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Havelland 27 Blutspender in Falkensee geehrt
Lokales Havelland 27 Blutspender in Falkensee geehrt
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18:14 10.04.2016
Joachim Kohrs wurde für seine 75. Blutspende geehrt. Quelle: Andreas Kaatz
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Falkensee

Vor genau 20 Jahren ging der Falkenseer Joachim Kohrs das erste Mal in die Schule „Am Akazienhof“, sich um dort Blut abnehmen zu lassen. Er erinnert sich noch genau: „Ich dachte, man muss nüchtern dorthin kommen. Also hatte ich extra nichts gegessen, was dann dazu führte, dass mir hinterher schwindlig wurde.“ Mittlerweile gehört der 65-Jährige sozusagen zu den Stammkunden, wenn das Deutsche Rote Kreuz aufruft. Am Freitagabend wurde er im DRK-Regionalzentrum in Falkensee gemeinsam mit weiteren zehn Havelländern für seine 75. Blutspende geehrt. Eine Anerkennung erhielten auch 16 Leute, die zum 50. Mal den roten Lebenssaft abgegeben haben.

Für Joachim Kohrs, der seit 2013 Rentner ist, ist es längst zur Gewohnheit geworden, sich in Abständen bis zu sechs Mal pro Jahr einen 500-Milliliter-Beutel Blut abzapfen zu lassen: „Ich möchte natürlich anderen Menschen damit helfen, aber ich will auch, dass mein Blut sich regeneriert.“ Seine Blutgruppe Null Rhesusfaktor positiv gehört zwar nicht zu den ganz seltenen im Land, trotzdem schreibt das DRK ihn immer wieder an (manchmal auch zweimal pro Termin) und ermuntert ihn, zu kommen.

„Für viele Erkrankungen sind aus menschlichem Blut gewonnene Präparate oft die einzige Behandlungs- oder Heilungsmöglichkeit. Mit jeder Blutspende von einem halben Liter kann man bis zu drei Patienten dabei helfen, gesund zu werden“, weiß Reinhard Heller, Gruppenleiter beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Im Havelland gab es im vergangenen Jahr 90 Spendeaktionen des DRK, bei denen 4200 Blutkonserven gesammelt werden konnten. „Die stehen nach der Untersuchung und Verarbeitung in Laboren in Dresden wieder den regionalen Krankeneinrichtungen zur Verfügung“, versichert Heller. An jedem Werktag benötige der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost in den Regionen Berlin, Brandenburg, Hamburg, Sachsen und Schleswig-Holstein rund 1900 Blutspenden, um die Patientenversorgung mit den Blutpräparaten kontinuierlich gewährleisten zu können. Im gesamten Land Brandenburg wurden im Jahr 2015 etwa 100 000 Blutkonserven gespendet.

Dass es heute keine finanzielle Entschädigung für Spender gibt, ist es Joachim Kohrs egal. „Dafür bekommen wir neben Dankesworten einen kleinen Imbiss. Und man trifft viele Gleichgesinnte, mit denen es sich zu unterhalten lohnt“, sagt Kohrs. Er achtet verstärkt auf die richtige Ernährung, denn unter anderem „bei Eisenmangel im Blut darf man nicht spenden“. Selbst hat der Falkenseer noch nie Fremdblut benötigt, obwohl er als Jugendlicher mal einen schweren Unfall mit dem Moped hatte. „Aber vielleicht bin ich ja auch mal auf andere angewiesen“, ergänzt Joachim Kohrs.

Von Jens Wegener

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