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56 Havelländer Künstler öffnen ihre Ateliers

Vielfältige Szene 56 Havelländer Künstler öffnen ihre Ateliers

Zum Tag des offenen Ateliers am 7. und 8. Mai stehen wieder die Werke brandenburgischer Künstler im Mittelpunkt. Wie vielfältig auch die Kunstszene im Westhavelland ist, beweisen einmal mehr freischaffende Künstler und ambitionierte Hobbyakteure. Das kulturelle Potpourri reicht von Malerei über Fotografie, Installation und Bildhauerei bis zu Keramik und Grafik.

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Christa Biederbick wird am 7. und 8. Mai wieder ihr Atelier, eine große Scheune in Bahnitz, öffnen. Auch ihr Mann, der Bildhauer Karl-Heinz Bierderbick sowie zahlreiche weitere Künstler aus Bahnitz zeige ihre Werke.

Quelle: Ch. Schmidt

Havelland. In allen vierzehn Landkreisen sowie in den Städten Potsdam und Cottbus heißen Künstler am 7. und 8. Mai wieder interessierte Besucher zum Tag des offenen Ateliers willkommen. Das Havelland gehört dabei zu den kunstreichsten Landkreisen. 56 Akteure beteiligen sich zwischen Falkensee und Zollchow. Allein in Falkensee, wo die inzwischen landesweite Aktion Anfang der 1990er-Jahre begann, nehmen 19 Ateliers und Galerien teil. Auch im Westhavelland lohnt sich eine Kulturtour. Auf dem Galm und in Bahnitz, in Landin und Wolsier, in Milow und Premnitz sowie in Rathenow und Gülpe lockt die Kunst. Besucher können mit Akteuren ins Gespräch kommen, Arbeiten kaufen und sich künstlerisch erproben.

Dass zur Kunst made im Havelland weit mehr gehört als nur friedliche Landschaftsbilder, beweist unter anderem die Europa-Installation zur Zerrissenheit des Kontinents, die Gerhardt Göschel auf dem Galmer Kunsthof zeigt. Dazu kombiniert er rund 20 Zeichnungen aus dem ursprünglich 52-teiligen Zeichenzyklus „Dämonische Bedrängnis“ aus den Jahren 1992/93. Die Zeichnung entstanden als Reaktion auf den Bosnien-Krieg. Von ihrer „dämonischen Bedrängnis“ haben sie aber bis heute nichts eingebüßt und erinnern uns schmerzlich an den Krieg in Syrien, die Situation im Nahen Osten, dem weitgehend gescheiterten arabischen Frühling sowie den damit verbundenen katastrophalen Auswirkungen auf die Menschen und der dadurch entstandenen Flüchtlingssituation.

Große Ausstellung in der Bahnitzer Kunsthalle

Auch in der Ausstellung „Schatten des Krieges“, die in der Kunsthalle in Bahnitz zu sehen ist, geht es um die Auseinandersetzung mit den Schrecken unserer und vergangener Zeiten. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Originalarbeiten zeitgenössischer Künstler und eine Rückschau mit historischen Beispielen der Kunst zu diesem Thema in Reproduktionen. Eindringlich sichtbar wird zum Beispiel das persönliche Erlebnis des Kriegsschreckens in ausgewählten Radierungen des spanischen Künstlers Francisco Goya in dem Zyklus “Desastres de la Guerra“. Entstanden sind diese Werke, die als Reproduktionen in der Ausstellung zu sehen sind, während des Befreiungskrieges gegen die Besatzung Napoleons in Spanien von 1808 bis 1813.

Ganz anderen Themen widmet sich der Künstler Dirk Friese. Im Nebengebäude eines ehemaligen Herrenhauses der Familie von Bredow in Landin stellt er Keramik her. Zum Tag des offenen Ateliers wird Friese seinen Gästen zudem fotografische Arbeiten zeigen. Für seine Bilder fotografiert er auf Reise Strukturen, Oberflächen und Details von Dingen, um später im Atelier aus der Kombination und Bearbeitung der Fotos neue Bilder zu erschaffen.

