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Havelland 60-Kilo-Wels geangelt
Lokales Havelland 60-Kilo-Wels geangelt
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14:25 23.09.2018
Hier wurde der Wels an Land gezogen. Quelle: Norbert Stein
Strodehne

Eigentlich wollte der Garzer Michael Hagen in der Havel bei Strodehne nur einen Barsch oder Hecht fangen. Doch gab es plötzlich einen mächtigen Ruck an seiner Angel, an dem ein Wobbler hing.

300 Meter gezogen

Ein mächtiger Wels hatte den künstlichen Köder geschluckt, der von Sebastian Gratzke aus Kuhlhausen gesteuerte Kahn wurde von dem Fisch etwa 300 Meter die Havel entlang gezogen. Um die 40 Minuten dauerte der Kampf zwischen Mensch und Fisch, dann war das Tier erschöpft.

Sofort nach Strodehne

Sebastian Gratzke handelte rasch, damit der Wels nicht wieder neue Kraft schöpfen konnte und zog den riesigen Fisch an der Badestelle in Strodehne an Land. Die Angelrolle war stark angeschlagen, die Sehne hatte gehalten. Und der glückliche, aber erschöpfte Angler hatte danach zwei Tage lang Muskelkater.

Michael Hagen und Sebastian Gratzke (li.) mit dem Wels. Quelle: Ingo Freihorst

Kürzlich wurde der 60 Kilogramm schwere und 2,14 Meter lange Wels auf dem Hof des Fischermeisters Siegfried Schulz in Garz geschlachtet. Hier hatte der Riesenfisch seine letzten Tage in einem großen Behälter verbracht. Etwa 35 Kilogramm kann der Angler nun verwerten. Ein Teil wurde geräuchert, der Rest eingefroren.

Die am Grund lebenden Welse wurden wegen ihres ergiebigen, fast grätenlosen und schmackhaften Fleisches einst in Elbe und Havel ausgesetzt, seitdem haben sie sich enorm vermehrt. Welse sind die größten Süßwasserfische Europas. Regional wird er auch als Waller bezeichnet. Welse sind vorwiegend nacht- und dämmerungsaktive Raubfische, die sich von lebenden und toten Fischen, aber auch von Wirbellosen und gelegentlich von kleinen Wasservögeln und Säugetieren ernähren.

Vor und nach dem Winter

Ihre Aktivität ist im Jahresverlauf stark von der Temperatur und der Verfügbarkeit von Beutetieren abhängig und erreicht im Frühjahr nach der Winterruhe sowie im Spätherbst nach dem Ablaichen ein Maximum.

Von Ingo Freihorst

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