Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland 5500 Jahre alte Axt entdeckt
Lokales Havelland 5500 Jahre alte Axt entdeckt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 14.04.2017
Um Baufreiheit für den Kita-Neubau zu schaffen, mussten auf dem Gelände des alten Rathauses zahlreiche Bäume gefällt werden. Quelle: Tanja M. Marotzke
Anzeige
Brieselang

Noch ist die Baugenehmigung für den Kita-Neubau an der Ecke Forstweg/Wustermarker Allee nicht eingetroffen. Aber auch mit den Vorbereitungsarbeiten dauert es noch ein wenig. Denn zwar wurden die Bäume auf dem Grundstück des ehemaligen Rathauses gefällt, um Baufreiheit zu schaffen. Doch nun muss die Rodung der Stubben etwas warten. Weil es sich um ein Bodendenkmal handelt, ist es erforderlich, dass Archäologen die weiteren Arbeiten im Boden begleiten. „Die Stubben können gefräst werden, aber es muss jemand vom Fach daneben stehen“, sagte Bauamtsleiter Uwe Gramsch.

Bei vorbereitenden Untersuchungen sind die Experten nämlich bereits fündig geworden. Wie Gramsch mitteilte, fanden sie unter anderem eine neolithische Knaufhammeraxt, die etwa 5500 Jahre alt ist. Nun muss das archäologische Büro ein Konzept erarbeiten, das letztlich von der Denkmalbehörde zu genehmigen ist.

Dass dort aber überhaupt etwas archäologisch Wertvolles gefunden worden ist, ist an sich keine allzu große Überraschung. „Wir befinden uns dort am Rande eine großen bronzezeitlichen Gräberfeldes“, sagt Jens May, Gebietsarchäologe des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums. Er bezeichnete den gefundenen Axtrohling als recht bedeutend. „Das ist schon ein relativ seltenes Stück. Von diesem Typ sind nicht so viele bekannt im Havelland“, so der Archäologe. Wie er weiter sagt, habe die Axt ohne klaren Kontext im Boden gelegen. Im Normalfall finde man so etwas in Gräbern oder Abfallgruben. Das war diesmal nicht der Fall.

Das bronzezeitliche Gräberfeld erstreckt sich fast über den gesamten Forstweg in östlicher Richtung. Auch in der Vergangenheit mussten bei anderen Bauvorhaben in dem Bereich archäologische Untersuchungen vorgenommen werden. „Da sind überall Spuren des Gräberfeldes“, sagt Jens May, auch bronzezeitliche Urnen sind schon entdeckt worden. Da wo neue Bauten entstehen, müssen deshalb in der Regel archäologische Dokumentationen angefertigt werden, auch im Falle des Kita-Neubaus.

Des Weiteren hat die Gemeinde mittlerweile ein Vorabexemplar des vom Landkreis geforderten Verkehrsgutachtens erhalten. Dieses sieht unter anderem vor, dass auf der Südseite des Forstweges ein Gehweg errichtet wird bis mindestens in Höhe Bushaltestelle, besser sogar bis Hans-Klakow-Straße. Ein Schutzgitter vor der Kita soll dafür sorgen, dass dort nicht ausgestiegen werden kann. Wenn die Eltern ihre Kinder holen oder bringen, dann soll dies in der Wustermarker Allee erfolgen. Die Anzahl der geplanten Stellplätze wird als ausreichend erachtet. Zudem empfiehlt das Gutachten einen zweiten Fußgängerüberweg auf dem Forstweg westlich der Wustermarker Allee. Und es soll künftig so sein, dass die fußläufige Verbindung zwischen Markt und Kita verbessert wird, indem man eine neue Brücke über den Graben baut. Insgesamt kommt das Gutachten laut Verwaltung zu dem Schluss, dass die Kita am geplanten Standort verträglich ist.

Von Andreas Kaatz

Auf 18 Horsten im Osthavelland wurden bereits ein oder zwei der schwarz-weißen Vögel gesichtet. Ob sie sich alle paaren werden, steht erst nach vier Wochen Gewöhnungszeit fest, weiß die Storchenbeauftragte Claudia Jörg.

13.04.2017

Durch Zufall sind offenbar Drogenhändler aus dem Havelland der Neuruppiner Polizei ins Netz gegangen. Bei der Verkehrskontrolle in der Nacht zu Sonntag in der Junckerstraße stand die 21-jährige Autofahrein unter Drogen. Ihre Mitfahrer hatten Schreckschusswaffen dabei. Drogen, Schlagringe und Geld wurden sichergestellt. Ein 20-Jähriger ist im Gefängnis.

10.04.2017

Vor zwei Jahren veröffentlichte die Rathenowerin Rita König ihren ersten Roman. Auf der Buchmesse in Leipzig warb sie für ihr Buch. Und verriet, dass im Herbst ihr zweiter Roman erscheinen wird.

10.04.2017
Anzeige