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Havelland 90 Wohnungen sind bezogen
Lokales Havelland 90 Wohnungen sind bezogen
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00:17 15.09.2015
Die Elstaler informierten sich über den Fortgang der Sanierung der Eisenbahnersiedlung. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Elstal

Zwei Drittel sind geschafft, 90 der geplanten 130 Wohnungen in der denkmalgeschützten Elstaler Eisenbahnersiedlung sind saniert und wieder bewohnt. Grund genug für den Eigentümer – Die Deutsche Wohnen AG – mit Mietern und Interessierten zu feiern.

„Elstal bekommt sein Zentrum und damit seine Seele zurück“, schärmte Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) am Donnerstagabend. Er meint damit vor allem die Gebäude um den Karl-Liebknecht-Platz, die bereits wieder bezogen sind, aber auch den Platz gegenüber der Sielmann-Oberschule in der Schulstraße, wo es jetzt Sitzmöglichkeiten gibt. „Nicht zu vergessen, die in den Boden eingearbeiteten alten Schienen, die an die Bahntradition in Elstal erinnern sollen“, sagte Architekt Sven Blumers.

2006 hatte die Deutsche Wohnen die in den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts errichtete Siedlung von der Reichsbahnsiedlungsgesellschaft erworben. 2013 begann die Sanierung der ersten Wohnungen, insgesamt werden etwa 15 Millionen Euro investiert. „Als ich die Siedlung, in der 60 Prozent Leerstand herrschte und 50 Jahre nie etwas gemacht wurde, das erste Mal sah, war sie in einem erbärmlichen Zustand. Vor wenigen Tagen haben wir uns mit diesem sanierten Projekt für den Deutschen Bauherrenpreis 2015 beworben. Und die Chancen stehen gut“, ließ der Stefan Degen, Geschäftsführer der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH, wissen.

Die grauen Fassaden wurden verputzt und hell angestrichen, Dacheindeckungen erneuert, Hauseingänge und Treppenhäuser instand gesetzt, Bäder modernisiert und neue Heizungen eingebaut. Die meisten der neuen und alten Mieter zeigten sich zufrieden mit dem Geschaffenen.

Wenngleich am Donnerstag auch die eine oder andere Kritik laut wurde. Zwar sei in den Häusern die Decke zu den Kellerräumen gedämmt worden, aber die Keller selbst habe man nicht saniert. Die seien feucht, meinte ein Mann, der seinen Namen nicht nennen wollte. Andere beklagten, dass man nicht mehr Blumentöpfe oder Schuhregale in den Hausfluren aufstellen könne. Und es gebe keinen Ansprechpartner vor Ort, sondern nur eine Servicenummer, wo Leute sitzen, die die Situation vor Ort nicht kennen würden. Unternehmenssprecher Julian Pinnig bestätigte, dass der Ansprechpartner für die Elstaler Siedlung in Potsdam sitze, aber man über das Servicetelefon auch Termine ausmachen könne.

Im November wird die neue Bürgerbegegnungsstätte Elstal, die anstelle alten Gaststätte „Zur Klause” am Karl-Liebknecht-Platz entstanden ist, fertig. Nutzbar soll sie ab Januar sein, dann kann endlich auch der Verein Historia Elstal dort seine neuen Räume beziehen.

Sämtliche bisher sanierte Wohnungen konnten sofort vermietet werden, wobei die durchschnittliche Vertragsmiete in der Eisenbahnersiedlung bei etwa 5,50 Euro je Quadratmeter kalt liegt, so Julian Pinnig.

Noch keine Interessenten haben sich für die sechs Gewerbeeinheiten rund um den Karl-Liebknecht-Platz gefunden. Der Eigentümer wünscht sich dort ruhiges Gewerbe, also Bäcker, Nahversorger oder Dienstleister.

Der ursprünglich geplante Ausbau der Dachgeschosse in den Häusern am Karl-Liebknecht-Platz, wo neun zusätzliche Wohnungen entstehen könnten, wurde aus Kostengründen zunächst zurückgestellt. „Aber wir richten die Dächer mit Gauben so her, dass später nur noch innen gebaut werden muss“, erklärte Sven Blumers. Der Bedarf für solche Dachwohnung sei da, sagte Elstals Ortsvorsteher Matthias Kunze.

Von Jens Wegener

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