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896 Unterschriften gegen Sperrung des Kreisverkehrs

Steckelsdorf 896 Unterschriften gegen Sperrung des Kreisverkehrs

Vor nicht einmal zwei Wochen starteten Steckelsdorfer Bürger eine Initiative gegen die geplante Sperrung des Kreisverkehrs in Rathenow-West. Innerhalb kürzester Zeit haben sich bereits knapp 900 Menschen in Unterschriftenlisten eingetragen. Auch in der Rathenower Verwaltung stoßen die Pläne des Landkreises auf Widerstand.

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Corrado Gursch mit den Unterschriften am Kreisverkehr, gegen dessen Vollsperrung hunderte Menschen protestieren.

Quelle: Markus Kniebeler

Steckelsdorf. Der Widerstand gegen die beabsichtigte Vollsperrung des Kreisverkehrs in Rathenow-West wächst täglich. Innerhalb von noch nicht einmal zwei Wochen hat eine von dem Steckelsdorfer Ortsvorsitzenden Corrado Gursch und Gastronom Marco Schwarz gegründete Initiative 896 Unterschriften gegen die Vollsperrung gesammelt. Der Protest richtet sich gegen die Pläne des Kreises, den Kreisverkehr in den Sommerferien wegen Sanierungsarbeiten wochenlang voll zu sperren. Das würde den Weg zwischen Rathenow und Steckelsdorf um rund 20 Kilometer verlängern.

Mittlerweile hat sich auch die Stadt Rathenow in der Angelegenheit klar positioniert. Zwar liegen die Planung und Ausführung des Bauvorhabens in der Hoheit des Kreises. Aber weil vor allem Bürger der Stadt Rathenow und ihres Ortsteils Steckelsdorf betroffen sind, haben Verwaltung und Stadtverordnete ihren Unmut über die Pläne kundgetan. „Es kann nicht sein, dass ein Stadtteil über Wochen abgehängt wird“, sagte Bürgermeister Ronald Seeger am Donnerstagabend im Hauptausschuss. Das werde er dem Landrat auch in einem persönlichen Gespräch mitteilen. Im Hauptausschuss herrschte Einigkeit darüber, dass man den Kreis dazu bewegen müsse, Alternativen zur Vollsperrung zu prüfen.

Corrado Gursch hatte in der Angelegenheit am Freitagvormittag ein Gespräch mit dem Baudezernenten des Kreises, Jürgen Goulbier. Der habe ihm grundsätzlich bestätigt, dass für die Sanierung des Kreisels eine Vollsperrung unumgänglich sei. Aus arbeitsrechtlichen Gründen dürfe der Umbau nicht bei laufendem Verkehr erfolgen. Bei der Stadt Rathenow hatte der Kreis neben arbeitsrechtlichen auch finanzielle und bautechnische Gründe für die Vollsperrung angeführt.

Im Gespräch mit Corrado Gursch teilte der Baudezernent mit, dass es derzeit zu früh sei, konkrete Termine für die Sperrung zu benennen. Am Dienstag sei das Vorhaben Thema im Kreisbauausschuss, am 12. Juni solle im Kreisausschuss der Auftrag für die Sanierung vergeben werden. Dann sei es Sache des Baubetriebs, den Bauablauf mit möglichen Sperrzeiten festzulegen. Wenn zuletzt die Rede von fünf Wochen Bauzeit gewesen sei, dann heiße das nicht notgedrungen, dass der Kreisel so lange gesperrt werde. Denn zu dem Gesamtbauvorhaben, auf das sich die Bauzeitangabe beziehe, gehöre auch die Sanierung des ehemaligen Bundesstraßenstücks zwischen dem Kreisverkehr und der B 188n hinter Buckow. Kurzum: Wie lange der Kreisverkehr tatsächlich gesperrt werden muss wisse man erst, wenn der Baubetrieb seine Planung vorgestellt habe.

Jürgen Goulbier machte dem Steckelsdorfer Ortsbürgermeister das Angebot, die Anwohner im Rahmen einer Bürgerversammlung über das Vorhaben zu informieren, sobald der Bauplan feststehe. Diese Versammlung soll Ende Juni stattfinden. „Bis wir Klarheit haben, werden wir unseren Protest gegen eine Vollsperrung nicht einstellen“, so Gursch. „Wir wollen verhindern, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.“

Bauvorhaben in den Sommerferien

Der Kreisverkehr in Rathenow-West soll während der Sommerferien saniert werden. Zu dem Vorhaben gehört die Instandsetzung der Kreisstraße 6330 zwischen dem Kreisel und der B 188 hinter Buckow.

Die Bauarbeiten an Kreisel und Straße erfolgen zwischen dem 20. Juli und dem 25. August. Wie lange der Kreisverkehr tatsächlich gesperrt wird, legt der beauftragte Baubetrieb fest.

Am 6. Juni ist das Vorhaben Thema im Kreisbauausschuss, am 12. Juni soll im Kreisausschuss der Auftrag vergeben werden. Ende Juni soll eine Bürgerversammlung in Steckelsdorf stattfinden.

Von Markus Kniebeler

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