In Rathenow können sich Besucher kreativ auslassen

In Rathenow können Besucher sogar selbst aktiv werden. Hier lockt der Kunstverein Karl Mertens mit einer Verkaufsausstellung sowie einem Schnupperkurs „Ölmalerei für jedermann“. Die Vereinsmitglieder freuen sich darauf, mit den Gästen über das Malen und Zeichnen zu sprechen. Zudem wollen sie das Projekt „Kunstwanderweg durch Rathenow“ vorstellen. Sowohl das Atelier des Vereins in der Semliner Straße 225, als auch die Galerie in der Berliner Straße 1a sind geöffnet. Im Kulturhaus in Rathenow gibt es gleich zwei Anlaufstellen. Zum einen zeigt der Künstlerkreis im Offenen Atelier seine Werke und lädt zum „Zeichnen nach Modellen“ mit musikalischem Programm ein. Zum anderen ist im Haus die Gemeinschaftsausstellung „Wege übers Land“ zu sehen.

Mit Musik und Literatur versüßen Vera und Dirk Niklaus das Programm. Sie laden am 7. Mai in ihrem Atelier „Artland“ in Wolsier um 15 Uhr zur Lesung mit Laila Kleveman. Um 16 Uhr folgt ein Konzert mit dem Berliner Gesangsduo „Water View“. Außerdem zeigt Dana Bennewitz Porträts, Stillleben und Ölmalerei. Nun müssen sich die Gäste nur noch entscheiden, was sie entdecken wollen.

Offene Ateliers im Westhavelland

Dirk Niklaus zeigt in seinem Atelier Art Land, Hauptstraße 23 in Wolsier Bildende Kunst. Am 7. Mai findet zudem um 15 Uhr eine Lesung mit Laila Kleveman und um 16 Uhr ein Konzert mit dem Berliner Gesangsduo „Water View“ statt.

Aquarelle und Acrylmalerei gibt es im Atelier von Jordis Hammer in Gülpe, Neubau 4 zu sehen. Auch Matthias Rinne öffnet sein Atelier in der Pareyer Straße 9 in Gülpe. Hier wird Malerei und Bildhauerei gezeigt.

In Landin laden die Künstler Dirk Friese – Atelier Saralya, Parkstr. 1 – und Uthea Dormer – Galerie in der Steinstraße 4 – ein. Während Dormer Malerei, Acrylbilder und abstrakten Expressionismus zeigt, gibt es bei Friese Keramik und Fotoarbeiten zu sehen.

In Bahnitz öffnet die Kunsthalle, Dorfstraße 1. Hier wird die Ausstellung: „Im Schatten des Krieges“ mit internationalen Künstlern gezeigt.

Die Bildhauer Christa und Karlheinz Biederbick begrüßen Gäste in ihrer Kunstscheune in der Dorfstraße 4 an beiden Tagen von 12 bis 17 Uhr. Jobst und Sigrid Günther zeigen Malerei im Tannenweg 10 und in der Dorfkirche ist die Ausstellung „Bruder Sonne – Schwester Mond“ zu sehen.

Auf dem Kunsthof Galm, Galmer Straße 7 in Zollchow-Galm sind Objekte, Installationen, Reliefs und Malerei von Gerhardt Göschel sowie Objekte und Fotografien von Christian von Hatzfeld zu sehen.

Malerei zeigen auch die „Künstler der Scheune“ in der Stremmestraße 7E in Milow. Dazu gibt es am 7. Mai um 14.30 Uhr ein Konzert mit der Musikschule „Fröhlich“ und am 8. Mai ab 14 Uhr Basteln für Kinder.

Die Ausstellung „Wunderkammer“ zeigt Malerei, Grafik, Objekte und Keramik in Wilfried Plankes Atelier in der Alten Hauptstraße 16 in Premnitz. Am 8. Mai können Gäste ab 14 Uhr dabei zuschauen, wie eine Radierung entsteht.

Der Karl Mertens Kunstverein öffnet sein Atelier in der Semliner Straße 225 sowie die Galerie in der Berliner Straße 1a und lädt zu einem Schnupperkurs Ölmalerei für Jedermann.

Im Kulturzentrum Rathenow wird die Gemeinschaftsausstellung „Wege übers Land“ “ gezeigt. Das Offene Atelier im Haus ist ebenfalls geöffnet.

 

Von Christin Schmidt

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