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750.000 Euro teure Straße weiter gesperrt

Pfusch am Bau im Havelland 750.000 Euro teure Straße weiter gesperrt

Sie ist erst im vergangenen Jahr saniert worden – für mehr als 750.000 Euro. Und trotzdem fahren auf ihr noch keine Autos. Denn das Pflaster der Straße in Havelaue (Havelland) wackelte. Obwohl die Schäden inzwischen beseitigt sind, ist die Straße noch gesperrt. Die Anwohner haben dafür kein Verständnis.

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Während der Brutzeit der Wat- und Wasservögel sind in der Großen Grabenniederung Wege gesperrt.

Quelle: Stein

Parey. Der Landwirtschaftsweg von Parey nach Wolsier durch die Große Grabenniederung ist derzeit für jeglichen Verkehr gesperrt. Der Verbindungsweg entlang des Großen Grabens von der Wolsierer Steinbrücke zur Friedrichstraße ebenfalls. So ist es in jedem Frühjahr bis 20. Mai, wenn in der Großen Grabenniederung Wat- und Wasservögel brüten. Die Große Grabenniederung ist das „Herzstück“ im 3200 Hektar großen Naturschutzgebiet Untere Havel Nord.

Landwirte und die Bewohner aus den umliegenden Dörfern, für diese Wege mehrere Kilometer weniger Fahrstrecke bedeuten, haben sich mittlerweile daran gewöhnt. Größtenteils akzeptieren sie das zeitweilige Fahrverbot in der Großen Grabenniederung zum Schutz von Fauna und Flora im Frühjahr.

Das Fahrverbot sollte aufgehoben werden

Doch in diesem Frühjahr gibt es aus den Dörfern aber auch kritische Stimmen, wie auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Havelaue deutlich wurde. „Das Fahrverbot sollte aufgehoben werden“, sagte die Ortsvorsteherin von Parey Martina Möhring. „Zumindest sollte eine solche Möglichkeit seitens des Ordnungsamtes geprüft werden“, sagte sie weiter.

Eine Erfolgsaussicht scheint allerdings nicht gegeben zu sein, weil die Gemeinde selbst dem zeitweiligen Fahrverbot zugestimmt und das bereits vor mehreren Jahren, als der Landwirtschaftsweg von Parey nach Wolsier saniert wurde.

Friedrichstraße weiterhin gesperrt

Für derzeitigen Missmut sorgt auch eigentlich nicht die Sperrung dieses Weges, sondern die immer noch geschlossene Friedrichstraße.

Die Friedrichstraße führt als Landwirtschafts- und Fahrradweg ebenfalls durch die Große Grabenniederung, wird aber während der Brutzeit der Wat- und Wasservögel nicht gesperrt. 2015 wurde die Friedrichstraße für 755.000 Euro aus dem Landesfördertopf zur Beseitigung von Hochwasserschäden saniert. Drei Monate nach Verkehrsfreigabe wackelte das Spurahnenpflaster. Die Friedrichstraße wurde für Reparaturarbeiten gesperrt.

Bauarbeiten sind längst erledigt

Die Arbeiten sind inzwischen erledigt. Dicht ist die Friedrichstraße aber immer noch. Silvio März hat dafür kein Verständnis mehr. Die Friedrichstraße müsse endlich aufgemacht werden, fordert der Ortsvorsteher von Spaatz.

„Es bedarf noch weiterer Prüfungen“, erklärte die Rhinower Bauamtsleiterin Birgit Schmidtke den Abgeordneten von Havelaue. Die Öffnung der Friedrichstraße stellte sie nicht vor Ende April in Aussicht. Verbindlich ist aber auch der Termin noch nicht.

Von Norbert Stein

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