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775.000-Euro-Straße hielt keine 3 Monate

Zehn Wochen nach Sanierung 775.000-Euro-Straße hielt keine 3 Monate

Die Friedrichstraße in Spaatz ist nicht nur eine Verbindungsstraße für die Landwirtschaft. Sie wird auch von BUGA-Besuchern in der Region viel genutzt. Doch sie ist vor allem ein Sorgenkind. Erst vor zehn Wochen wurde sie für eine dreiviertel Million Euro repariert. Nun ist sie schon wieder kaputt. Die Gemeinde sieht die Baufirma in der Pflicht.

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Guido Quadfasel, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Havelaue, zeigt entstandene Schäden an der Friedrichstraße in Spaatz.

Quelle: Norbert Stein

Spaatz. Schon zehn Wochen nach Verkehrsfreigabe hat die Friedrichstraße in Spaatz wieder erhebliche Schäden. Pflastersteine stehen kantig nach oben oder sind gebrochen. Die Folge sind Risse und Löcher in der Spurbahn. Zuvor war die Straße für eine dreiviertel Millionen Euro repariert worden. Für den Ortsvorsteher von Spaatz, Silvio März, ein „Unding“. Da sei nicht ordentlich gearbeitet worden, sind von ihm noch die am vorsichtigsten gewählten Worte. Auch Guido Quadfasel, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Havelaue, hat kein Verständnis für kaputte Pflastersteine. Ihm ist nun eine schnelle Reparatur wichtig, weil die Straße gebraucht wird für die Landwirtschaft und besonders noch in der verbleibenden Buga-Zeit für den Tourismus. Die Friedrichstraße ist Teil der überregionalen Brandenburgtour für Radfahrer und gehört zum Erkundungsweg der Störche im Ländchen Rhinow.

Strecke könnte dicht gemacht werden

„Wir haben da ein echtes Problem“, sagt der Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann zu der Straße, für die seit Mitte dieser Woche im stärksten betroffenen Teilbereich eine maximale Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern gilt, damit das Unheil nicht noch größer wird. Ursprünglich war in Erwägung gezogen worden, die Friedrichstraße dicht zu machen für jeglichen Verkehr. Der Planer sei mit der Aufnahme sämtlicher Schäden beauftragt worden, erklärt Aasmann und sieht den bauausführenden Betrieb aus Sachsen-Anhalt in der Gewährleistungspflicht. Wie und wann die Schäden behoben werden, will das Amt mit Baubetrieb in der kommenden Woche beraten, wenn dessen für die Friedrichstraße zuständiger Bauleiter zurück ist aus dem Jahresurlaub. Bevor repariert wird, müssen die Ursachen für die Schäden geklärt und beseitigt werden, ist dem Amtsdirektor wichtig.

Zehn Monate Bauarbeiten, 775000 Euro

Die Friedrichstraße ist ein 1,8 Kilometer langer Landwirtschaftsweg im Spaatzer-Hohennauener Bruch und führt durch das Niedermoorgebiet Grabenniederung. Stark zugesetzt hatte die auch touristisch genutzte Friedrichstraße 2013 das Juni-Hochwasser im Westhavelland. Mit der Beseitigung der Hochwasserschäden begonnen wurde im Sommer 2014. Ausgebaut wurde die Straße auf 2,90 Meter Breite mit Spurbahnen aus Verbundpflaster. Die Tragfähigkeit des Unterbaus zu sichern, erwies sich für die Bauleute als größte Herausforderung. Aufgrund unterschiedlicher natürlicher Gegebenheiten wurde nur abschnittsweise gebaut, der Untergrund mit Betonplatten stabilisiert und umschlossen mit Geotextil. Das kostete zusätzlich Zeit und Geld.

Statt ursprünglich veranschlagter 550 000 Euro wurden 775 000 Euro benötigt für die Friedrichstraße. Bezahlt wurde aus einem 4,3 Millionen Euro Fonds, den die Gemeinden des Amtes Rhinow als 100-prozentige Förderung zur Beseitigung von Hochwasserschäden zu Verfügung gestellt bekommen haben vom Land Brandenburg.Nach zehnmonatiger Bauzeit wurde die Friedrichstraße im Ende Mai diesen Jahres wieder freigegeben zur Nutzung.

Von Norbert Stein

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