas Besonderes einfallen lassen. „Vor zwei Jahren haben wir die ‚Spreeteufel’ in Beeskow bei ihrer 24-Stunden-Drachenbootaktion zu Gunsten des ‚Löwenkinder e.V.’ unterstützt“, erzählt Ronny Kraatz. „So eine Aktion wollten wir hier auch organisieren. Dazu haben wir haben Sponsoren gesucht. Taxi-Unternehmer Fred Meier forderte die Stadt zu einer zusätzlichen Wette heraus.“

In der Tat hatten die Drachenbootsportler und die weiteren Akteure die gesamten 24 Stunden mit Dauerregen zu kämpfen. Phasen mit Niesel- und Landregen lösten sich, nur durch kurze Phasen ohne Regen unterbrochen, ab. Unter den ersten Teams, die sich an der 24-Stunden-Aktion mit fünf Runden beteiligten, gehörte „Das Amt“, Mitarbeiter des Spandauer Bezirksamts. „Wir fahren schon seit über zehn Jahren in Berlin und Brandenburg Drachenbootrennen. In Rathenow sind wir das erste Mal“, erzählt Teamkapitän Andi Rolff. „Marlis Bökemeier, Ehefrau unseres Teammitglieds Dirk aus Wustermark, der in der Friedhofsverwaltung arbeitet, las von der Aktion der MAZ und meldete uns spontan an.“

Am Sonnabend um 18.30 Uhr begann die allerletzte Fahrt

Unter den zwölf Teams waren die Feuerwehr Döberitz/Premnitz, die Wasserretter des Arbeiter-Samariter-Bundes Rathenow, die „Powerpauker“, die „Syragogos“, die „Betonhaie“, die „Drachenreiter“ und die „Premnitzer Amtsschimmel“, die sich regelmäßig am Rathenower Drachenbootrennen beteiligen.

Die „Monsterdrachen“ starteten am Samstag, 18.30 Uhr, zur allerletzten Fahrt und wurden Punkt 19 Uhr mit Beifall empfangen. Es war die insgesamt 91. Runde. Mit den vier größeren Runden kamen so insgesamt gefahrene 216,4 Kilometer und eine Spendensumme von 635,20 Euro zusammen. Ein Drittel wird zur Ausrichtung des Festes verwendet. André Neidt, der das „Rideplatz“-Projekt betreut, konnte sich über den Scheck über 212 Euro für die am Körgraben entstehende Sport- und Freizeitanlage freuen.

Einen Teil der Spenden bekam der „Brandenburger Wünschewagen“

Bettina Radda vom Rathenower ASB nahm die Spende für den „Brandenburger Wünschewagen“, der zur Eröffnung da war, entgegen. „Für sind glückliche Verlierer“, so Jörg Zietemann, in Vertretung der Stadt, die ihre Wette verlor. „Der Bürgermeister wird Kinder der „Spektrum“-Förderschule zu einem Tag im Optikpark und Eisessen in Steckelsdorf einladen.“ Auch Taxiunternehmer Fred Meier löste seinen Wetteinsatz trotz gewonnener Stadtwette ein. Er bezahlt den „Monsterdrachen“ ein Jahr lang alle Startgebühren für die verschiedenen Drachenbootrennen, an den das Team teilnimmt.

Das eigentliche Sommerfest begann am Samstag, um 9 Uhr, mit dem öffentlichen Familienfrühstück. „Honigprinz“, drei Brüder, gebürtig aus Steckelsdorf, die auch einen der beiden Pokale stifteten, sponserten ihren Honig. Die Gäste konnten sich an der Dartscheibe ausprobieren und ein paar Körbe werfen. Eine Halfpipe sowie Mini-Quads und Spielgeräte der Kreissportjugend luden zum Mitmachen ein. Zum Event spielten auf der Bühne von Sounds Promotion Bands aus der Region: der frühere Premnitzer Karnevalist und Country-Sänger Joe Harper, das Rathenower Duo „Bootsmann“, die Rathenower Schülerband „Frequency“ und die Band „Branded“ aus Brandenburg/Havel mit der gebürtigen Premnitzerin Conny Wollek am Mikrofon. „Familiy Fitness“ Rathenow unterstützte die Aktion unter anderem mit einem Ruder-Hometrainer an ihrem Stand. Am Samstagnachmittag führten die Rathenower ASB-Wasserretter gemeinsam mit der ASB-Taucherstaffel eine Wasserrettungsübung, unter Einbeziehung des Drachenbootes, vor.

Durch den Regen kamen auch weniger Besucher zum Sommerfest

Zum Basketballverein Red Eagles mit rund 150 Mitgliedern gehören auch die Abteilungen Darts mit zehn Mitgliedern und Drachenboot mit knapp 20 Mitgliedern.

Durch den Dauerregen beteiligten sich nicht nur weniger Teilnehmer an der 24-Stunden-Drachenbootfahrt. Auch das Fest hatte weniger Besucher als erwartet. „Diesen Regen haben die Jungs, die diese tolle Aktion auf die Beine gestellt haben, nicht verdient. Aber es war schön“, sagt der Spandauer Teamkapitän Andi Rolff, der nach der Drachenbootfahrt noch mal zur Siegerehrung kam. „Und für uns hat es sich, mit beiden Pokalen, auch noch gelohnt.“ „Das Amt“ erhielt den „American Monster“-Pokal für das schnellste Team und den „Honigprinz“-Pokal für das Team mit den meisten gefahrenen Runden.

Von Uwe Hoffmann

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