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Havelland Protest gegen Nahverkehrsplan geht weiter
Lokales Havelland Protest gegen Nahverkehrsplan geht weiter
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11:15 15.03.2018
Am Bahnhof Wustermark steigen auch viele Havelländer aus dem Umland in die Bahn ein. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

Die von Berliner Senat und Brandenburger Landesregierung beschlossenen Verbesserungen im Schienenverkehr werden von der Bürgerinitiative „Nicht ohne Wustermark“ begrüßt, insbesondere die Sitzplatzerhöhung im RB 13, der (noch) zwischen Wustermark und Berlin pendelt.

BI-Sprecherin Maria Zunke: „Damit wird die geplante Streichung des Halts der künftigen RB 21 im Bahnhof Wustermark noch viel widersinniger. Es wird jetzt verbessert, was uns bald wieder verloren geht“, so Maria Zunke weiter.

Der Entwurf des neuen Landesnahverkehrsplanes sieht vor, dass die neue Linie RB 21 nicht mehr den Bahnhof Wustermark anfährt.

„Das kommt einer Abbestellung gleich und widerspricht den Vorgaben in der Einleitung des Landesverkehrsplanes, wonach alle Schienen-Personen-Nahverkehrstrecken weiterhin bedient werden sollen“, sagt Karin Barm von der Bürgerinitiative „Nicht ohne Wustermark“.

Kein Engpass im Bahnhof Spandau

Im Gesetz über den Öffentlichen Personennahverkehr im Land Brandenburg stehe, dass das Leistungsangebot grundsätzlich nachfrageorientiert zu gestalten sei, so Barm weiter.

Die Bürgerinitiative hat im Februar am Bahnhof Wustermark die Fahrgäste gezählt. Demnach steigen pro Tag dort 3755 Leute ein oder aus. „Das zeigt doch die Bedeutung des Bahnhofs Wustermark“, so Karin Barm.

Nicht nachvollziehen kann die Bürgerinitiative die Argumentation des Infrastrukturministeriums zur Abkopplung des Bahnhofes Wustermark, die sich auf eine Fahrzeitverlängerung von acht bis zehn Minuten und einen Engpass im Bahnhof Berlin-Spandau bezieht.

„Beim Betrachten der Zugankünfte im Bahnhof Spandau aus Richtung Westen zu verschiedenen Tageszeiten konnten wir feststellen, dass maximal zehn Züge in Spandau halten, darunter die jetzige RB 13. Einen Engpass würde es nur dann geben, wenn Züge in Spandau enden, wenden und dort ein Gleis blockieren.

In der vergangenen Woche ist der RE 1 aus Magdeburg baubedingt über Golm und Spandau nach Berlin-Charlottenburg umgeleitet worden. Es geht also“, erklärt Barm.

Auch Unternehmen im GVZ protestieren

Die Bürgerinitiative habe in Beratungen und in Schreiben an das Ministerium sowie an Abgeordnete des Landtages einen Vorschlag für die neue Linienführung der RB 21 unterbreitet.

Dieser sehe eine Streckenführung direkt von Potsdam über Wustermark nach Berlin vor. „Das dauert nur zwei Minuten länger als es der Plan des Ministeriums vorsieht“, sagt Karin Barm. Mittlerweile sei auch bekannt, dass die eine Linienführung (Kopffahrt) über Wustermark nur wenig mehr koste.

„Alle Politiker, bei denen wir waren, sagten, dass der Protest gegen eine Landesnahverkehrsplanung noch nie so groß war wie aus Wustermark und dem Umland“, so Maria Zunke.

Mehrere Unternehmen aus Wustermarks und des Güterverkehrszentrums haben inzwischen auch Stellungnahmen ans Ministerium geschickt, in denen sie den Erhalt der Anbindung des Bahnhofs Wustermark fordern.

Von Jens Wegener

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