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Havelland 300 Flüchtlinge könnten nach Falkenrehde
Lokales Havelland 300 Flüchtlinge könnten nach Falkenrehde
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02:17 09.10.2015
Viele Ketziner informierten sich in der Paretzer Scheune über den Umgang mit zu erwartenden Flüchtlingen. Quelle: Jens Wegener
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Ketzin/Havel


Schneller als gedacht könnten auch in der Stadt Ketzin/Havel Flüchtlinge untergebracht werden. Wie Bürgermeister Bernd Lück (FDP) am Montagabend in Paretz verkündete, sei der Sportplatz im Ortsteil Falkenrehde als erster Ausweichstandort für eine Traglufthalle vom Landkreis in Betracht gezogen worden. Bisher war vorgesehen, die drei Hallen-Notunterkünfte für Flüchtlinge in Brieselang, Nauen und Falkensee zu errichten. „Aber die in Falkensee ins Auge gefassten Flächen sollen nicht geeignet sein, so Bernd Lück. Er sei vor wenigen Tagen vom Landkreis darüber informiert worden. Eine endgültige Entscheidung über den Standort der dritten Traglufthalle wird in den nächsten Tagen getroffen, denn bereits zum 19. Dezember sollen insgesamt knapp 900 Flüchtlinge ihr Quartier beziehen, etwa 300 würden dann in Falkenrehde untergebracht.

Wie am Dienstag aus der Kreisverwaltung Havelland zu erfahren war, sollen nun zunächst „mehrere weitere Standorte in Falkensee geprüft werden“, so Kreissprecher Oliver Kratzsch. Erst wenn die alle nicht den Anforderungen entsprechen, komme Falkenrehde als Standort für eine Notunterkunft in Frage.

Knapp 300 Ketziner hatten sich am Montagabend in der Paretzer Dorfscheune eingefunden, um sich Gedanken über die Aufnahme von Flüchtlingen in ihrer Gemeinde zu machen. Eingeladen hatte die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Paretz, ortsansässigen Vereinen und dem Humanistischen Freidenkerbund Havelland. Auch für die Ketziner Willkommensinitiative kam die Nachricht zu einer möglichen Traglufthalle in Falkenrehde überraschend. Umso wichtiger sei, sagte die Moderatorin des Abend Irene Armbruster von der Bürgerstiftung Stuttgart, dass jetzt schnell die Hilfe organisiert werde. In fünf kleinen Themengruppen sammelten dazu die Ketziner erste Ideen. Dabei ging es um Patenschaften, um Freizeitangebote für Flüchtlinge, aber auch darum, wie man die deutsche Sprache vermitteln kann. „Wir wissen ja noch nicht, wie viele Kinder unter den Flüchtlingen sein werden. Trotzdem erarbeiten wir und auch die Oberschule schon ein Konzept, wie diese Kinder in den Schulbetrieb aufgenommen werden können“, sagte der Rektor der Ketziner Grundschule Andreas Theylich. Bis zu fünf Kinder könne man in eine Klasse integrieren, sind es mehr, müssen zusätzliche Lehrerstunden beantragt werden. „Es ist absehbar, dass wir auf Ehrenamtliche angewiesen sein werden“, so Theylich.

Bürgermeister Bernd Lück sicherte zu, auf der Ketziner Homepage Informationen zur Flüchtlingsunterbringung sofort zu aktualisieren. Die nächste Veranstaltung zum Thema Asyl werde der Landkreis einberufen und dann auch die Fragen zur Sicherheit und zur Herkunft der Flüchtlinge beantworten.

Von Jens Wegener

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