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Havelland 25 Rathenower Eltern finden keinen Kitaplatz
Lokales Havelland 25 Rathenower Eltern finden keinen Kitaplatz
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00:21 20.10.2017
Der Neubau der Kita „Olga Benario“ in der Saarstraße steht vor der Fertigstellung. Am 27. Oktober ist Bauabnahme. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Sehnsüchtig erwarten Eltern, Stadtverordnete und Mitarbeiter der Verwaltung, dass der Neubau der Kita Olga Benario in der Saarstraße eröffnet wird. Wenn bei der Bauabnahme am 27. Oktober keine gravierenden Mängel festgestellt werden, ist danach relativ schnell mit einer Inbetriebnahme zu rechnen.

Allerdings wird die Betreuungs-Situation in Rathenow auch nach der Eröffnung angespannt bleiben. „Die Kitas und Horte in der Stadt platzen derzeit aus allen Nähten“, berichtete Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle am Montagabend im Bildungsausschuss. Aus diesem Grunde habe man beim Bildungsministerium den Antrag gestellt, die Kapazität in der neuen Kita „Olga Benario“ zu erweitern. Geht der Antrag durch, könnten in dem Neubau 55 statt 50 Kinder im Alter zwischen 0 und 3 Jahren betreut werden.

Aber auch das löst längst noch nicht alle Probleme. Nach Lemles Auskunft stehen in der Alterklasse von 0 bis 3 Jahren derzeit sechs Kinder mit Betreuungsanspruch auf der Wartelistes, vier davon mit Migrationshintergrund. In der Alterklasse zwischen 3 Jahre und Einschulung ist die Situation noch angespannter. Hier warten 19 Kinder auf einen Kitaplatz – 16 davon haben einen Migrationshintergrund.

Nach Auskunft Lemles hat der Flüchtlingszustrom der vergangenen Jahre die ohnehin angespannte Betreuungslage in der Stadt noch einmal verschärft. Hinzu komme, dass derzeit Eltern, die ihre Kinder bislang in der Einrichtung eines freien Trägers betreuen ließen, verstärkt nach städtischen Kitaplätzen nachfragen. Zwei Mütter forderten Lemle im Bildungsausschuss auf, für ihre Kinder alternative Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Ihre Ausführungen zu den Defiziten in der derzeitigen Kita blieben sehr vage. Auch gegenüber der Presse waren sie nicht bereit, ins Detail zu gehen.

Wie ernst die Lage ist, und wie sehr die Rathenower Bildungsverwaltung sich bemüht, Lösungen zu finden, zeigt die Tatsache, dass sogar außerhalb der Stadt nach Betreuungsmöglichkeiten gesucht wird. Seine Mitarbeiter hätten sich nach Plätzen in Milow und Premnitz erkundigt, so Lemle. Doch auch von dort habe man die Mitteilung erhalten, dass es keine freien Betreuungskapazitäten mehr gebe.

„Es ist sehr bedauerlich, dass wir momentan so viele Eltern mit ihren Kindern vertrösten müssen“, sagt der Erste Beigeordnete. Mit Hochdruck werde im Sachgebiet Bildung nach Lösungen gesucht. So halte man Kontakt zu Tagesmüttern und anderen private Betreuungsformen. Sobald sich Alternativen andeuteten, werde man die Eltern informieren. Hans-Jürgen Lemle stellte im Ausschuss klar, dass die Stadt nicht befugt sei, die Kapazität ihrer Einrichtungen eigenmächtig zu erweitern. Jede Erhöhung der Kapazität müsse beim Bildungsministerium beantragt werden. Eine Bewilligung dauere in der Regel ein halbes Jahr. Für die neue Kita in der Saarstraße sei ein Antrag gestellt worden. Weil es sich um einen Neubau handele, hoffe er, dass es mit der Bewilligung nicht ganz so lange dauere wie üblich.

Von Markus Kniebeler

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