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AG Hohennauen holt den Raps vom Feld

Mähdrescher im Dauereinsatz AG Hohennauen holt den Raps vom Feld

Seit Mittwoch sind die Mähdrescher der Agrargenossenschaft Hohennauen unterwegs, um den Raps zu ernten. Bleibt es trocken, sollen die 200 Hektar bis Anfang der nächsten Woche abgeerntet sein. Aber für Samstag ist Regen angesagt. Eine wetterbedingte Zwangspause würde den Ernteplan durcheinander bringen.

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Die Agargenossenschaft Hohennauen hat mit der Rapsernte begonnen.

Quelle: Norbert Stein

Hohennauen. Die Gerste hat die Agrargenossenschaft Hohennauen vom Halm. Nun sind ihre drei Mähdrescher seit Wochenmitte im Raps. „Beim Schütteln der Schoten rascheln die Körner. Die Schoten brechen beim Schütteln auf, weil sie bis in die Spitze trocken sind. Es sind keine Gummischoten mehr“, erklärt Peter Wilke, Abteilungsleiter Landwirtschaft der Agrargenossenschaft, die Merkmale, an denen zu erkennen ist, dass auf einem 70 Hektar großen Feld zwischen Hohennauen und Elslaake der Raps reif ist für die Ernte. Gut für die Ernte und gut für den Preis ist es laut Wilke, wenn die Rapskörner einen Feuchtigkeitsgehalt von lediglich 8 Prozent haben. „Etwas mehr geht auch noch, bringt aber Preisabzug“, sagt Wilke, während auf dem Feld die Mähdrescher ihre Runden drehen. In den letzten Tagen waren sie bis kurz vor 22 Uhr im Einsatz, weil abends die Sonne lange schien und das Wetter trocken blieb.

Trockenheit und Hagelschlag mindern den Ertrag

Wie viel Raps genau geerntet wird, kann Wilke noch nicht sagen. Er rechnet mit etwa 3,6 Tonnen je Hektar. Im Vergleich mit den Vorjahren wäre das ein etwas geringerer Ertrag. „Mehr wird nicht möglich sein, weil die lange Trockenheit im Frühjahr den Pflanzenwuchs beeinträchtigte, der Raps auch auf etwas leichteren Böden angebaut wurde und Hagel auf einigen Flächen bei Rathenow Schaden anrichtete“, erklärt der Landwirt.

Die AG Hohennauen liefert ihre gesamte Rapsernte an einen Handelspartner in Rhinow. Etwa 360 Euro je Tonne hofft man zu bekommen. Dieser Preis wäre halbwegs in Ordnung, meint Wilke. Als Futter für ihre Tiere kauft die AG Rapspellets, die bei der Ölgewinnung aus Reststoffen hergestellt werden.

Weil zum Schutz der Bienen für die Bekämpfung von Rapsschädlingen keine Insektizide mehr eingesetzt werden dürfen – mehr Arbeit und höheren Kosten für den Pflanzenschutz sind die Folgen – hatten die Hohennauener Landwirte 2014 in

Weil es trocken ist, läuft die Ernte derzeit auf Hochtouren

Weil es trocken ist, läuft die Ernte derzeit auf Hochtouren

Quelle: N. Stein

Erwägung gezogen, den Anbau von Raps stark zu reduzieren oder sogar gänzlich einzustellen. Für den Raps entschieden habe man sich, weil er die Bodenstruktur fördere und das Stroh als Naturdüngung der Bodenfruchtbarkeit gut tue, erklärt Wilke.

Raps angebaut hat die Agrargenossenschaft, wie in den Jahren zuvor, auf insgesamt 200 Hektar. Anfang nächster Woche sollen die letzten Körner eingefahren sein. „Wenn alles gut geht“, sagt Wilke, wohl wissend, dass sich die günstige Witterung von einem Tag zum anderen ändern kann. Regnet es, muss der Raps erst wieder trocknen und die Mähdrescher haben Zwangspause auf dem Technikhof in Hohennauen. Ist der Raps vom Feld, fahren die Mähdrescher wieder ins Getreide, um Roggen, Weizen und Treticale zu ernten. Alles zusammengenommen hat die AG Hohennauen in diesem Jahr eine Ernte von 1450 Hektar einzufahren.

Von Norbert Stein

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