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400 Besucher beim Löschangriff nacht

Elstal 400 Besucher beim Löschangriff nacht

Zum ersten Mal nutzten die Wustermarker Feuerwehren das Ensemble des historischen Olympischen Dorfes von 1936 in Elstal, um dort einen Löschangriff nass bei Nacht zu üben. Eine Licht-Laser-Wasser-Show und eine Pyro-Show rundeten den Abend ab.

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Beschwingte Stimmung beim Sommerfest

Schnell und treffsicher zeigten sich die Jugendfeuerwehren bei ihrem Löschangriff, Begleitet wurden die Übungen vom Beifall der Zuschauer.

Quelle: Franz Talke

Elstal. Ein milder Sommerabend, bunte Lichter und Laserstrahlen, die im Takt zu AC/DC-Musik die Farben wechseln, dazu passend schießt abwechselnd Wasser aus acht Schläuchen – und das alles vor der historischen Kulisse der Schwimmhalle im Olympischen Dorf in Elstal. Die Licht-Laser-Wassershow gegen 22 Uhr am Samstagabend faszinierte nicht nur die kleinen und großen Feuerwehrleute sondern auch etwa 400 Besucher.

Zum ersten Mal hatten sich die Feuerwehren aus der Gemeinde Wustermark für einen Löschangriff bei Nacht das Ambiente der Sportlerunterünfte von 1936 ausgesucht und damit ins Schwarze getroffen. „Das ist hier wie ein Volksfest, mit so vielen Gästen war kaum zu rechnen“, freute sich Bürgermeister Holger Schreiber. Gemeindebrandmeister Jürgen Scholz, der die Veranstaltung über sechs Stunden moderierte, konnte sich kaum noch an den letzten Einsatz der Feuerwehren im Olympischen Dorf erinnern: „Ich glaube es war 2003, als wir zum Test das Becken der Schwimmhalle mit Wasser befüllen sollten, damit man erkennen konnte, wo etwas undicht ist. Das hat drei Tage gedauert, weil mehr Wasser rausgeflossen ist, als wir reinpumpen konnten.“

Wie überall im Havelland klagen auch die Feuerwehren in Wustermark über Personalmangel. „Noch sind alle Ortswehren einsatzbereit, aber langfristig müssen wir uns etwas einfallen lassen, um genug aktive Mitglieder zu haben“, hatte Jürgen Scholz zuletzt gegenüber den Gemeindevertretern erklärt. Deshalb gibt es Überlegungen, Neu-Bürger gleich auf die ehrenamtliche Feuerwehrarbeit hinzuweisen oder verstärkt junge Leute, die in den Feuerwehren aktiv sind, in der Region zu beschäftigen, damit sie nach der Lehre oder dem Studium nicht abwandern.

Im Nachwuchsbereich gibt es diese Sorgen nicht. 43 Mädchen und Jungen sind derzeit in den Jugendfeuerwehren in Elstal, Priort, Wustermark und Hoppenrade/Buchow-Karzpow organisiert. Dank Kameradin Andrea Haag aus Elstal und einigen Helfern ist es gelungen, sogar ein Kinderfeuerwehr – die „Löschstrolche“ – zu etablieren. „Es machen immer so 10 bis 15 Kinder im Alter von fünf bis 10 Jahren mit. Und zwar aus allen Ortsteilen von Wustermark.“ Zweimal im Monat wird freitags trainiert.

Beim Löschangriff bei Nacht waren die Knirpse noch nicht dabei, weil sie außer ein T-Shirt, noch keine Ausrüstung haben. Aber die Jugendfeuerwehren präsentierten sich in zwei Altersklassen mit insgesamt sieben Mannschaften, wobei auch Gästeteams aus Falkenrehde und Paretz antraten.

Die jüngsten aus Paretz waren es auch, die bereits am frühen Abend mit Kindersekt feierten. Sie hatten zuvor mit ihrer Übung in einer Zeit von 49,96 Sekunden ihre Nachbarn aus Falkenrehde mit klarem Vorsprung auf den zweiten Platz verwiesen. „Wir haben das Derby gewonnen und dafür auch mehrfach trainiert“, freute sich

Die Falkenrehder, die mit einem Mädchenteam in der Altersklasse antraten, nahmen es gelassen: „Für uns zählt hier der Spaßfaktor und der olympische Gedanke: Dabeisein ist alles“, sagte Ulf Rautschke, Jugendwart von der Falkenrehder Feuerwehr.

Einen Heimsieg verbuchten die Elstaler in der Altersklasse II. Die Nachwuchstruppe um Jugendwart Mathias Haag schaffte mit Abstand die schnellste Zeit. „Und das, obwohl wir seit mindestens sechs Wochen nicht mehr geübt hatten“, so der Jugendwart.

Diese Nachtübung im Olympischen Dorf zur Tradition werden zu lassen, können sich sowohl die Feuerwehrleute und der Bürgermeister gut vorstellen. Allein die Tatsache, dass so viele Einwohner und Gäste gekommen waren, habe gezeigt, dass ein historischer Ort eine enorme Anziehungskraft hat, so Holger Schreiber.

Nachdem sich beim Löschangriff der aktiven Feuerwehren die Truppe aus Priort als die schnellste erwiesen hatte, bestaunten alle gegen Mitternacht eine mit Musik untermalte Pyro-Show, die Ulf Blechschmidt vom Multimediateam Berlin, der Mitglied im Förderverein der Elstaler Feuerwehr ist, aufgebaut hatte.

Von Jens Wegener

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