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Havelland Aal, Spiel und Spaß beim 34. Havelfest
Lokales Havelland Aal, Spiel und Spaß beim 34. Havelfest
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17:47 26.07.2015
Junggesellenabschied von Torsten Boese aus Magdeburg mit „Helga Hahnemann“. Quelle: Uwe Hoffmann
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Strodehne

Im Wappen des Haveldorfes Strodehne ist der Storch abgebildet. Jedes Jahr bezieht er seinen Horst am Kreuz auf dem Dach der Dorfkirche. In diesem Jahr gab es wieder Nachwuchs. Der Wappenvogel zog auch am Samstag über die Havelwiesen seine Bahnen. Unter ihm feierten die Strodehner ihr Havelfest. „Der Heimatverein, der das Fest seit 1982 veranstaltet, feiert in diesem Jahr sein 35. Gründungsjubiläum“, sagt Marek Kühn, seit zehn Jahren Vereinsvorsitzender. „Neben der Unterstützung durch die Gemeinde Havelaue und rund zwei Dutzend, vor allem regionaler Gewerbebetriebe, konnte das Fest in diesem Jahr zum 34. Mal veranstaltet werden.“ Die Fischer Wolfgang Schröder aus Strodehne und Wilfried Schulz aus Garz sponserten die Aale, die man am Aalrad gewinnen konnte.

Laura Bünger aus Rathenow war fasziniert von den Pferden, die Kutschfahrten durchs Dorf zogen. Quelle: Uwe Hoffmann

Aus der Region kommen auch die Anbieter von Speis’ und Trank. So wie André Pede aus Babe, gleich hinter der Kreisgrenze bei Rhinow. Bereits zum vierten Mal bietet er seine herzhaft belegten Knobi-Brote an. „Vielleicht stehe ich in diesem Jahr auch auf dem Weihnachtsmarkt in Rathenow“, so André Pede, der mit seinem Zelt-Stand auch immer wieder auf Mittelaltermärkten zu finden ist. An seinem Stand traf man einen Einheimischen, dessen starker Akzent im Gespräch sofort auffiel.

30 Torten und Kuchen

„Im amerikanischen Sektor von Westberlin habe ich an der Deutsch-Amerikanischen Gemeinschaftsschule gearbeitet“, erzählt der gebürtige Amerikaner John van den Branden. „Nach der Wiedervereinigung habe ich im Umkreis von Berlin ein Grundstück gesucht. In Strodehne wohnten damals schon Amerikaner und so zog ich 1991 auch hier her.“ Direkt aus dem Ort kamen die rund 30 leckeren Kuchen und Torten, welche die Strodehner Frauen gebacken hatten und zu Gunsten des Heimatvereins verkauften. Joachim „Aki“ Kühn aus Strodehne bot mit seinen zwei Kleinponys Kutschfahrten durch das Dorf an.

Der gebürtige Amerikaner John van den Branden greift beim Knobi-Brot von André Pede aus Babe nahe Rhinow zu. Quelle: Uwe Hoffmann

Wer es „aufregender“ mochte, fuhr im Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Strodehne mit Blaulicht und Notsignal durchs Dorf. Die Kameraden feiern in diesem Jahr ihr 95. Gründungsjubiläum. Auf vier Rädern konnten die kleinen Gästen auch selbst, mit dem kleinen Elektro-Quad, ihre Runden drehen. Dieses Gefährt war der 1. Preis bei der Tombola. „Auf unser jährliches ‚Spiel ohne Grenzen’ und das Volleyballturnier mussten wir in diesem Jahr verzichten“, so Marek Kühn. „Das Verletzungsrisiko durch auf der Wiese liegende Steine war zu groß.“ Waltraud Althoff aus Stendal sorgte als Helga Hahnemann für Stimmung am Nachmittag. Viel Spaß hatte sie an ihrem „Opfer“ Torsten Boese.

Der 35-Jährige feierte mit seinem Bruder und zehn seiner Freunde seinen Junggesellenabschied – passend im Matrosenkostüm. Am nächsten Samstag heiratet er in Magdeburg seine vier Jahre jüngere Franzi Ilsebeck. Seit zwölf Jahren steht der Magdeburger, der Verwandte in Strodehne hat, hinterm Tresen seiner Cocktailbar“ auf dem Havelfest.

Karsten Büttner unterhielt die Gäste nicht nur als DJ, sondern auch als Clown Dodo. Am Abend tanzten die Strodehner zur Musik mit „Freebird“.

Von Uwe Hoffmann

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