Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Abgehängt und eingeschränkt
Lokales Havelland Abgehängt und eingeschränkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:37 02.09.2016
Viel Diskussionsbedarf gab es in der Gesprächsrunde. Quelle: Laura Sander
Schönwalde-Glien

Abgeschnitten und eingeschränkt – so fühlen sich viele Schönwalder Senioren mit Blick auf die Busverbindung in die einzelnen Ortsteile. Vor allem am Wochenende seien die Verbindung mit den Linien 651 und 671 nach Spandau und Falkensee nicht ausreichend. „Man kann ja nicht einmal abendliche Veranstaltungen in der neuen Falkenseer Stadthalle, geschweige denn in Berlin besuchen“, so Elke-Ilona Krüger. Die Rentnerin ist eine von vielen Schönwaldern, die an der vom Seniorenrat organisierten Gesprächsrunde zum neuen Buskonzept für Falkensee und die umliegenden Gemeinden teilnahm. Sie nutzt regelmäßig den Bus, da sie kein eigenes Auto besitzt. „Unsere Haltestelle ,Erlenbruch’ wird am Wochenende überhaupt nicht mehr angefahren. Dort wohnen jedoch viele ältere Leute, die nicht mehr gut zu Fuß sind – es ist keine Alternative, die Haltestelle einfach vom Netz zu nehmen“, so Krüger. Notwendig sei diese Maßnahme geworden, um die Anbindung an den Regionalverkehr am Falkenseer Bahnhof zu garantieren. „Der Bus fährt in Schönwalde gleich wieder zurück nach Falkensee und hat keinen Puffer. Ohne den ,Erlenbruch’ auf seiner Route gewinnt der Fahrer wichtige Minuten“, erklärt Heidrun Wobeser, Sachgebietsleiterin Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) beim Landkreis.

Wichtige Minuten fehlen jedoch oftmals genau am Falkenseer Bahnhof. „Hat die Bahn auch nur einige Minuten Verspätung ist der Bus weg und ich muss drei Stunden auf den nächsten warten, der mich zu meiner Haltestelle bring“, beklagte eine andere Schönwalder Seniorin. „Kann der Bus nicht auf die Bahn warten – so ist es doch eigentlich gedacht. Die Taxifahrt kostet mich jedes Mal 15 Euro.“Noch sei die Verständigung zwischen Bahn und Bus nicht möglich, eine technische Neuerung sei jedoch bereits in Arbeit, so Thomas Lapsin von Havelbus. „Ist die Verspätung jedoch erheblich, kann der Bus nicht warten, sonst kommt er bei seiner Anschlussfahrt in Bedrängnis“, so Lapsin.

Buskonzept

Das Buskonzept für Falkensee und umliegende Gemeinden soll zum 19. März des kommenden Jahres wirksam werden. Am 11. Juni wurde es erstmalig vorgestellt und noch bis Ende September können Anregungen gegeben werden.

Verbesserungsvorschläge und Kritik können per E-Mail an vk-falkensee2017@havelbus.de oder per Post an die Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 1 in 14641 Nauen, gesendet werden.

Dass sich mit dem Fahrplanwechsel zum jetzigen Schulanfang für ihre Gemeinde nichts ändert, kann die Diskussionsrunde nicht verstehen. Dass allerdings auch das neue Buskonzept keine Verbesserungen für die Schönwalder bringen soll, darüber können die Senioren nur den Kopf schütteln. „Auch Perwenitz, Pausin oder Grünefeld sollten besser angebunden werden. Und wenn der Bedarf für große Busse nicht da ist, was bei einem Dorf mit 600 Einwohnern nicht anders zu erwarten ist, dann kann man doch wenigstens Kleinbusse einsetzen“, so ein Senior aus Pausin. Auch der Anschluss an den MAFZ-Erlebnispark in Paaren sei für Senioren, Schulklassen oder Eltern ohne Auto ein echtes Hindernis. „Da sitzt jemand am Schreibtisch und denkt sich das Konzept aus, ohne sich mit der tatsächlichen Situation auseinanderzusetzen oder jemals vor Ort gewesen zu sein“, so ein Schönwalder. Ganz so sei die Situation nicht. „Der Gutachter hat schon in vielen ländlichen Räumen Konzeptstudien erstellt und kennt sich bestens in Brandenburg aus. Außerdem liegt es an Ihnen etwas zu ändern - Ihre Vorschläge werden aufgenommen und geprüft“, so Heidrun Wobeser.

Von Laura Sander

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Elstal (Havelland) sind am Freitagmittag drei Personen verletzt worden. Eine 89-Jährige erlitt eine Rauchvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht. Das Feuer ist auf einem Balkon ausgebrochen.

02.09.2016

Damit hatte Petra Gottschalk nicht gerechnet: In nur vier Monaten wurden in ihrer Ladengalerie weit mehr als 1000 Papierboote als Glückwunschgruß zum Rathenower Stadtjubiläum abgegeben. Ab Samstag werden alle Boote in einer Ausstellung zu sehen. Petra Gottschalk hat schon eine Idee, was danach mit den Arbeiten passiert.

02.09.2016

Seit dem 1. September ist der Sommer aus Sicht der Wetterexperten vorbei. Dabei sind wir in der Region in den letzten Tagen noch einmal in den Genuss von wirklich schönen Tagen gekommen. Die MAZ-Redaktion freut sich weiter über Einsendungen zum Thema „Sommer in der Region“. Als Anregung gibt es hier die bisherigen Leserfotos in einer Galerie, die stets aktuell bleibt.

02.09.2016