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A 10-Brücke soll vierspurig werden

Wustermark gibt Geld für Erweiterungsplanung frei A 10-Brücke soll vierspurig werden

Die Erweiterung der Brücke über die Autobahn 10 kann ab Januar geplant werden. Wustermark beteiligt sich an den Kosten mit maximal 50000 Euro. Wann und ob tatsächlich auch gebaut wird, steht noch nicht fest.

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Die Autobahnbrücke soll saniert werden und zwei Fahrstreifen in jede Richtung bekommen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark/Brieselang. Die Tür zu einer besseren Anbindung und damit einer möglichen Erweiterung des Güterverkehrzentrums Wustermark (GVZ) auf die andere Seite des Havelkanals ist aufgestoßen. Mit 16 Ja-Stimmen und einmal Nein entschieden die Gemeindevertreter, sich an den Planungskosten für den vierstreifigen Ausbau der Kuhdammbrücke über die A 10 zu beteiligen. Die anteiligen Kosten für die Gemeinde werden zwischen 35000 und 50 000 Euro liegen, prognostizieren die Planer.

„Diese Entscheidung kann die Entwicklung der Gemeinde Wustermark wesentlich beeinflussen. Deshalb sollten wir ein gewisses Risiko eingehen“, sagte Gemeindevertreter Matthias Kunze (SPD). Der Bürgermeister wird nun noch in diesem Jahr eine Planungsvereinbarung mit der Bundesstraßenverwaltung unterzeichnen, die es ermöglicht, im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn die Kuhdammbrücke breiter zu machen. Zwar hätte der Bund die Brücke sowieso sanieren oder gar erneuern müssen, allerdings hätte er nur die jetzt vorhandene einstreifige Befahrung wieder hergestellt. „Bei dem zunehmenden Lkw-Verkehr im GVZ Wustermark wäre das nicht förderlich für die Untermehmen“, so Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Wenn das GVZ noch verdichtet wird, sich weitere Firmen ansiedeln und besonders am Hafen mehr Verkehr entstehen werde, sei es zwingend nötig, die Brücke über die Autobahn breiter zu bauen.

Obwohl noch niemand sagen kann, wann die Autobahn 10 in diesem Abschnitt erweitert und die Brücken erneuert werden (wohl nicht vor 2020), war die Gemeinde Wustermark jetzt in Zeitdruck gekommen. „Die vom Bund beauftragten Planer beginnen ab Januar 2016 mit der Arbeit. Bis dahin muss klar sein, wie breit die Brücke werden soll“, so Rüdiger Hage von der Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH, die das GVZ im Auftrag der Gemeinde entwickelt, im Wustermarker Bauausschuss.

Viele Gemeindevertreter wollten ihre Zustimmung zunächst davon abhängig machen, ob sich die Gemeinde Brieselang an den Planungskosten beteiligt. Speziell l Zeestow würde von der Erweiterung beider Kuhdammbrücken (auch der über den Havelkanal) profitieren, weil dann ein Großteil der Lkws nicht mehr durch den Ort rollen würde. Grundsätzlich sei Brieselang auch bereit, darüber nachzudenken, nur nicht von heute auf morgen, sagt Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU). „Es gab und gibt Gespräche, aber wir müssen die Verkehrssituation an dem Knoten komplexer sehen.“ Die Gemeinde Brieselang wolle prüfen, ob die Landesstraße 202 in südlicher Richtung zu verlegen sei und damit der Ortsverkehr durch Zeestow entlastet werden könne. Im Januar sollen erste Ergebnisse in den Gremien der Gemeindevertretung Brieselang vorgestellt werden. „Danach können Beschlüsse zu einer möglichen Mitfinanzierung getroffen werden“, informierte Wilhelm Garn per Brief die Wustermarker Verwaltung.

Um die einmalige Chance auf eine Förderung bei den Baukosten von 75 Prozent nicht verstreichen zu lassen, votierten die Wustermarker Gemeindevertreter dafür, die maximal 50 000 Euro Planungskosten für die Brückenerweiterung erstmal allein zu tragen. „Das heißt aber nicht, dass die Gemeinde irgendwann auch die anteiligen Baukosten aufbringen muss“, stellte Holger Schreiber klar. „Wenn das Gemeindeparlament 2019 oder 2020 den Eigenanteil für den Brückenbau nicht aufbringen will oder kann, wird die Brücke wieder so hergestellt wie sie jetzt ist.“

Parallel dazu wird das Wustermarker Parlament auch entscheiden müssen, ob die zweite Kuhdammbrücke, die über den Havelkanal, verbreitert werden soll, so dass ein Ein- und Ausfahren aus dem GVZ möglich wäre.

Von Jens Wegener

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