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Havelland 25 Jahre Graf von Arco-Oberschule
Lokales Havelland 25 Jahre Graf von Arco-Oberschule
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05:35 19.07.2016
Die Arco-Teens bei den Proben für ihren großen Auftritt. Quelle: Laura Sander
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Nauen

„Tobi, Licht!“, ruft Lehrer Ulrich Strotmeister seinem Schüler zu. Der Spot geht an, und die letzte Probe vor dem großen Auftritt der Schulband Arco-Teens kann beginnen. „Wir feiern zehn Jahre Arco Teens - das passt ganz gut zum Anlass“, lacht Strotmeister. Denn nicht nur die Schulband hat einen Grund zum Feiern, auch die Nauener Graf von Arco-Oberschule begeht in diesem Jahr einen ganz besonderen Geburtstag. Auf 25 Jahre Schulgeschichte blicken Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam beim heutigen Sommerfest zurück.

Und die Zeiten waren nicht immer einfach, weiß Jürgen Beyer. „Ich habe 1991 an der Schule angefangen, bin seit 22 Jahren Schulleiter. Die erste Bewährungsprobe war der große Umbau Mitte der 1990er – drei Jahre Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb“, erinnert sich Beyer. Danach war das Gebäude modernisiert und auf dem neusten Stand, der Name – damals noch Gesamtschule Nauen – wirkte unpersönlich und antiquiert. „Es musste ein neuer Name her, der etwas mit Nauen zu tun hat. Schnell fiel die Wahl auf Georg Graf von Arco, der maßgeblich an der Entwicklung leistungsstarker Sendeanlagen mitgewirkt und die Funkstation nach Nauen gebrach hat.“

Heute besuchen 487 Schüler von der 1. bis zur 10. Klasse die Schule. „2009 kam der Grundschulteil hinzu, bereits fünf Jahre zuvor hatten wir den Ganztagsbetrieb aufgenommen. Außerdem gibt es einen Hort direkt am Standort“, so Beyer. Die Schule hat ihren Fokus auf der Berufsorientierung und zudem eine sportliche Ausrichtung. Vor allem das Sportliche kommt jedoch aufgrund knapper Hallenzeiten schon lange zu kurz. „Wir haben keine Möglichkeiten, innerhalb von Nauen auf andere Hallen auszuweichen, also haben teilweise drei Klassen gleichzeitig Sportunterricht in der kleinen Halle. Der Bedarf in Nauen besteht seit Jahren, passiert ist bislang nichts“, so der Schulleiter, dem auch die akute Lehrerknappheit im vergangenen Schuljahr harte Kritik einbrachte. „Gleich sechs Kolleginnen sind innerhalb kürzester Zeit wegen Schwangerschaft ausgefallen – mitten im Schuljahr Ersatz zu bekommen, ist schwer. Der Markt ist leer gefegt“, sagt der Schulleiter. Vertretungsunterricht, Zusammenlegung und Ausfall waren die Folge. „Das restliche Kollegium hat zusammengehalten und die Situation toll gemeistert“, so der 58-Jährige.

Das Image der Schule habe jedoch gelitten. Eine neu gegründete Elterninitiative möchte dem entgegenwirken. „Viele Menschen reden schlecht über die Arco-Schule, sehen jedoch gar nicht was die Lehrer alles geleistet haben. Mit kleineren Aktionen wollen wir zeigen, dass die Schule auch anders kann“, so Schulelternsprecherin Annett Kuhles. „Wir haben den Schulgarten wiederbelebt, Flohmärkte veranstaltet und Projekte für die Schüler vorbereitet“, so die engagierte Mutter weiter. „Wir sind den Eltern sehr dankbar für ihre Bemühungen. Auch wenn wir uns unsere Schüler nicht, wie beispielsweise ein Gymnasium, aussuchen können und es mit einigen Probleme gibt, darf man auf keinen Fall pauschalisieren“, so Beyer. „Die gesellschaftlichen Probleme hören ja nicht am Schulzaun auf und in dem Alter ist es ganz normal, dass sich die Jugendlichen austesten.“

Von Laura Sander

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