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3230 Euro und drei Truhen

Abschluss der MAZ-Weihnachtsaktion 3230 Euro und drei Truhen

Die diesjährige MAZ-Weihnachtsaktion zugunsten des Vereins Nauener Tafel endet mit einem grandiosen Ergebnis: Mehr als 3000 Euro spendeten die Leser, und dazu noch drei gebrauchte Gefriertruhen.

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Die erste neue Truhe ist in Nauen bei der Tafel angekommen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Nauen. Die erste von zwei neuen Gefriertruhen ist bereits in der Zentrale des Vereins Nauener Tafel in der Ritterstraße in Nauen angekommen. Auf dem Innenhof befreiten Marina Sult, Katrin Gille, Ilona Janasch und der Syrer Mayad Aldiban am Dienstag das Gerät von der Verpackung. Dann wurde die 500 Liter-Truhe an ihren künftigen Platz gestellt und angeschlossen. „Wir brauchen die zusätzliche Truhe dringend, denn noch vor Weihnachten bekommen 10 Kilogramm Schweineschwänze und 40 Kilogramm Spitzbein. Die müssen eingefroren werden“, sagt Chefin Marina Sult.

Mit einem überwältigen Ergebnis geht die diesjährige MAZ-Weihnachtsaktion zu Ende. Die Leser spendeten vom 1. Advent bis zum 23. Dezember genau 3230 Euro für die Nauener Tafel. Dafür ein großes Dankeschön nicht nur von der Redaktion. „Es ist einfach riesig. Wir hätten niemals mit solch einer Resonanz gerechnet“, bilanziert Volker Mueller, Vorsitzender des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland, zudem die Nauen Tafel gehört.

Mehr als 50 Havelländer, darunter viele aus Falkensee, haben Geld für eine neue Gefriertruhe auf das Konto der Nauener Tafel überwiesen. Von 5 Euro bis 350 Euro reichte die Spannbreite der Spenden. Dazu schenkte ein großer Discounter dem Verein ein gebrauchte, sehr gut erhaltene Truhe. Auch zwei Privatpersonen aus Falkensee und Ketzin/Havel stellten ihre gebrauchten kleineren Gefriergeräte zur Verfügung.

„Wir werden jetzt erstmal die neue Truhe und zwei der gebrauchten in Nauen belassen. Im Januar wird dann eine zweite neue gekauft und in die Ausgabestelle nach Elstal gebracht“, sagt Marina Sult. Die dritte gebrauchte könnte in die Ausgabestelle nach Friesack gehen, weil dort wegen der großen Anzahl von Flüchtlingen der bedarf an Lebensmitteln wachse, so die Tafel-Chefin.

Aus Sicht von Marina Sult ist die Weihnachtsaktion in doppelter Hinsicht ein Erfolg. „ Neben dem vielen Geld und den Geräten ist erfreulich, dass unsere Mitarbeiter und die ehrenamtlichen Helfer die Gewissheit haben, dass ihre Arbeit anerkannt und geschätzt wird.“

Der Verein Nauener Tafel versorgt im Osthavelland inzwischen etwa 1800 Haushalte mit Lebensmitteln. Dafür holen die Mitarbeiter und Helfer mit den Tafelfahrzeugen im Schnitt drei Tonnen Lebensmittel täglich von Großmärkten, Bäckereien und Supermärkten ab. Die Ware wird größtenteils in Nauen sortiert, entweder eingefroren oder direkt in die sieben Ausgabestellen gebracht. „Deswegen gibt es jetzt die Überlegung, von dem restlichen Spendengeld eines unserer Kühlfahrzeuge auf Tiefkühltechnik umzurüsten, um gefrorene Sachen ausfahren zu können“, sagt Volker Mueller. „Wir müssen jetzt ermitteln, was das kostet und werden dann entscheiden.“

Zunächst aber ist Heiligabend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen volles Programm bei der Tafel in Nauen angesagt. „Heute Vormittag werden noch Lebensmittel ausgegeben und es gibt einen Brunch. Am 25. und 26. Dezember dürfen sich die Bedürftigen mittags über ein Drei-Gänge-Menü freuen“, weiß Marina Sult. Was auf dem Speiseplan steht, verrät sie nicht. Nur, dass drei bis vier ehrenamtliche Helfer auch Weihnachten in ihrer Freizeit schnippeln und kochen.

Von Jens Wegener

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