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300 Traktoren und 2000 Besucher

Friesack 300 Traktoren und 2000 Besucher

Das vierte Treckertreffen in Friesack lockte am Wochenende Fans und Bewunderer der landwirtschaftlichen Maschinen auf das Festgelände an der Vietznitzer Straße. Deutz, Belarus und Ursus waren die Stars.

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Der Wutzetzer Jochen Schulz (mit schwarzern Mütze) musste immer wieder den Besuchern etwas über seinen blauen Ursus erzählen.

Quelle: Norbert Stein

Friesack. Knatternde Motoren, Dieselgeruch, Schlammfahrten, Motocross, Buggy-Rennen und musikalische Unterhaltung – alles, was man von einem dreitätigen Treckertreffen erwarten konnte, wurde den Gästen am Wochenende in Friesack geboten. Rund 300 Fahrzeuge älterer und jüngerer Bauart füllten das 10 Hektar große Festgelände an der Vietznitzer Straße, wobei die Oldie-Trecker knapp in der Überzahl waren.

Zum mittlerweile vierten Mal kamen in Friesack Besitzer, Bewunderer und Neugierige der landwirtschaftlichen Maschinen zusammen. Immer mit dabei sind Stephan Lebrun und Thomas Schünicke aus dem benachbarten Spaatz. „Dieses Jahr wollten wir das Spektakel aber nicht wie sonst nur am Samstag, sondern von Freitag bis Sonntag erleben“, sagten sie. Mitgebracht hatte Stephan Lebrun seinen Deutz D 50, Baujahr 1973, und Thomas Schünicke mit einen Belarus, Baujahr 1974. Doch damit nicht genug: Neben ihren Traktoren war ein einachsiger Campingwagen aus DDR-Zeiten geparkt, in dem sie übernachteten. „In Friesack ist immer gute Stimmung, die wollen wir aufsaugen“, sagten sie und machten es sich in Campingstühlen gemütlich.

Zuvor hatten die beiden das Festgelände bei einem ersten Rundgang erkundet, noch bevor sich der Platz immer mehr mit Treckern und anderen Fahrzeugen füllte. Am Samstag war kaum noch ein Platz frei, was bei den Organisatoren einerseits Freude aber auch Skepsis hervorrief: „Die Resonanz ist einfach Klasse. Aber wir stoßen nun an unsere Kapazitätsgrenzen. Danke an alle, die uns helfen und unterstützen“, so Cheforganisator Tobias Wollenberg. Am Samstagnachmittag, als auch die letzten Teilnehmer eingetroffen waren, tummelten sich rund 2000 Besucher auf dem Gelände. Gemeinsam mit seinem Organisationsstab und 40 Helfern sorgte Tobias Wollenberg für einen reibungslosen Ablauf des Programms.

Einen guten Platz und damit einen guten Überblick hatte sich Volker Karle von der Agrargenossenschaft Friesack mit Mitarbeitern und Freunden verschafft. Die saßen auf der Dachterrasse eines alten Pausenwagens der LPG. „Den haben wir in den Wintermonaten umgebaut, mit Kühlschrank, Sitzcouch und Schlafmöglichketen ausgestattet, so dass wir hier alles aus der Vogelperspektive genießen können“, erklärte Karle und ergänzte: „Landwirte fahren Trecker. Und wenn es in Friesack so ein schönes Treffen gibt, sind wir natürlich dabei.“

Mit einem Lächeln im Gesicht zeigte er auf die Aufschrift am Pausenwagen und meinte mit Augenblinzeln, dass man schließlich auch Werbung für Getreide mache. „Wer Bier trinkt, hilft den Bauern“, steht dort geschrieben, weil zur Bierherstellung neben Hopfen auch Getreide benötigt wird. Trecker hatte das Team um Volker Karle natürlich auch mitgebracht.

Nur wenige Meter vom Pausenwagen entfernt, musste Jochen Schulz aus Wutzetz immer wieder Fragen von Besuchern zu seinem Oldie beantworten. „Der Ursus wurde 1957 gebaut. Ich habe ihn zwei Jahre lang repariert und für Ausfahrten wieder flott gemacht“, erzählte er und stieg auf den Traktor, um sich in den Konvoi zur Oldtimershow einzureihen.

Von Norbert Stein

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