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70.000 Menschen besuchen Rathenower Kirche

Buga-Magnet Sankt-Marien-Andreas 70.000 Menschen besuchen Rathenower Kirche

Die Verantwortlichen für die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow hatten sich voll auf die Buga eingestellt. Die Kirche war täglich von 8 bis 20 Uhr auf und jeden Tag machten extra ausgebildete Ehrenamtliche wenigstens zwei Führungen. Der beste Lohn für das große Engagement sind die rund 70.000 Besucher, die ins Gotteshaus kamen.

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Die Buga hat auch viele Besucher in die Sankt-Marien-Andreas-Kirche gelenkt.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Mag sein, dass die Bundesgartenschau in der Havelregion ihr Ziel von 1,5 Millionen Gästen nicht erreicht. Für die Besucherzahlen in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche von Rathenow ist die Buga dagegen klar ein Wachstumsbeschleuniger gewesen. „Es war wirklich viel Betrieb“, resümiert Heinz-Walter Knackmuß, der Vorsitzende des Förderkreises zum Wiederaufbau der Kirche. Er spricht von einer durchweg positiven Bilanz und nennt – wenn man ihn intensiv bittet – für die Buga-Zeit die Zahl von rund 70 000 Besuchern in der Kirche. Man habe eine seriöse Schätzung vorgenommen, erklärt er dazu, denn niemand habe den Aufwand treiben wollen oder können, die Besucher der Sankt-Marien-Andreas-Kirche tatsächlich jeden Tag zu zählen. Es sei ein ständiges Kommen und Gehen gewesen, mehrere Eingänge seien genutzt worden – da sei ein personengenaues Erfassen schlicht undenkbar gewesen.

Kirchenführer wurden im Vorjahr qualifiziert

Kirchengemeinde und Förderkreis hatten sich intensiv auf die Gartenschau vorbereitet, um für den erwarteten Besucherstrom gewappnet zu sein. Pünktlich vom ersten Tag, dem 18. April, an war das Gotteshaus täglich von 8 bis 20 Uhr offen. Zur allgemeinen Überwachung der Öffnungszeit waren sechs geförderte Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt worden. Im Laufe des ganzen Jahres 2014 hatten zudem Gemeinde und Förderkreis extra Buga-Kirchenführer ausgebildet, so dass für die Zeit der Gartenschau elf dieser qualifizierten ehreamtlichen Helfer zur Verfügung standen. Meist haben sie wochenweise Dienst gehabt. Jeden Tag haben sie um 11 und um 14 Uhr eine Gäste-Führung durch die Kirche gemacht und waren auch sonst dort anwesend, um Fragen beantworten zu können. Heinz-Walter Knackmuß sagt: „Sie haben ganz viele Gespräche geführt.“

Täglich geöffnet von 8 bis 20 Uhr

Während der Bundesgartenschau ist die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow jeden Tag von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

An jedem Tag finden um 11 und 14 Uhr Führungen durch die Kirche statt.

Kirchengemeinde und Förderkreis haben das ganze Jahr 2014 lang zehn ehrenamtliche Kirchenführer für die Zeit der Buga ausgebildet.

Als Kirchenführer im Einsatz waren: Renate Assmann, Hans-Martin Ermisch, Heinz-Walter Knackmuß, Peter Kurth, Doris Lehmann, Karin Lemme, Michael Neumann, Gerd Ostermann, Gabriele Scharein, Margit Semmler und Barbara Zahn.

Wer als Besucher etwas zum Lesen und Nachlesen über die Kirche haben wollte, hatte die Wahl: Zum Erwerb bereit lagen unter anderem das Buch von Heinz-Walter Knackmuß über die Kirche, ein Kunstführer über die wichtigsten Werke dort und ein Heft mit Erklärungen über die Fenster im Chorraum. Gedruckt wurden auch mehrere tausend Faltblätter mit den wichtigsten Informationen. Sie lagen vor in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Finnisch, Niederländisch, Tschechisch und Türkisch. Die weiteste Anreise hatten Gäste aus Neuseeland.

11. Oktober letzter langer Öffnungstag

Nun, da das Ende der Bundesgartenschau naht, wird es auch in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche bald wieder ruhiger werden. Am Sonntag, dem 11. Oktober, ist sie das letzte Mal von 8 bis 20 Uhr offen. Um 14 Uhr wird es diesem Tag die letzte „Buga-Führung“ geben. Danach ist die Kirche wieder wie sonst früher auch von Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 16 Uhr. Montags wird geschlossen sein.

Pfarrer Andreas Buchholz lässt durchblicken, dass es nicht unangenehm für viele Beteiligte sein wird, wenn jetzt der Trubel wieder nachlässt. „Es waren unheimlich viele Leute hier“, berichtet er und gesteht, so viele hatte er nicht erwartet. Der Andrang habe ihn überrascht, aber natürlich sehr gefreut. „Es war ein großer Aufwand“, blickt er zurück und spricht von seiner Dankbarkeit, die er für alle Helfer empfindet. Die Höhe der Spenden, die Besucher in der Kirche hinterlassen hätten, sei beträchtlich gewesen, teilt der Pfarrer mit. Die genaue Summe müsse aber erst noch festgestellt werden, und bislang sei die Buga ja nicht zu Ende.

Die Spenden seien für die Instandhaltung der Kirche vorgesehen, teilt Pfarrer Andreas Buchholz mit. Am 3. November werde es eine große Zusammenkunft geben, auf der beraten werde, welche Arbeiten im Innern der Kirche als nächste ausgeführt werden.

Von Bernd Geske

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