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Rathenower Oberförsterei arbeitet Vorgaben ab

47 Rettungspunkte beschildert Rathenower Oberförsterei arbeitet Vorgaben ab

Alte Bäume fällen, Nutzholz einschlagen oder junge Bäume pflanzen. Forstleute verrichten ihre Arbeit zumeist mitten im Wald. Rettungspunkte im Wald sollen nun helfen, Verunglückte schneller zu finden. Bei Rathenow ließ die Oberförsterei deshalb das letzte von insgesamt 47 Schilder anbringen.

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Förster Frank Wilke an einem Rettungspunkt.

Quelle: Norbert Stein

Rathenow. Alte Bäume fällen, Nutzholz einschlagen oder junge Bäume pflanzen. Forstleute verrichten ihre Arbeit zumeist mitten im Wald. Die Arbeiten verlangen von ihnen neben Fachwissen eine umsichtige Nutzung von Geräten, Fahrzeugen und Maschinen.

Auch bei Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen kann niemand eine Verletzung oder sogar einen Unfall ausschließen. In solchen Situationen ist Hilfe erforderlich. Für Rettungskräfte war es aber bisher oft schwierig schnell zu den Verletzten zu gelangen, weil sie in Wäldern wenig Orientierung finden und Waldwege mitunter schlecht befahrbar sind. Um Sanitätern, Ärzten, Feuerwehren und anderen Rettungskräften Hilfeleistungen zu erleichtern, werden im Land Brandenburg für eine „Rettungskette Forst“ an markanten Punkten in Wäldern, angrenzenden Waldlagen oder Orten Rettungspunkte eingerichtet.

In der Oberförsterei Rathenow sind dafür die Arbeiten nunmehr abgeschlossen. Dafür wurden im Gebiet der Oberförsterei insgesamt 47 Rettungspunktschilder aufgestellt. Die letzten Schilder installierten Forstarbeiter nunmehr Revier Nennhausen, wo sie zwischen der Bundesstraße 188 und Linde 15 Rettungspunkte einrichteten.

„Im Falle eines Unfalls können diese Treffpunkte bei der Kommunikation eines Verletzten oder eines Helfers mit dem Rettungsdienst genutzt werden, um das Auffinden der Unfallstelle im Wald zu erleichtern“, erläutert Revierförster Frank Wilke. Bei der Auswahl der Standorte für die Rettungspunkte in seinem Revier arbeitete er auch mit dem Amt Nennhausen zusammen.

Den Forstleuten, der Leitstelle und den Rettungseinheiten sind die digitalisierten Rettungspunkte bekannt. Helfer haben so die Möglichkeit sich mit Rettungskräften an dem nächst gelegenen Rettungspunkt zu treffen und sie zur Unfallstelle im Wald zu führen. „Auch Waldbesitzer, Spaziergänger, Pilzsammler oder Erholungssuchende können die Rettungspunkte für Notfälle nutzen“, erklärt Revierförster Wilke deren Nützlichkeit für schnellere Hilfeleistungen.

Rettungspunkte mindern kein Unfallrisiko, sondern sie dienen vor allem ortsunkundigen Personen der besseren Orientierung und Beschreibung ihres Standortes im Wald. Erholungssuchende finden sie als Schilder (weißes Kreuz auf grünem Untergrund und Angabe der Rettungspunktnummer) im Wald, in der Nähe von Wäldern, Ortslagen oder übers Internet.

Rettungspunkte gibt es auch für andere Gelegenheiten. Zum Beispiel auf dem Weinberg und im Optikpark zur Bundesgartenschau. Diese Rettungspunkte gab es auch in allen anderen Bundesgartenschaukulissen des vergangenen Jahres.

Die Rettungspunkte-Dateien können unter www.rettungspunkte-forst.de zentral heruntergeladen werden, Weiterhin bieten viele Forstverwaltungen oder Waldbesitzer die Daten wie in Brandenburg auch über die Landesviewer oder Downloadmöglichkeiten an. Insgesamt gibt es in Brandenburg 1715 ausgeschilderte Rettungspunkte.

Von Norbert Stein

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